Ein Jahr ePA für alle: Wo Deutschland bei der elektronischen Patientenakte steht

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Seit gut einem Jahr läuft in Deutschland der Regelbetrieb für die elektronische Patientenakte, kurz ePA. Zeit für einen nüchternen Blick auf Zahlen und Nutzen, jenseits von Hochglanzfolien. Laut gematik liegen inzwischen mehr als 100 Millionen medizinische Dokumente in den Akten: Befunde, Laborberichte, Arztbriefe. In der Praxis ist das längst kein Pilotprojekt mehr, sondern Alltag. Pro Woche werden im Schnitt über 21 Millionen Medikationslisten aus der ePA abgerufen, und das quer durch die Versorgung.

In vielen Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Apotheken gehört der Blick in die ePA inzwischen zur Routine. In Krankenhäusern läuft die Umstellung zäher, was an der komplexeren IT-Landschaft und verschachtelten Prozessen liegen soll. Trotzdem zieht die Nutzung an: Anfang Oktober 2025 kamen aus Kliniken noch grob 2.000 Dokumente pro Woche, mittlerweile sind es über 90.000 wöchentlich. Von Vollabdeckung ist das noch entfernt, aber man sieht klar, in welche Richtung es geht. Für Versicherte ist die ePA über die jeweilige Kassen-App erreichbar, gesteuert wird das Ganze über die GesundheitsID. Rund 5,1 Millionen dieser IDs sind aktuell registriert.

Die gematik spricht von der ePA als Herzstück einer modernen Versorgung und baut das System schrittweise aus. Für dieses Jahr stehen weitere Funktionen an, die das Ganze reibungsloser machen sollen: Der digital gestützte Medikationsplan soll strukturierte Dosierangaben enthalten, damit zum Beispiel die Einnahmezeiten klarer abgebildet sind. Eine Volltextsuche in den Dokumenten sowie Push-Benachrichtigungen in den ePA-Apps der Kassen sollen helfen, in dem wachsenden Datenberg nicht den Überblick zu verlieren. Parallel wird an einer datenschutzkonformen Ausleitung von ePA-Daten für Forschungszwecke gearbeitet, um langfristig auch Studien und Versorgungsforschung zu füttern.

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