Shelly Gen 4: Custom-Firmware bringt Unterstützung für Matter over Thread

Im vergangenen Jahr hat Shelly die vierte Generation für seine Smart-Home-Komponenten vorgestellt und auch eingeläutet. Mit dem neuen und leistungsstärkeren Chipsatz hat man erstmals neben WLAN und Bluetooth auch Zigbee als Funkstandard unterstützt und den Geräten eine Matter-Zertifizierung (Matter over Wi-Fi) spendiert.

Shelly setzt bei Gen 4 mit dem ESP32-C6 auf einen Chipsatz, der es erlaubt, nicht nur per Zigbee-Funkstandard, sondern auch per Thread zu kommunizieren. Bislang machte Shelly aber keinerlei Anstalten Thread (bzw. Matter over Thread) für die Gen-4-Komponenten bereitzustellen, wenngleich viele (mich eingeschlossen) das gerne sehen würden. Auch stellt man das nicht als künftiges Update in Aussicht. WAGO etwa bietet seine Unterputz-Module wahlweise Matter over Thread oder auch Matter over WiFi im Portfolio.

Hinsichtlich Thread und Shelly tut sich nun doch etwas, wenngleich anders als gedacht. Was technisch möglich ist, lässt ein Entwickler nun tatsächlich wahr werden. Er hat mit einer Open-Source-Firmware tatsächlich Matter over Thread für den Shelly 1 Gen 4 entwickelt, sprich das klassische Relais für Beleuchtung und Co. Der Betrieb per Thread erlaubt, neben diversen anderen Vorteilen, auch einen stromsparenden Betrieb.

Der derzeitige Custom-Firmware-Stand (v1.0.0) erlaubt es, den Shelly-Aktor per Matter (over Thread), etwa aus Home Assistant oder Apple Home (per Multi-Admin-Feature auch in mehreren Systemen gleichzeitig) anzusprechen und jenen als Matter-Gerätetyp „Licht“ ein- und auszuschalten. Die Firmware selbst ist nicht durch die CSA bzw. die Thread Group Matter- oder Thread-zertifiziert, sondern setzt auf das Matter SDK von Espressif auf. Entsprechend gibt es im Zuge der Einrichtung eine Warnung beim Hinzufügen des Geräts.

Die Prozedur zum Flashen wird im hier verlinkten Github-Read-Me beschrieben. Der Entwickler versichert, dass man jederzeit wieder zur Original-Firmware zurückgehen kann, sprich das Ganze rückgängig machen kann. Diverse Thread-Border-Router habe man allerdings erfolgreich erprobt.

Künftig sollen auch weitere Switch-Varianten mit kurzzeitigem Relaisimpuls zur Verfügung stehen. Damit könnte man den Aktor dann auch für Garagentoröffner, Türklingeln und Co. verwenden. Der Gerätetyp einer Firmware ist immer fixiert und kann nicht nachträglich im Smart-Home-System angepasst werden. Auf der Roadmap steht zudem die Funktionalität für OTA-Updates. Derzeit funktioniert das wie gesagt nur für den Shelly 1 Gen 4, Firmware für weitere Gen4-Aktoren dürften aber folgen und befinden sich zur Abstimmung der Priorisierung ebenfalls auf der Roadmap.

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Matter und OpenADR arbeiten zum Last- und Energiemanagement zusammen

Die Connectivity Standard Alliance (kurz: CSA) und die OpenADR Alliance machen gemeinsame Sachen. Die CSA steht unter anderem hinter dem Smart-Home-Überstandard Matter, bei OpenADR handelt es sich um einen Smart-Grid-Standard, genauer: ein Kommunikationsmodell für Energieversorger und Netzbetreiber. Bereits Matter 1.3 ist mit Funktionen zum Energiemanagement ausgestattet, Matter 1.5 hat die Unterstützung für Smart Meters erweitert und erlaubt zudem die Verarbeitung von Daten der Netz- und Energiebetreiber. Da liegt eine Symbiose der beiden Standards durchaus nahe.

Die bekannt gegebene Partnerschaft soll die Lücke zwischen Smart Home und dem Lastenmanagement durch den Energieversorger schließen. Hierdurch will man die Einführung netzgebundener Energiemanagementlösungen für Privathaushalte beschleunigen. Während Matter die Kommunikation innerhalb des Hauses zwischen den Geräten (beispielsweise E-Ladestation oder Wärmepumpe) und dem Energie-Gatway regelt, dient das OpenADR-3-Protokoll zur Kommunikation zwischen dem Gateway und den Energieversorgern sowie den Netzbetreibern. Durch die Kombination beider Protokolle ist also ein durchgängiger Weg vom Stromnetz zum einzelnen Gerät gegeben.

Gerätschaften können dadurch auf Netzsignale direkt reagieren. Verbraucher profitieren beispielsweise von niedrigen, dynamischen Strompreisen, während der Energieversorger einen skalierbaren Mechanismus für das Lastmanagement erhält. Durch Anreize wird der Stromverbrauch reduziert oder gar verlagert.

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Home Pilot: Erweiterte Matter-Funktionalität & neue Funktionen per Update

Rademacher stellt mit Version 1.3.11 ein neues Update für den Home Pilot bereit. Seit dem vergangenen Jahr bietet man eine Unterstützung für den Überstandard Matter und erlaubt damit auch die Nutzung der Home-Pilot-Geräte über Apple Home, Google Home, Amazon Alexa oder Samsung SmartThings.

Mit dem jüngsten Update erweitert man die Matter-Bridge-Funktionalität jetzt auch um die Kategorie Heizung. Sprich: Fortan reicht der Home Pilot auch Thermostate an Apple Home & Co zur Steuerung durch.

Verfügbar ist inzwischen der smarte Gurtwickler mit Matter over Thread. Die Aufputzvariante zum Nachrüsten eignet sich für 23 oder 15 mm breite Gurtbänder und schlägt mit 149,90 Euro zu Buche.

Neben dem Betrieb des Gurtwicklers per Thread an einem Thread Border Router, also ohne Home Pilot, kann der Gurtwickler durch das Update (vermutlich per proprietärem DuoFern-Funksystem) auch mit dem Home Pilot kommunizieren. Dieser kann den Universal Gurtwickler dann per Matter Bridge an weitere Smart-Home-Ökosysteme übergeben.

Außerdem neu unterstützt wird die Hue Bridge Pro, um Hue-Leuchtmittel über die Home-Pilot-App anzusteuern.

Zudem erweitert man die Routinen um eine Oder-Verknüpfung. Routinen können jetzt bis zu fünf Ereignisse enthalten. So lassen sich z. B. mit einer Routine alle Rollläden gleichzeitig über Zeit, Fernbedienung oder Wandtaster steuern.

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Schüco: Unsichtbarer Tür- und Fenstersensor setzt auf Matter over Thread

Bildnachweis: Schüco International KG

Mit Schüco betritt ein weiterer Hersteller die Matter-Welt. Vorgestellt hat der Hersteller für Fenster, Türen sowie Fassaden einen Sensor zum Nachrüsten von Fenstern und Türen. Der Sensor lässt sich in gängigen (Kunststoff-) Fenstern mit Eurobeschlag (ggf. mit Adapter) im Rahmen verdeckt einbauen oder nachrüsten. Im geschlossenen Zustand ist er damit gänzlich unsichtbar und meldet den Zustand des Fensters, sprich „offen“ oder „geschlossen“ ans smarte Zuhause.

Schüco setzt bei seinem Sensor auf das Thread-Protokoll. Per Matter lässt er sich an gängige Thread-Border-Router anbinden und somit auch plattformübergreifend in diversen Smart-Home-Systemen anbinden. Dort lässt er sich dann für entsprechende Automationen, etwa die Regulierung einer Heizung oder Push-Benachrichtigungen zum Öffnungsstatus, einsetzen.

Bildnachweis: Schüco International KG

Der Sensor setzt auf einen magnetischen Kontakt in der Eckumlenkung oder der Riegelstange, um den Zustand des Fensters zu ermitteln. Die Stromversorgung erfolgt über zwei AAA-Batterien. Zudem verbaut Schüco einen Beschleunigungssensor und eine lokale, akustische Alarmfunktion. Registriert der Sensor einen mechanischen Einbruch, dann ertönt als Abschreckungsmaßnahme ein lauter Signalton.

Der kompakte Schüco Funksensor, der vollständig in Deutschland entwickelt und produziert wird, fügt sich optisch unscheinbar in Fenster und Türen ein – ob werkseitig eingebaut oder nachgerüstet. Dabei kann er in alle Schüco Fenster mit VarioTec Advanced Beschlag sowie – mithilfe eines mitgelieferten Zapfenadapters – in gängige Fenster mit Eurobeschlag installiert werden.

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Aqara G100: Matter-Update in Aussicht

Aqara hat mit dem Matter Camera Hub G350 (hier unser Testbericht) erst vergangene Woche eine erste Überwachungskamera mit Matter 1.5 und der darin verankerten Kamera-Unterstützung vorgestellt. Zum Matter-Kamera-Portfolio könnte bald eine weitere, bereits bekannte Kamera stoßen: die Aqara G100, die man im vergangenen Jahr auf den Markt brachte. Preislich fällt diese mit einem Kostenpunkt von unter 40 Euro zudem recht günstig aus.

Im Zuge eines aktuellen Community-Aufrufs sucht man Kandidaten, die am neuen Matter-Testprogramm für die G100-Überwachungskamera teilnehmen. Bereits Mitte des kommenden Monats soll es da mit den Beta-Tests losgehen. Derzeit kann man sich noch bewerben, es bedarf aber im Rahmen des Testprogramms neben der Kamera auch noch eines Aqara Hub M3 sowie eines SmartThings Hub. Letztgenanntes Kriterium erschließt sich dadurch, dass das Samsung SmartThings-Ökosystem das derzeit einzige mit Matter 1.5 und somit der Unterstützung für Matter-Kameras ist.

Die Chancen stehen also gut, dass auch in naher Zukunft eine Firmware-Version mit Matter-Unterstützung für die kostengünstige Aqara G100 für Bestandskunden verteilt wird. Aufgrund der derzeitig niedrigen Verbreitung dürften es sicherlich die wenigsten eilig mit einem solchen Update haben. Dass Aqara die Matter-Unterstützung für die Kamera bringt, dürfte aber die langfristige Verzahnung mit diversen Ökosystemen sichern. Derzeit unterstützt die G100 neben HomeKit Secure Video unter anderem Google Home sowie Alexa.

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