Der voxelbasierte Indie‑Titel Allumeria stand kurzzeitig im Zentrum einer urheberrechtlichen Auseinandersetzung: Microsoft hatte eine DMCA‑Takedown‑Notice gegen die Steam‑Demo des Spiels eingereicht, offenbar wegen zu großer Ähnlichkeit zu Minecraft. Der Strike wurde inzwischen zurückgezogen, die Demo ist wieder verfügbar, aber weiterhin stellt sich die Frage, ob der Titel nicht doch etwas zu sehr von Mojangs einstigem Indie-Titel inspiriert ist?
Am Wochenende meldeten die Entwickler von Allumeria, dass ihre Steam‑Demo plötzlich offline war. Ein DMCA‑Strike von Microsoft, der eine Urheberrechtsverletzung geltend machte. Die optischen Parallelen zu Minecraft sind zwar unübersehbar, voxelbasierte Landschaften, blockige Vegetation, Survival‑Gameplay, doch laut den Entwicklern wurden keinerlei Minecraft‑Assets kopiert. Allumeria wirke zwar inspiriert von Minecraft, nutzt aber vollständig eigene Texturen, Modelle und Mechaniken.
Nur wenige Stunden später hat den DMCA‑Strike vollständig zurückgezogen, ohne dass die Entwickler einen formellen Widerspruch einreichen mussten. Die Steam‑Seite wurde daraufhin wieder freigeschaltet. Die Abmahnung dürfte Microsoft womöglich vollkommen automatisiert abgesendet haben wegen der verdächtigen Ähnlichkeit zu Minecraft, was natürlich nicht nur die Frage nach dem Urheberrecht eröffnet, sondern auch jene über automatisierte Strikes.
Kann man einen Grafikstil schützen?
Der Fall berührt ein sehr interessantes Thema: Wie weit darf ein Unternehmen gehen, wenn ein anderes Spiel visuelle Ähnlichkeiten aufweist? Und, inwiefern sind diese Grafikstile überhaupt schützenswert? Das Genre mit Games im Voxel-Look enthält zahlreiche spannende Titel wie Hytale, Terraria oder Infiniminer, die allesamt auch eigene Mechaniken und Assets benutzen.
Die beliebte datenschutzorientierte Messenger‑App Signal ist ab sofort direkt über den Microsoft Store für Windows 10 und Windows 11 erhältlich. Damit entfällt erstmals der Umweg über den manuellen Download von der Signal‑Website, was Nutzern den Bezug der Anwendung erleichtern sollte.
Signal reiht sich damit in eine wachsende Liste bekannter Anwendungen ein, die inzwischen offiziell über den Store verfügbar sind. Für Nutzer bedeutet das einen direkten Installationsweg ohne Setup-Datei, automatische Update-Verwaltung und der benutzerfreundliche Bezug über eine vertrauenswürdige Quelle. Bei der App handelt es sich weiterhin um die gute alte, klassische Win32-Anwendung, welche jedoch immerhin im Gegensatz zu WhatsApp nicht auf Web-Technologien basiert und somit immerhin native Plattform-Features benutzt.
Signal ist bekannt als hochsicherer Messenger, welcher eine vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung benutzt, ein Open Source-Protokoll benutzt und keinerlei Daten sammelt. Die Windows-App bietet Zugriff auf die Nachrichten vom Smartphone, Stories und Gruppen mit bis zu 1000 Personen. Die PC-Version funktioniert auf Windows 10 und Windows 11, bietet allerdings noch keine native ARM-Version.
Schon jetzt nutzen viele Xbox-Nutzer die Möglichkeit der Konsole, über den Dev-Mode eigene UWP-Apps zu sideloaden. Die beliebtesten Anwendungen sind hier natürlich jene, die es standardmäßig nicht im Microsoft Store zu holen gibt, sprich inoffizielle Emulatoren. Schon jetzt können auf Microsofts Konsolen dadurch Spiele für GameCube, Wii, PlayStation 1 und PSP emuliert werden.
Der nächste Schritt für die Entwicklercommunity scheint nun beschlossen worden zu sein. In einer aktuellen Community-Umfrage des Xbox Emulation Hub‑Discords wurde entschieden, welcher Emulator als Nächstes auf die Xbox portiert werden soll. Ryujinx setzte sich bei den Nutzern dabei klar durch. Laut den Entwicklern laufen bereits erste Arbeiten an einer UWP‑Version, auch wenn es noch keine Veröffentlichung oder einen Zeitplan gibt. Parallel wurde sogar ein Nintendo‑3DS‑Emulator angekündigt.
Rechtliche Lage: Emulation ist erlaubt – aber mit Grenzen
Wie so oft bei Emulator‑Projekten stellt sich die Frage nach der Legalität. Die Entwickler betonen, dass Emulation an sich nicht illegal ist. Probleme entstehen erst, wenn urheberrechtlich geschützte Dateien wie BIOS‑Dumps oder Spiele‑ROMs verbreitet oder Emulatoren hinter Paywalls versteckt werden. Gerade Nintendo ist in der Vergangenheit mehrfach juristisch gegen solche Fälle vorgegangen. Nutzer müssten ihre Spiele und Firmware also selbst und legal dumpen, um Ryujinx auf der Xbox nutzen zu können.
Die Motivation der Entwickler scheint allerdings ohnehin nicht an eine breite Veröffentlichung oder gar eine Gewinnerzielungsabsicht geknüpft zu sein, sondern vielmehr an die technische Herausforderung: Kann ein moderner, performanter Switch-Emulator wirklich auf der alten, mittlerweile kaum gepflegten UWP-Plattform portiert und somit auf der Xbox Series X|S zum Laufen gebracht werden? Von der Überwältigung dieser technischen Hürden wird der Erfolg des Projekts abhängen.
Würdet ihr einen Switch-Emulator auf eurer Xbox-Konsole nutzen?
Microsoft hat letzte Woche die Windows 11 Build 26120.2415 für Windows Insider im Dev-Channel und damit auch direkt eine kaputte Implementierung von Windows Recall ausgerollt. Es markiert einen erneut sehr unglücklichen Start der Funktion, welche für ausgewählte Insider mit kompatiblen Copilot PCs auf ARM-Basis verfügbar sein hätte sollen. Microsoft erwartete sich natürlich Feedback zu jener Funktion, die vor einem halben Jahr als wichtigstes Verkaufsargument für die Copilot PCs angekündigt und bis heute nie wirklich funktional ausgerollt wurde.
Feedback zu Windows Recall dürfte Microsoft von den wenigen Testern, die den Sprung auf einen ARM-PC gewagt haben, in einer sehr großen Menge erhalten haben: Windows Recall ist nämlich auch nach der großen Überarbeitung weiterhin nicht einsatzbereit, zumindest nicht für sehr viele Windows Insider: Während nämlich im Hintergrund scheinbar brav Snapshots erstellt werden, kann Recall diese aktuell nicht darstellen, analyisieren und somit durchsuchen. Ein schwerwiegender Bug scheint sich in die finale Insider-Implementierung eingeschlichen zu haben und die Funktion ist somit aktuell nicht verwendbar. Die Zeitleiste zeigt keine vorherigen Snapshots an und auch nach mehreren Tagen der Benutzung des PCs und mehreren hundert Megabyte an gespeicherten Snapshots wird weiterhin nur die Start-Animation von Recall angezeigt.
Wir hätten ansonsten wohl bereits auf unserem YouTube-Channel einen ausführlichen Blick darauf geworfen, werden uns dafür allerdings wohl bis zu einem Bugfix gedulden müssen. Microsoft hatte bekanntlich Windows Recall vollständig umgebaut, nachdem die ursprünglich katastrophale Implementierung von Medien und Nutzern scharf kritisiert wurde. Nun ist Recall ein Opt-In bei der Einrichtung, die Daten sind verschlüsselt und bei jeder Benutzung ist ein Windows Hello-Login notwendig.
Wo sind eigentlich die ganzen interessanten Surface-Klone hin? Aktuelle Geräte mit diesem Formfaktor kann man praktisch an einer Hand abzählen, weil Microsoft mit seinem Surface Pro und Surface Go den Markt dominiert. Es gibt praktisch keinen Platz für andere Marken, sich durchzusetzen, insbesondere als Windows-Geräte. Zudem ja auch die Produktion der Geräte selbst für die Hersteller alles andere als günstig sind und die Erwartungsstandards von Kunden hoch, da breit gefächerte Konkurrenz aus dem Android- und iPad-Segment ebenfalls existiert.
Video Review
Design und Verarbeitung
Der chinesische Hersteller Chuwi steigt nun in einen Markt ein, der vorrangig von Microsofts Surface Go 4 dominiert wird. Mit dem Chuwi Hi10 Max siedelt sich der Hersteller aber weit unterhalb jener Preisbereiche an, wo Microsoft sein günstigeres Surface Go verkauft. Das Tablet mit Stift und Tastatur im Lieferumfang kostet neu weniger als 400€. Dafür bekommen KUnden aber einiges geboten: Es ist ein 13-Zoll-Tablet mit einem Rahmen aus einer Magnesium-Alu-Legierung und einer Rückseite aus Plastik, wobei das Tablet selbst einen durchaus hochwertigen Eindruck hinterlässt. Anfassen muss man diese Rückseite allerdings ohnehin nicht: Es gibt nämlich keinen integrierten Kickstand am Chuwi Hi10Max, sondern eine magnetisch anheftende Abdeckung aus Fake-Leder. Diese dient zugleich als Kickstand, klappt allerdings von oben runter. Das Material hat eine schöne Leder-Optik und eine angenehme Haptik, die auch durchaus wertig erscheint. Das Faux-Leder setzt sich auf der Handballenablage, wobei die Rückseite des Tastatur-Covers mit einem Mikrofaser-ähnlichen Material abgedeckt wird. Minderwertig erscheint es im Vergleich zu einem Surface Go auch auf den zweiten Blick nicht. Einige Kompromisse werden aber bei den Details gemacht.
Tastatur und Touchpad
Dazu gehört etwas auch das Tastatur-Cover des Hi10 Max. Zuerst aber zum Positiven: Es hat eine grundsolide verarbeitete Chiclet-Tastatur mit einem angenehmen Druckpunkt und ausreichendem Feedback. Die Tastatur ist in drei Helligkeitsstufen hintergrundbeleuchtet und hat ein englisches ANSI-Layout, wobei die Umlaute in voller Größe benutzt werden können, aber die spitzen Klammern rechts der linken Shift-Taste fehlen. Ein deutsches Keyboard-Layout gibt es nicht.
Das Touchpad ist ebenfalls nicht einer der erwähnten Kompromisse. Es ist leichtgängig, präzise und unterstützt auch die verschiedenen Windows-Gesten sehr schnell. Probleme bei der Handballenerkennung, wie man sie von vielen China-Laptops kennt, haben wir beim Chuwi Hi10 Max nicht erlebt. Obwohl das Gerät an der Stelle des Menü-Knopfs tatsächlich eine per FN aktivierbare Taste zum Deaktivieren des Touchpads verfügt, waren unbeabsichtigte Mauseingaben während des Tippens tatsächlich kein Problem.
Als größtes, nennenswertes Problem sehe ich bei der Verarbeitung des Geräts höchstens die Magneten: Sowohl bei der Lasche zum Anheften der Tastatur an den oberen Bildschirmrand, was enorm den Schreibkomfort bei diesem Formfaktor erhöht, als auch der untere Magnet, welches Tastatur und Tablet verbindet, sind deutlich schwächer als bei Microsofts Surface Geräten.
Performance und Specs
Herzstück des Chuwi Hi10 Max ist der Intel N100-Prozessor, ein Vierkern-Prozessor, der überraschend brauchbare Leistung für dieses kleine Tablet bietet. Es kann in vieler Hinsicht durchaus mit dem Surface Pro X von Microsoft konkurrieren, liefert es diese Leistung doch auch vergleichsweise effizient ab. In Kombination mit aktiver Kühlung und 12 GB Arbeitsspeicher erreicht das Tablet eine Leistung, die mit älteren High-End Laptop-CPUs vergleichbar ist. Es ist schneller und effizienter als ein Intel i3-10100Y im teuersten Surface Go 3-Modell und kann in einigen Benchmarks sogar den Intel N200 im Surface Go 4 schlagen.
Display und Stift
Vorne dran hat das Chuwi tatsächlich etwas Surface-Hardware verbaut und zwar ein 12,96-Zoll-IPS-Panel mit 2880 x 1920 Auflösung, das Helligkeiten von etwa 350 Nits erreicht und sogar 4097 Druckstufen dank des optionalen H7 Styls unterstützt. Es bietet eine hervorragende Displayqualität für den Preis, was auch nicht verwunderlich ist, denn das gleiche Panel steckt auch im Surface Pro 8 sowie im Surface Pro X. Kleinere Unterschiede zwischen den Panels merkt man bei der Kalibrierung, Homogenität und maximalen Helligkeiten.
Das Chuwi Hi10 Max hat ein 13 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2880 x 1920, das identisch mit dem Panel im Surface Pro X ist. Es unterstützt 4096 Druckstufen mit dem H7 Stylus und bietet eine hervorragende Displayqualität für den Preis. Das Display ist ein echtes Highlight des Geräts und bietet eine sehr ähnliche Qualität wie die teureren Surface-Modelle. Vermutlich dürften die Panels entweder aus einer Restekiste von Microsoft verwertet worden sein oder es handelt sich womöglich um aussortierte Displays aus der Surface-Produktion, sofern Microsoft tatsächlich derart hohe Anforderungen hatte. Diese Displays sind fast ununterscheidbar, selbst mit entsprechendem Messwerkzeug.
Akkulaufzeit
Das Chuwi Hi10 Max hat eine Akkukapazität von 36 WH, die in der Praxis etwas höher ist und die Spezifikation des Surface Pro X erfüllt. Das Tablet erreicht damit Laufzeiten zwischen 4 und 6 Stunden im Alltagsbetrieb, abhängig von Helligkeiten und Last.
Sound und Webcam
Die Kameras des Chuwi Hi10 Max sind für den Preisbereich überdurchschnittlich, was allerdings angesichts des Preises nicht viel bedeutet: Die Frontkamera hat eine Auflösung von 5 Megapixeln und die Rückkamera 8 Megapixel mit Autofokus. Die Kameras sind ausreichend gut für Meetings und Videotelefonate, auch wenn sie nicht die gleiche Qualität wie die Kameras im Surface bieten. Es sind zweifellos nicht die Surface-Kameras und das merkt man auch.
Fazit
Das Chuwi Hi10 Max ist ein preiswertes Tablet, das mit Android-Tablets konkurriert und mit seiner Windows-Konkurrenz den Boden aufwischt. Es kostet die Hälfte eines Surface Go 4, bietet aber eine bessere Leistung, ein größeres und besseres Display, einen größeren Akku und mehr Speicherplatz. Es ist ein fantastisches Gerät für den Preis und zeigt, dass hochwertige Komponenten auch in günstigen Geräten zu finden sind.
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