
Wer einen neuen Internetanschluss bucht, steht vielleicht vor der Frage, ob der Router direkt beim Anbieter gemietet oder selbst angeschafft werden soll. Die Bequemlichkeit der Mietmodelle lassen sich die Provider allerdings ordentlich bezahlen. Eine aktuelle Analyse von Verivox zeigt, dass die monatlichen Internetkosten durch ein Mietgerät um bis zu 28 Prozent steigen können. Gerade bei langen Vertragslaufzeiten wird das schnell zum Minusgeschäft für den Kunden.
Die Preisspanne bei den Providern ist beachtlich. Während einfache Standardgeräte für 3,99 Euro im Monat zu haben sind, rufen Anbieter für aktuelle High-End-Modelle bis zu 12,99 Euro auf. Bei einem Durchschnittstarif mit 150 Mbit/s für 45,95 Euro sorgt ein teurer Miet-Router für einen massiven Aufschlag. Selbst bei günstigen Mietoptionen liegt der Preisaufschlag oft noch bei neun Prozent. Dabei variieren die Preise für identische Hardware teils stark, je nach Anbieter oder laufenden Aktionen.
Ein Blick auf die Anschaffungskosten soll zeigen, dass sich der Kauf oft schneller rechnet als gedacht. Aktuelle Router kosten im Handel zwischen 140 Euro und 300 Euro. Im Schnitt ist der Kaufpreis nach etwa 28 Monaten durch die gesparten Mietzahlungen wieder drin. In manchen Fällen liegt der Break-even-Point sogar schon nach 15 oder 20 Monaten. Wer danach noch im selben Vertrag bleibt, zahlt beim Mietmodell drauf.
Die Miete hat zwar den Vorteil, dass defekte Hardware vom Provider ersetzt wird und keine hohen Initialkosten anfallen, doch der Kauf bietet langfristige Ersparnisse und volle Kontrolle über die Konfiguration. Ich habe in meinem Leben übrigens noch nie einen Router gemietet. Falls wer von euch einen Miet-Router hat: Was waren eure Beweggründe?
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