Reolink Video Doorbell 2 im Test: KI, lokaler Speicher, kein Abo

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Seit Ewigkeiten dümpelt an unserer Haustür eine Video-Türklingel von Arlo herum, die mir mittlerweile zugegebenermaßen gehörig auf den Senkel geht. Warum? Alle paar Tage meldet die App mein Konto wieder ab, wenn es klingelt, wird mir kein Video übertragen und sollte es dann doch mal klappen, dann kann ich zwar Ton hören – die Videoübertragung wird aber von einer Vollbild-Werbung überdeckt. Mit kostspieligem Abo wäre das sicherlich alles kein Problem mehr, aber genau das will ich ja vermeiden.

Reolink hat mir nun aber seine neue Video Doorbell der 2. Generation (off. Marktstart 20. Juli) zukommen lassen, anschließbar über die Niederspannung der alten Haustür oder aber rein per Akku nutzbar. Wird per USB-C geladen und soll dann bis zu 10 Monate durchhalten. Letzteres konnte ich in meinem Test jedoch nicht überprüfen, da ich die Klingel verdrahtet habe. Man sollte wohl aber davon ausgehen, dass es sich auch hierbei wieder um Werte unter „Idealbedingungen“ handeln dürfte. Harte Winter und besonders viele Zugriffe auf den Videofeed von unterwegs aus dürften den Akku dann auch einigermaßen schnell leeren.

Thaddäus hat zur Montage vielleicht auch noch etwas anzumerken…

Sowohl die Montage, aber eben auch der Aufbau der Klingel selbst dürften niemanden mehr überraschen – das Gerät ähnelt den gängigen Modellen und selbst meiner alten Arlo-Klingel einfach enorm. Auf der Rückseite befinden sich neben USB-Ladeanschluss und microSD-Einschub (zum lokalen Sichern von Videoaufnahmen) auch die beiden Pole zum Anschließen der Niederspannung.

Ganz wichtig: Ein Abo muss für die Klingel niemand abschließen, sämtliche Funktionen sind auch hier wieder für alle Nutzer frei verfügbar. Die Sicherung kann wie erwähnt via microSD erfolgen, optional über einen Reolink-Hub im Netzwerk mit eigenem Speicher, auf Umwegen auch auf dem eigenen NAS daheim. Ist aber für mich bei Reolink ein enorm wichtiger Faktor, den ich auch gern heranziehe, wenn ich privat Empfehlungen für entsprechende Geräte ausspreche.

Die Einrichtung erfolgt über die zugehörige App Schritt für Schritt und erfordert keinerlei Vorkenntnisse. Ein Zusatzschritt ist dann lediglich das Einbinden eines optionalen Chimes, also einer zusätzlichen Klingel, die man sich irgendwo im Haus im selben WLAN an die Steckdose klemmt. Ebenfalls ist es möglich – dazu muss man die Doorbell dann aber auch von Anfang an in Kombination mit dem Hub einrichten – den Lautsprecher des Hubs als weitere Türklingel zu verwenden.

Die Klingel reagiert beim Auslösen innerhalb von maximal einer Sekunde am Chime, die App meldet sich nach spätestens 2 bis 3 Sekunden mit einer entsprechenden Meldung und dem Live-Videobild – auch im mobilen Netz. Man kann dann wie gehabt einfach den Anruf annehmen und mit seinem Gegenüber sprechen oder aber ihr spielt eine der zahlreichen vorgefertigten Standardantworten ab. Beispielsweise, dass der Bote das Paket gern an der Haustür abstellen kann, wenn man gerade mal nicht sofort an die Tür kann, etc. Ihr könnt aber auch eine der Nachrichten auswählen (optional eine eigene aufnehmen), die dann automatisch nach einer kurzen Zeitspanne abgespielt wird, falls man mal nicht selbst reagieren kann.

Hinzu kommen Funktionen wie eine Bewegungserkennung oder aber auch die KI-Erkennung von Paketen. Jene Mitteilung erreicht euch dann schon am Handy, noch bevor die Haustür überhaupt klingelt. Das klappte hier bislang erstaunlich gut. Sobald ein Paket auch nur ansatzweise durch das Videobild geführt wird, erkennt dies die KI und meldet entsprechend.

Ich kann nach derzeitigem Stand wirklich nichts anderes an der Klingel aussetzen, als dass diese sich nicht mit Umlauten benamen lässt. Sprich „Haustür“ ist aktuell nicht möglich, das Ding muss „Haustuer“ heißen. Wird sich aber vermutlich noch mit einem der nächsten Updates ändern. Da glänzte Reolink in den vergangenen Jahren absolut mit regelmäßigen Aktualisierungen und Verbesserungen.

Die zweite Generation der Video Doorbell ist also ein absolut empfehlenswertes Upgrade mit kostenloser Speicheroption, starken Features und KI-Erkennung von Tieren, Personen und Paketen – alles optional auswählbar. Im Grunde bekommen Reolink-Nutzer hier dasselbe Erlebnis wie mit den Kameras des Unternehmens, nur eben mit Video-Türklingel-Funktion obendrauf. Die Video Doorbell (2. Gen.) wird zum geplanten Marktstart am 20. Juli bei einer UVP von 139,99 Euro liegen.

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