Midea PortaSplit: Wie ihr mit iECO Strom spart

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Wer bei hochsommerlichen Temperaturen auf eine Midea PortaSplit setzt, um die eigene Bude abzukühlen, schaut im Alltag natürlich auch auf den Stromverbrauch. Ein Blick auf die Sparmodi des mobilen Split-Klimageräts lohnt sich dabei besonders, denn hier gibt es einen Unterschied zwischen zwei Modi, die leicht zu verwechseln sind. Entwickler Frank Seidel hat das Ganze mal unter die Lupe genommen und für Smart-Home-Liebhaber angepasst.

Die Anlage verfügt über einen normalen ECO-Modus, der direkt über die Taste am Gerät aktiviert wird und die Temperatur starr auf 24 Grad festlegt. Daneben existiert allerdings der iECO-Modus, der ausschließlich über die App erreichbar ist. Dieser hält eure eingestellte Wunschtemperatur und regelt den Verdichter adaptiv herunter, was laut Midea bis zu 60 Prozent Strom sparen kann. Messungen im Dauerbetrieb zeigen hier schnell einen Unterschied von mehreren Kilowattstunden pro Tag. Das Problem an der Sache: Der iECO-Modus schaltet sich laut Franks Aussagen nach rund acht Stunden automatisch wieder ab und bleibt auch nach jedem Aus- und Einschalten der Anlage deaktiviert. Das Gerät gibt darüber am Gehäuse keinerlei Rückmeldung, weshalb viele Nutzer unbemerkt im stromhungrigeren Normalbetrieb kühlen, so Frank in seiner Mail an uns.

Hier setzt das kostenlose Open-Source-Skript midea-ieco an. Das kleine Tool läuft als lokaler Dienst oder Cronjob im Hintergrund auf einem Raspberry Pi, Synology- oder Ugreen-NAS, Server oder Mac. Es prüft regelmäßig den Status der PortaSplit und hält den iECO-Modus dauerhaft aktiv, ohne eine bewusst ausgeschaltete Klimaanlage von selbst einzuschalten. Über einen Siri-Kurzbefehl lässt sich das Ganze auf Wunsch auch direkt vom iPhone steuern.

Spannend ist das Tool vor allem auch mit Blick auf die aktuelle Schnittstellen-Politik des Herstellers Midea. Dieser schaltet angeblich derzeit schrittweise die Cloud-APIs ab, über die Drittanbieter-Tools ihre Zugangs-Token beziehen. Die Abfragen über Meiju und MSmartHome liefern bei ersten Konten bereits Fehlercodes. Das Skript midea-ieco holt sich die benötigten Geräte-Tokens lokal und arbeitet nach der Ersteinrichtung zu 100 Prozent lokal im eigenen Heimnetz. Wer das Tool jetzt einmalig einrichtet, solange die Registrierung noch klappt, kann die PortaSplit künftig vermutlich komplett ohne Cloud-Zwang und bei gesperrtem Internetzugang dauerhaft im sparsamen iECO-Modus betreiben.

Die Projektseite, passend zu unserer Umfrage des Monats in der Sidebar, findet ihr hier.

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