
Wer unter Windows unterwegs ist, kommt an Notepad kaum vorbei. Der Editor ist dort seit Jahren Standard für viele, die mehr als nur einfache Notizen schreiben wollen. Gibt es nun auch bekanntlich als Fork für den Mac. Das Projekt, das ursprünglich als Notepad für Mac startete, firmiert ab sofort unter dem Namen Nextpad . Grund für die Umbenennung waren markenrechtliche Bedenken des Original-Entwicklers Don Ho. Nextpad ist eine unabhängige Community-Portierung und steht in keiner direkten Verbindung zum offiziellen Windows-Projekt. Über das Drama hatte ich ja berichtet.
Der Editor wurde komplett in Objective-C geschrieben und nutzt die Scintilla-Engine, kommt aber ohne Wine, Emulationsschichten oder Porting Kits aus. Es handelt sich um eine echte native App, die sowohl auf Intel-Prozessoren als auch auf Apple Silicon von M1 bis M5 läuft. Da es als Universal Binary vorliegt, startet das Programm flott und schont die Ressourcen des Rechners. Das Design orientiert sich an macOS, unterstützt den Dunkelmodus sowie native Symbolleisten und Dateidialoge.

Funktional müssen Nutzer kaum Abstriche machen. Syntaxhervorhebung für über 80 Sprachen ist ebenso an Bord wie die Suche mit regulären Ausdrücken, Makroaufzeichnungen und die Bearbeitung in der geteilten Ansicht. Auch ein Plugin-System ist integriert. Der Entwickler Andrey Letov und die Community arbeiten daran, bekannte Erweiterungen der Windows-Version nach und nach für macOS umzusetzen. Der Editor unterstützt 137 Sprachen und bietet weitreichende Möglichkeiten zur Anpassung der Farbthemen.
Datenschutzfreunde dürfte freuen, dass Nextpad keinerlei Telemetrie, Werbung oder Analysetools enthält. Der Quellcode ist vollständig auf GitHub einsehbar, da das Projekt unter der GPL lizenziert ist. Wer den Editor ausprobieren möchte, kann sich den 15. Mai 2026 im Kalender markieren, dann soll der Download bereitstehen. Aktuell ist die Version 1.0.2 vom 14. April 2026 für Systeme ab macOS 11 verfügbar.
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