Digitale Souveränität: Deutsche wollen weniger Abhängigkeit von US- und China-Konzernen

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Foto von engin akyurt auf Unsplash

KI, Messenger, Browser, Smartphones: Der digitale Alltag hängt in Deutschland meist an Angeboten aus den USA oder China. Eine aktuelle, repräsentative Umfrage im Auftrag des Bitkom zeigt, wie das hier wahrgenommen wird und was sich viele wünschen.

93 Prozent der Befragten sehen Deutschland bei digitalen Technologien als abhängig von anderen Ländern. 99 Prozent finden es wichtig, dass Deutschland bei digitalen Technologien unabhängiger wird. 79 Prozent fordern mehr Investitionen in digitale Schlüsseltechnologien, also etwa KI, Cloud, Chips oder Infrastruktur.

Spannend wird es bei der Frage, ob im Alltag überhaupt europäische Alternativen genutzt werden. Ein Drittel der Menschen in Deutschland, konkret 34 Prozent, hat sich schon bewusst für einen digitalen Dienst oder ein Gerät aus Europa entschieden. 27 Prozent haben zumindest darüber nachgedacht, 34 Prozent noch gar nicht. Auf Produktebene ist die Nutzung europäischer Lösungen bisher aber überschaubar: 14 Prozent sagen, sie nutzen ein europäisches soziales Netzwerk, 13 Prozent eine europäische Suchmaschine oder einen Browser aus Europa, 11 Prozent einen europäischen Messenger. 6 Prozent setzen auf europäische KI-Anwendungen oder Chatbots, 5 Prozent auf Smartphones europäischer Anbieter.

Gleichzeitig schieben viele die Verantwortung nicht allein Richtung Politik oder Konzerne. 87 Prozent meinen, dass sich auch die Menschen selbst umstellen müssen, wenn Deutschland digital unabhängiger werden soll. 62 Prozent würden laut Umfrage kurzfristige Nachteile in Kauf nehmen, wenn dadurch mehr Unabhängigkeit entsteht. Auf der anderen Seite sagen 55 Prozent, dass ihnen der Wechsel zu europäischen Anbietern oft zu aufwändig erscheint. Wunsch und Realität klaffen da also noch auseinander. Wir hatten kürzlich eine ähnliche Umfrage im Blog, die sich aber auf Cloud-Dienste bezog, falls ihr da noch einmal reinschauen wollt.

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