Microsoft muss 242 Millionen US-Dollar zahlen wegen Cortana-Patentverletzung

Es scheint, als würde der digitale Geist von Cortana Microsoft weiterhin heimsuchen. Die einst als Revolution der digitalen Assistenten gefeierte, aber von den Nutzern wenig geliebte Assistentin, hat für Microsoft ein kostspieliges, juristische Nachspiel. In einem kürzlich abgeschlossenen Gerichtsverfahren wurde Microsoft zu einer Zahlung von 242 Millionen US-Dollar verurteilt. Der Grund: eine Patentverletzung im Zusammenhang mit der Spracherkennungstechnologie von Cortana.

Der Rechtsstreit, welcher ein Jahr vor Ablauf des Patents von IPA Technologies gegen Microsoft angestrengt wurde, drehte sich ursprünglich um sechs Patente, die im Jahr 1999 erteilt wurden und später an andere Unternehmen abgegeben wurden. Unter anderem wurden diese bei der Entwicklung von Siri verwendet. 5 von diesen Patenten konnten schon in der Vorverhandlung von der Klage ausgeschlossen werden, aber die Verletzung eines Patents wurde schließlich doch verhandelt.

Die Jury benötigte fünf Tage, um einstimmig zu entscheiden, dass Microsoft gegen das Patent verstoßen habe. Die Summe von 242 Millionen US-Dollar deckt die Lizenzkosten für die betreffenden Technologien rückwirkend ab. Obwohl Microsoft Berufung einlegen wird, ist es ungewiss, ob diese erfolgreich sein wird. Florian Mueller, ein Experte auf dem Gebiet, merkt an, dass IPA Technologies möglicherweise eine Gegenberufung einlegen könnte, sollte Microsoft Erfolg haben. Dies könnte bedeuten, dass der Fall noch einige Jahre andauern wird.

Das strittige Patent bezieht sich auf eine Spracherkennungstechnologie aus dem Jahr 1999. Angesichts der rasanten Entwicklung der Technologie in den letzten Jahren könnte man annehmen, dass ein Patent aus dieser Zeit heute kaum noch relevant ist. Doch die Gerichte sahen das offenbar anders. Die Tatsache, dass die Klage erst 2018 eingereicht wurde, kurz bevor das Patent abgelaufen wäre, lässt einige Beobachter vermuten, dass es sich hierbei um einen Fall von Patenttrolling handeln könnte.

Entwickler bringt Windows 11 ARM auf die Nintendo Switch

Die Nintendo Switch hat sich als ein beliebtes Experimentierfeld für Entwickler etabliert, was insbesondere angesichts der strengen Abriegelung des Ökosystems seitens Nintendo noch interessanter erscheint. Nachdem bereits Android, Windows 10 und Linux auf der Nintendo Switch installiert wurden, hat nun ein Entwickler namens PatRyk (@Patrosi73) eine neue Herausforderung gemeistert: Er hat es geschafft, Windows 11 ARM auf der Nintendo Switch auszuführen.

Technische Meisterleistung mit QEMU

PatRyk verwendete QEMU, um unter Fedora eine Windows 11 ARM-VM auf der Nintendo Switch zu betreiben. Dies war jedoch kein einfaches Unterfangen: Die Installation dauerte etwa drei Stunden, und jede Aktion unter Windows 11 benötigte rund zehn Sekunden zur Ausführung, da die ohnehin schwachbrüstige Hardware längst nicht (mehr) für die Ausführung von Windows gedacht ist. Der Prozess begann mit der Installation von Fedora Linux auf der SD-Karte der Nintendo Switch mittels Switchroot, da dies die einzige Version mit integrierter KVM-Unterstützung ist. Dies ist die einzige Möglichkeit, um einigermaßen anspruchsvolle Systeme auf der Switch zu emulieren.

Herausforderungen und Leistungsgrenzen

Die Nintendo Switch verwendet einen Tegra-Prozessor, der auf dem fast ein Jahrzehnt alten Nvidia Tegra X1 basiert, was die Emulation extrem verlangsamt. PatRyk musste ein Windows 11 ARM QEMU-Skript von GitHub modifizieren, um es an die Hardware der Switch anzupassen. Trotz der Zuweisung von 4 Kernen und 3 GB RAM lief Windows 11 immer noch so langsam, dass es mehr als zwei Minuten dauerte, nur lediglich den Desktop zu laden.

Microsofts fehlende Antwort auf Handheld-Formfaktoren

Dieses Projekt zeigt die Vielseitigkeit von Windows 11, aber es unterstreicht auch, dass Microsofts Desktop-Betriebssystem immer noch nicht für Handheld-Geräte optimiert ist. Die letzte Windows-Version, die man noch als Touch-freundlich bezeichnen könnte, war Windows 8. Obwohl einige Entwickler bei Microsoft die Idee eines speziellen „Handheld“-Modus für Windows 11 erkundet haben, blieb dies lediglich ein internes Konzept. Es bleibt abzuwarten, ob Microsoft eine Antwort auf Geräte wie den Nintendo Switch finden wird, die eine optimierte Version von Windows für Handheld-PCs erfordern. Mittlerweile wächst nämlich dieses Segment auch im PC-Bereich, wo zudem die Verfügbarkeit von ARM-Prozessoren gänzlich neue Formfaktoren ermöglichen könnte.

Windows 11 Snipping Tool integriert bald Bing-Werbung

Microsoft ist ständig auf der Suche nach innovativen Wegen, um Werbung für seine Dienste in sein Windows-Betriebssystem zu integrieren. Das neueste „Opfer“ dieser Bemühungen ist das beliebte Snipping Tool, wo bald die Bing-Suche Einzug halten wird.

In einem kürzlich erschienenen Update für das Snipping Tool wurde eine neue Funktion entdeckt, die in naher Zukunft eine Integration der Bing-Suchmaschine ermöglichen soll. Diese Funktion, die sich noch in der Testphase befindet, fügt dem Kontextmenü des Programms eine Option für die „Visuelle Suche mit Bing“ hinzu. Damit können Nutzer eine umgekehrte Bildersuche direkt nach der Aufnahme eines Screenshots durchführen, ohne das Bild erst speichern und dann manuell in die Suchmaschine ihrer Wahl (meist nicht Bing) hochladen zu müssen.

Die Integration von Bing in das Snipping Tool ist ein cleverer Schachzug von Microsoft, um seine Suchmaschine stärker in den Vordergrund zu rücken und mehr Nutzer zu gewinnen. Doch hinter dieser praktischen Funktion steht ein klares Ziel: Microsoft möchte seine Suchmaschine Bing fördern. Für die Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum wird insbesondere interessant, ob man dann künftig die Standard-Suchmaschine fürs Screenshot-Tool ebenfalls bald ändern muss oder kann. Immerhin gibt es hier dank des EU DMA die Möglichkeit, Bing vollständig aus Windows 11 zu deinstallieren.

Was haltet ihr von dieser Funktion? Praktisches Feature oder dreiste Werbemaßnahme?

Dells kommende Snapdragon X-Laptops leiten die Zukunft des ARM-PCs ein

Nachdem erst kürzlich das Lenovo Yoga Slim 7 14 gesichtet wurde, sind nun auch erste, hochauflösende Bilder von Dells kommenden Snapdragon X-basierten Laptops sind durchgesickert. Die Bilder zeigen das kommende Dell XPS 13 9345 sowie das Dell Inspiron 14 7441 Plus.

Dell XPS 13 9345 – Ein Blick in die Zukunft

Schon im Vorjahr hatte Dell mit seinem XPS 13 Plus uns einen Blick gewährt auf die Zukunft der Serie. Es war ein futuristisches, kompaktes Notebook mit einem wundervollen Design, einem rahmenlosen Touchpad und einer Tastatur, welche das gesamte Deck füllte. Das Dell XPS 13 9345 setzt nun diese Linie des schlanken und modernen Designs fort. Diesmal dürfte es aber wahlweise mit Intels neuen Core Ultra-Prozessoren oder eben mit dem neuen Snapdragon X Elite von Qualcomm ausgestattet sein. Somit dürften wir einen direkten Vergleich zwischen Intel- und Qualcomm-Chips bekommen im selben Formfaktor und mit derselben Akkukapazität. Spannend wird insbesondere, welche Leistungs- und Effizienzunterschiede es zwischen den beiden Modellen geben wird.

Das Dell XPS 13 9345 wird als „AI-ready“ beworben werden, was womöglich eine neue Bezeichnung für Intel-basierte „KI-PCs“ werden könnte, die zwar die Copilot-Taste, aber nicht auch die neuen „KI-Explorer„-Funktionen bieten werden. Bekanntlich sollen nur ARM-basierte Geräte mit dem Snapdragon X Elite-SoC die hohen Anforderungen für die erweiterte KI-Funktionalität erfüllen.

Inspiron 14 7441 Plus

Das Dell Inspiron 14 7441 Plus war bereits vor einigen Wochen in Benchmarks gesichtet worden. Nun gibt es allerdings auch erste Bilder von dem Gerät, das künftig mit einem Snadragon X Elite ausgestattet sein wird. Das Gerät wird mit 16 GB RAM als Basisausstattung geliefert und bietet ein schlankeres Design mit abgerundeten Kanten und einem etwas traditionellerem Look als das hochmoderne Dell XPS 13 9345. Die Frontkamera-Anordnung scheint mehrere Sensoren zu enthalten, welche wohl für den biometrischen Login gedacht ist.

Markteinführung und Verfügbarkeit

Die neuen Geräte werden voraussichtlich zwischen August und September dieses Jahres auf den Markt kommen, passend zur Veröffentlichung des 2024 Updates für Windows 11 und dem Start des neuen Schul- und Unisemesters. Mit diesen neuen Modellen zeichnet sich ein Trend ab: Kleinere, vorbereitete Änderungen außen, dafür radikal neue Prozessoren innen und ein großer Fokus auf KI. Ob KI allein ausreicht, um viele zum Kauf eines brandneuen PCs zu bewegen, bleibt abzuwarten. Das kommende Support-Ende von Windows 10 sowie die gesteigerte Effizienz und Leistung durch ARM-Prozessoren könnten das Jahr 2024 zu einem sehr spannenden Jahr machen für die Windows-Welt.

Was erwartet Windows 11 im Jahr 2024?


Quelle: windowsreport

Windows 11 bekommt bald Widgets im Startmenü

Die Live Tiles könnten bald ein Comeback in Windows 11 feiern, allerdings in einer neuen Form: als Widgets. In der Canary Build 26212 von Windows 11 wurde eine geplante, aber noch versteckte Funktion entdeckt, die es ermöglichen soll, das Startmenü mit Widget-ähnlichen, adaptiven Karten zu erweitern.

Neue „Start Menu Companions“

Diese neuen „Start Menu Companions“ sind Apps, die adaptive Karten neben dem Startmenü anzeigen können. Diese Karten docken sich an der rechten oder linken Seite des Startmenüs an und zeigen relevante Informationen aus den jeweiligen Anwendungen an. Microsoft arbeitet bereits an den Schnittstellen, um auch App-Entwicklern den Zugriff darauf zu gewähren.

Nutzer werden die Möglichkeit haben, diese Companions über die Einstellungen unter Personalisierung und dann Start zu konfigurieren. Dies gibt Nutzern die Kontrolle darüber, was sie neben dem Startmenü sehen möchten.

Praktische Funktion oder neue Werbeplattform?

Microsoft hat in den letzten Jahren immer mehr Funktionen in Windows 11 hinzugefügt, allein zu dem Zweck, um noch mehr Werbung an den Nutzer ausliefern zu können. Die Widgets in Windows 11 dienen fast ausschließlich dem Zweck, Microsofts MSN-Clickbait-„News“ an seine Nutzer zu verteilen. Dem hat die EU kürzlich einen Riegel vorgeschoben mit dem DMA, welcher für Nutzer im europäischen Wirtschaftsraum eine Entfernung der Bing-Suche aus dem Startmenü sowie des Microsoft-Start-Feeds aus den Widgets ermöglicht. In Anbetracht dieser neuen „Start Menu Companions“ stellt sich die Frage, ob diese nicht ebenfalls Lediglich zu Implementierung von weiterer Werbung dienen werden, wie das mittlerweile mit dem „Empfohlen“-Bereich im Startmenü geschehen ist.

Funktion vor offizieller Ankündigung

Microsoft hat diese neuen Widgets für das Startmenü noch nicht offiziell angekündigt und in Insider-Changelogs auch nicht dokumentiert. Grund dafür dürfte die bevorstehende Build 2024-Entwicklerkonferenz sein, welche ab dem 21. Mai stattfinden wird. Dort könnte Microsoft diese und weitere, geplante Neuerungen für das Windows 11 24H2 Updates vorstellen, einschließlich des neuen KI Explorers.


Quelle: Albacore auf Twitter

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