Das Ende von The Elder Scrolls: Blades




Ende und Aus: Die Server von The Elder Scrolls: Blades werden am 30. Juni 2026 endgültig abgeschaltet. Falls nicht bekannt: The Elder Scrolls: Blades ist ein mobiles Rollenspiel, das im bekannten Elder-Scrolls-Universum spielt und 2019 startete. Bis zu diesem Datum sind alle Artikel im Spielshop für jeweils 1 Gem oder 1 Sigil erhältlich. Zudem erhalten alle Spieler ein kostenloses Bundle mit Gems und Sigils, um die verbleibende Zeit im Spiel optimal zu nutzen.

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Crimson Desert im Test: Unendliche Möglichkeiten haben ihren Preis

„Crimson Desert“ ist letzte Woche für PC und Konsolen erschienen. Das massive Singleplayer-RPG des südkoreanischen Entwicklerstudios Pearl Abyss faszinierte schon weit vor Veröffentlichung Community und Presse. Vorabvideos zeigten schier unendliche Gameplay-Möglichkeiten, bildhübsche Grafik und eine riesige Spielwelt. Ich konnte mittlerweile die PC-Fassung für euch anspielen.

Ich selbst war dem Hype im Übrigen lange Zeit wegen eines Irrtums gar nicht verfallen: Anfangs wurde „Crimson Desert“ nämlich noch als MMORPG angekündigt, sodass ich den Titel innerlich sofort abgehakt hatte. Erst wenige Wochen vor Launch entdeckte ich dann, dass das Spiel doch in mein Raster fällt. Und tatsächlich kann Pearl Abyss viele seiner Versprechen halten. Die größte Stärke ist aus meiner Sicht die dynamische Spielwelt, die mich sofort an Titel von Bethesda erinnert hat.

Denn auch „Crimson Desert“ hat viele Ecken und Kanten, erlaubt es dem Spieler aber nach der kurzen Einführung sofort, seine eigenen Geschichten zu schreiben. Bereits in der Startregion habe ich mir als Kleptomane in solchen Titeln etwa eine Diebesmaske organisiert und unentdeckt in allen Häusern mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest gewesen ist. Doch bevor ich zu sehr ans Eingemachte gehe, folgt eine kurze Einführung.

Mein Test-System:

CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D


CPU-Kühler: Noctua NH-D15 G2


Motherboard: MSI Tomahawk Wi-Fi AMD X670E


RAM: 64 GByte G.Skill Trident Z5 Neo RGB DDR5-6000 CL30


Grafikkarte: Nvidia GeForce RTX 5080


SSD: Kingston Fury Renegade 2 TByte WD_Black SN850 1 TByte


Externer Zusatzspeicher: SanDisk Extreme Portable SSD mit 8 TByte


Netzteil: be quiet! Power Zone 2 (1.000 Watt)


Tower: be quiet! Dark Base Pro 901 (White)

Die Stärken von „Crimson Desert“

„Crimson Desert“ ist ein Singleplayer-Rollenspiel, das in der fiktiven Welt Pywel spielt. Ihr schlüpft in die Rolle des festen Hauptdarstellers Kliff, einem Mitglied der Graumähnen, dessen Clan gleich zu Beginn des Spiels von den bitterbösen schwarzen Bären dahingemetzelt wird. Auch Kliff fällt eigentlich dem Angriff zum Opfer, ersteht aber mit neuen Kräften und einer neuen Aufgabe wieder auf. So will er nicht nur seine überlebenden Kameraden wieder vereinen, sondern auch Rache an den schwarzen Bären üben, bevor sie weitere Gräueltaten verüben.

Die Hauptgeschichte von „Crimson Desert“ ist dabei eher dröge und zudem teilweise schwer nachvollziehbar. In eurem Questlog tauchen neue Aufgaben auf, die euch zu bestimmten Orten oder Personen dirigieren. Woher Kliff davon erfahren hat und wie genau das die Story vorantreibt, bleibt aber zunächst oft nebulös. Auch der wortkarge Protagonist hat kaum Persönlichkeit und wird eher zu einem Gefäß, das ihr mit euren eigenen Gedanken füllen könnt.

Wie bereits angesprochen, brilliert „Crimson Desert“ aber mit seiner riesigen Spielwelt, in der nahezu jeder Schritt belohnend wirkt. Gerade in den ersten Spielstunden findet man ständig neue Objekte, die in Kliffs Wissensfundus vermerkt werden. Oder man beobachtet Gespräche von NPCs bzw. Kampfhandlungen und erlernt selbst neue Kniffe. Auch Loot ist bunt verstreut und bringt einem entweder schnelles Geld für bessere Ausrüstung oder direkte Boni. Quasi hinter jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken.

Technik mit Ecken und Kanten

Auch die actiongeladenen Kämpfe machen Laune. Der Mix aus Ausweichen, Parieren und Draufhauen steuert sich zwar nicht immer präzise, aber ziemlich wuchtig und bleibt fair. Partikeleffekte garnieren das ganze Spektakel, während man mit Schwertern und Bögen direkt zu Anfang geschickt mehreren Banditen den Garaus macht. Die Steuerung ist dabei jedoch unnötig sperrig. Beispielsweise ist der Controller so belegt, dass dieselbe Taste bei kurzem Tastendruck einen Sprung auslöst und bei langem Halten Objekte einsammelt. Da ist es mir ständig passiert, dass ich etwas einsammeln wollte und stattdessen einen beherzten Hüpfer hingelegt habe. Und das ist nur ein Beispiel. Auch Personen über die Schultertasten erst für Gespräche anzuvisieren, fühlt sich etwa alles andere als elegant an.

Auch vor Bugs bleibt so ein massiver Titel wie „Crimson Desert“ zum Release nicht gefeit. Da clippen schonmal Personen oder Objekte durch Wände. Einmal habe ich auch ein Haus betreten, in dem ein Kind bequem in der Luft über seinem Hocker Platz genommen hatte. Ob da wohl schon ein Exorzist beauftragt wurde? Pop-in ist ebenfalls, selbst auf maximalen Einstellungen, deutlich sichtbar. Ziemlich nahe an der Spielfigur ploppt immer wieder feine Vegetation auf. Im Modus „Filmisch“ konnte ich zudem mit DLSS Quality und aktivierter Ray-Reconstruction keine konstanten 60 fps erreichen. Da hilft nur weiteres Herunterregeln oder auf 30 fps gehen. Jedoch bietet „Crimson Desert“ leider keine Option an, um die Bildrate zu begrenzen. Wer das wünscht, muss über den Treiber gehen.

Nvidias Ray-Reconstruction ist dabei dringend zu empfehlen, weil das hier obligatorische Ray-Tracing sonst sehr viel Noise und ein unruhiges Bild erzeugt. Grafisch ist „Crimson Desert“ auf maximalen Einstellungen auf jeden Fall ein Bringer. Auch hier wirkt die Spielwelt selbst aber viel prächtiger als die Charaktere, die ich da nicht an der Speerspitze sehe, besonders was die Animationen betrifft. Sprachausgabe gibt es im Übrigen nur auf Englisch. Auf Deutsch könnt ihr lediglich Untertitel genießen.

Das Wichtigste: Es macht Spaß

Ich habe, wie ihr sicherlich auch, schon viele andere Reviews zu „Crimson Desert“ gelesen. Die von mir genannten Schwächen, etwa der farblose Hauptcharakter oder die maue, wenig nachvollziehbare Geschichte, werden dabei auch von Kollegen oft angesprochen. Was dabei aber aus meiner Sicht oft verloren geht: Dieses Game ist, ganz ähnlich eben wie die besten Spiele von Bethesda, mehr als die Summe seiner Teile. Die große Freiheit, die man direkt nach dem Prolog genießt, erzeugte jedenfalls sofort bei mir das Gefühl, eine riesige Welt betreten zu haben, die ich gerne entdecken möchte. Und dass jeder Schritt irgendwie belohnt wird, verstärkt natürlich dieses Gefühl.

Auch finde ich gut, dass „Crimson Desert“ den Spieler nicht zu eng an die Hand nimmt. Anfangs rätselte ich etwa, warum die Interaktion „Stehlen“ bei mir nur ausgegraut gewesen ist. Um Sachen mitgehen zu lassen, muss man erst eine Maske finden, die man sich für solche Aktionen aufsetzen muss. Ist zwar irgendwie schwachsinnig, wenn man es hinterfragt, aber viele solcher Kniffe und Mechaniken entdeckt man beim Zocken ganz von alleine auf natürliche Weise. Es müssen keine Pfeile blinken, die einen dirigieren.

Obendrein peppt „Crimson Desert“ das Gameplay immer wieder mit neuen Elementen auf – schnell erhält man etwa einen Umhang, mit dem man durch die Spielwelt gleiten kann. Dann kommen unterschiedliche Reittiere, ein eigenes Hauptquartier, weitere spielbare Figuren und mehr dazu. So eine Frische fehlt vielen anderen Games. Ja, manches davon ist ziemlich sperrig oder wird unnötig kompliziert erklärt, etwa das Angeln, aber wer mag, findet immer etwas Neues, um sich einzufuchsen.

„Crimson Desert“ nimmt gewissermaßen viel, etwa müsst ihr euch mit der dümpelnden Story, dem stoischen Hauptcharakter und der sperrigen Bedienung arrangieren, gibt aber auch viel: eine massive und interessante Spielwelt, endlose Mechaniken und Belohnungen für jede freie Erkundungstour. Gewissermaßen setzt der Titel aber auch voraus, dass ihr viel Zeit investiert. Der echte Reiz offenbart sich oft erst, wenn ihr die Haupt- oder sogar Nebenquests links liegenlasst und eure eigenen Aufgaben sucht. Vielleicht wollt ihr wissen, was für ein Turm das da in der Entfernung ist? Oder ihr brecht in eine Villa ein, um eine Truhe zu knacken, und entkommt nur um Haaresbreite unentdeckt. Ihr sucht die Stadt immer wieder nach Kater XY ab, um sein Vertrauen zu gewinnen und ihn irgendwann zu eurem Haustier zu küren … All das ist möglich.

Mein Fazit zu „Crimson Desert“

„Crimson Desert“ ist ein episches RPG mit vielen Ecken und Kanten. Einige werden es lieben, andere werden es hassen. Viele werden aber auch irgendwo dazwischen landen. Denn der Titel bietet für fast jeden irgendeine Art der Zerstreuung, man muss aber oft auf eigene Faust danach suchen. Insofern handelt es sich hier um ein Rollenspiel, das es euch nicht nur ermöglicht, sondern gewissermaßen auch fordert, dass ihr eure eigenen Geschichten schreibt.

Mir persönlich hat das richtig gut gefallen, sodass ich mir gut vorstellen kann, dass „Crimson Desert“ nach ein paar Patches auf meiner Liste mit den besten Spielen des Jahres landet. Ihr bringt ausreichend Zeit mit und habt den Elan, euch auf die sperrigen Elemente dieses Games einzulassen? Dann kann ich euch das RPG nur ans Herz legen.

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Crimson Desert: RPG verkauft sich blendend – Portierung für die Nintendo Switch 2 möglich

„Crimson Desert“ ist letzte Woche erschienen und hat gute, aber nicht überragende Kritiken geerntet. Das sorgte zunächst für einen Absturz des Aktienkurses des Entwicklerstudios Pearl Abyss. Inzwischen hat sich jener allerdings wieder gefangen, denn die Verkaufszahlen stimmen. So nähert sich offenbar schon die Marke von 5 Mio. verkauften Exemplaren. Angesichts des kommerziellen Erfolgs denkt man inzwischen auch laut über eine Portierung für die Nintendo Switch 2 nach.

Berichte aus Südkorea von einem Investorentreffen legen offen, dass Pearl Abyss da bereits seine Möglichkeiten prüft. Man gesteht ein, dass ein Port für die Nintendo Switch 2 natürlich technische Kompromisse bedingen würde; die Optionen lotet man aber intern aktiv aus. Zudem hat das Studio bestätigt, dass man sich zwar die Chance offenhalte, später auch kostenpflichtige DLCs für „Crimson Desert“ zu veröffentlichen, derzeit aber mehr im Auge habe, das Hauptspiel zu optimieren und mit kostenlosen Feature-Updates zu versorgen.

Auch einem Multiplayer-Modus erteilt Pearl Abyss vorerst eine Absage. Dies sei sehr schwierig zu implementieren und würde grafische Abstriche bedeuten, sodass man aktuell davon absehen möchte.

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Post-Game-Depression: Nach dem Durchspielen folgt die Traurigkeit

Kennen vielleicht auch einige Leser: Wochen- oder sogar monatelang widmet man sich einem Game und wenn dann am Ende der Abspann über den Bildschirm flimmert, bekommt man gemischte Gefühle. Einerseits ist es toll, einen Titel abgeschlossen zu haben. Andererseits wäre man vielleicht gerne noch weiter bzw. tiefer in die Welt eingetaucht. Das kann tatsächlich zu sogenannter „Post-Game-Depression“ führen, wie einige Wissenschaftler der SWPS University und der Stefan Batory Academy of Applied Sciences gemeinsam dokumentiert haben.

Die Forscher haben untersucht, wie es Menschen nach dem Abschließen eines Videospiels ergeht, und ihre Ergebnisse im wissenschaftlichen Journal Current Psychology veröffentlicht. Sie betonten dabei, dass Computer- und Videospiele die drittbeliebteste Freizeitaktivität der Welt seien – nur Fernsehen und Social Media sind beliebter. Dennoch gebe es sehr wenig Forschung zu Games. Für viele Menschen seien Spiele auch ein emotionales Erlebnis. Das kann vielfältig sein und von Frust bei einer als unfair empfundenen Herausforderung über Freude über eine fesselnde Story-Entwicklung bis hin zu Traurigkeit über das Durchspielen reichen.

Die Psychologen konnten dabei nachweisen, dass einige Menschen nach dem Abschluss eines Spiels in eine sogenannte Post-Game-Depression (P-GD) fallen. Das ist ein Gefühl der Leere nach dem Durchspielen eines besonders immersiven und emotionalen Spiels. Mit P-GD hängen andere Aspekte zusammen. Dazu zählen die Meinung und Gefühle des Spielers zur Geschichte des jeweiligen Spiels, die Gameplay-Herausforderungen, die etwaige Notwendigkeit, das Spiel vielleicht nochmals durchzuspielen, und der mögliche, zeitweilige Verlust von Interesse an anderen Medien.

Post-Game-Depression: Ein komplexes Phänomen

Im Rahmen verschiedener Untersuchungen mussten die Psychologen feststellen, dass P-GD ein sehr komplexes Phänomen ist. So kann etwa die Intensität variieren. Ausmachen konnte man immerhin schon, welche Spieler am ehesten Gefahr laufen, eine Post-Game-Depression zu erleiden: Zocker von RPGs. Das hängt laut den Forschern damit zusammen, dass gerade solche Spiele den Spielern erlauben, die Protagonisten und andere Charaktere besonders stark zu lenken und durch Entscheidungen Beziehungen zu ihnen aufzubauen. Und je mitreißender das jeweilige Spiel ist, je enger die Bindung an die Charaktere, desto schwerer ist dann der endgültige Bruch mit solchen Games.

Gleichzeitig zeigte die Studie auf: Menschen, die generell eher von bestimmten Gedanken und Gefühlen übermannt werden, haben dieses Problem dann auch beim Gaming. Die Gefahr, an P-GD zu leiden, hängt also auch von der individuellen Disposition ab. Zudem ließ sich eine weitere Korrelation feststellen: Die Probanden, die sich nach Abschluss eines Spiels eher traurig fühlten, waren auch diejenigen, die generell eher pessimistisch auf Ereignisse zurückblickten. Somit kann man spekulieren, dass eher die Gamer Post-Game-Depression erfahren, die allgemein Schwierigkeiten haben, mit Gefühlen umzugehen.

Die Psychologen bezeichnen P-GD als eine spezielle Form von Trauer, vage vergleichbar mit dem Tod einer geliebten Person oder dem Ende einer bedeutsamen Lebensphase. Für einige Spieler wird eine virtuelle Welt zu so einem Anker, dass sie es schwer finden, sich davon zu trennen. Die Ergebnisse der Studie könnten dabei einerseits beim Game-Design helfen, eröffnen andererseits aber auch ethische Fragen. Denn es gilt, die emotionalen Auswirkungen des Spielerlebnisses zu berücksichtigen.

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GreedFall: The Dying World angespielt: Ein Kulturschock

GreedFall: The Dying World hat mittlerweile die Ziffer 2 aus dem Namen gestrichen, ist also kein klassisches Sequel. So spielt der RPG des französischen Entwicklerstudios Spiders zeitlich dann auch vor dem Quasi-Vorgänger. Nach einer langen Early-Access-Phase ist das Game im Vertrieb von Nacon mittlerweile erhältlich. Doch die turbulente Entwicklungsgeschichte merkt man diesem Titel leider an.

Eigentlich ist es schon fast ein Wunder, dass „GreedFall: The Dying World“ überhaupt erschienen ist. Denn der Publisher Nacon soll das Team von Spiders nach der vollständigen Übernahme vor einigen Jahren angeblich mehr schlecht als recht betreut haben. 2025 stutzte man wohl auch mitten im Early-Access das Entwicklerteam zurecht. Inzwischen hat Nacon Insolvenz angemeldet und etwa auch seinen Spiele-Showcase Nacon Connect vorerst verschoben. In all diesem Gerangel ist „GreedFall: The Dying World“ dann dennoch erschienen.

Manchmal kann allen widrigen Umständen zum Trotz dennoch etwas Tolles aus so einer Krise entstehen. Da will ich jedoch ehrlich sein: Das kann ich von „GreedFall: The Dying World“ nicht in Gänze behaupten. Für Rollenspieler kann der Titel unter bestimmten Umständen dennoch lohnenswert sein, allerdings gibt es deutliche Schwächen, die viele Interessenten schnell vertreiben dürften.

Mein Test-System:

CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D


CPU-Kühler: Noctua NH-D15 G2


Motherboard: MSI Tomahawk Wi-Fi AMD X670E


RAM: 64 GByte G.Skill Trident Z5 Neo RGB DDR5-6000 CL30


Grafikkarte: Nvidia GeForce RTX 5080


SSD: Kingston Fury Renegade 2 TByte WD_Black SN850 1 TByte


Externer Zusatzspeicher: SanDisk Extreme Portable SSD mit 8 TByte


Netzteil: be quiet! Power Zone 2 (1.000 Watt)


Tower: be quiet! Dark Base Pro 901 (White)


GreedFall: The Dying World (Deutsche Verpackung) (PS5)


GreedFall: The Dying World (Deutsche Verpackung) (PS5)

  • DEUTSCHE VERPACKUNG. DEUTSCHE ANLEITUNG. DEUTSCH SPIELBAR.
  • Zahlreiche Verweise auf das erste Spiel, während neue Charaktere und Umgebungen eingeführt werden.
  • Charaktere mit starken Identitäten, deren Aussehen, Ausrüstung und Fähigkeiten du individuell anpassen…

Der Kampf mit den Kämpfen

Dabei muss ich, bevor ich auf das weitere Drumherum eingehe, meine größte Kritik an „GreedFall: The Dying World“ herausposaunen. So ist das Kampfsystem kompletter Mist. Denn hier hat Spiders eine komplette Abkehr vom ersten Spiel vollzogen. Zumal es nicht „das eine Kampfsystem“ gibt, sondern das Team drei Abwandlungen gebastelt hat, die allesamt nicht wirklich funktionieren. Sie alle erlauben euch keine direkte Kontrolle, sondern nutzen eine Art Stop-and-Go-Prinzip in Varianten, bei dem ihr der Hauptfigur oder je nach Auswahl auch den anderen Charakteren Anweisungen gebt. Erinnert lose an ältere „Dragon Age“-Titel. Das Ganze fühlt sich jedoch absolut plump an und endet in ständigem Pausieren, Rumgefrickel, kurzem Laufenlassen und neuen Pausen. Das macht einfach keinen Spaß.

Am Ende handhabt man es am besten, indem man die Schwierigkeit drosselt und den Kampf weitgehend automatisch ablaufen lässt, um es hinter sich zu bringen. Das geht dann zwar, ist aber natürlich nicht der Sinn der Sache bei einem RPG. Generell ist da auch das Interface sehr umständlich, was die Stop-and-Go-Kämpfe eben noch haarsträubender macht. Da haben definitiv ein paar Monate Entwicklungszeit für Verfeinerungen gefehlt. Zumal die Community schon im Early Access bei Steam vielfach auf diese Querelen hingewiesen hatte.

Dazu kommt, dass die Begleiter strunzdoof agieren und gefühlt immer den Feind attackieren, der von ihnen und mir als Spieler am weitesten weg steht. Während die Party also ans andere Ende des Schlachtfelds eilt, bekomme ich während ihres Marathons den Hintern versohlt und stehe ohne Support da. Zumindest kann man einige Fights durch alternative Lösungswege der Haupt- und Nebenmissionen umgehen. Wenn die Kämpfe aber so ein Totalausfall sind und eben doch weite Strecken des Spiels ausmachen, dann ist das ein tiefergehendes Manko. Zumal mit zunehmendem Spielverlauf immer mehr Monotonie einkehrt, denn die Kämpfe entwickeln sich im Grunde nie weiter.

„GreedFall: The Dying World“: Die Atmosphäre stimmt

In Sachen Atmosphäre kann „GreedFall: The Dying World“ dann jedoch punkten. Spannend ist, dass man das Prinzip des ersten Spiels gekonnt umdreht. Segelte man dort als Entdecker in eine mystische, neue Welt, so ist es in diesem Fall umgekehrt. Als Ureinwohner der Neuen Welt wird man in die Zivilisation entführt und muss sich dort zurechtfinden. Dabei geht man auch einer unheilvollen Seuche auf den Grund, welche schon im ersten Spiel der Reihe ein zentrales Element der Handlung gewesen ist. Ohne es groß zu verstecken, spielt man da natürlich auch auf die Kolonisierung Nordamerikas an.

Die Idee ist gut, aber die Geschichte ist teilweise ein wenig flach. So gibt es hier viel Schwarz und Weiß. Die Schurken sind halt klischeehaft böse, während die Guten schillernde Helden darstellen. Viel Platz für Grauzonen verbleibt nicht. Anders beim Loot-System, das euch Ausrüstung verschiedener Qualitätsstufen verheißt, die je nach Seltenheit und Stärkegrad Boni verheißen. Obendrein kann gefundene Ausrüstung auch noch verbessert werden, sodass es da durchaus Spaß macht, im Inventar zu wühlen. Dazu kommen natürlich auch Attribute und Fähigkeiten, die ihr im Spielverlauf steigern könnt.

Dabei solltet ihr euch jedoch früh festlegen. Denn wer seine Punkte etwa auf zu viele Waffentypen und Stile verteilt, muss später noch mehr Zeit in den öden Kämpfen herumtüfteln, als notwendig sein sollte. Mehr Sinn hat es aber ohnehin, z. B. die Konversationsfähigkeiten oder das Schlösserknacken zu pushen, um Aufgaben anders zu bewältigen. Eure Begleiter unterstützen dabei jeweils bestimmte Talente, sodass es je nach Situation sinnvoll ist, die Party anders zu gestalten.

Technisch lief „GreedFall: The Dying World“ grundsätzlich auf meinem mächtigen Testsystem flüssig und problemlos in 4K mit 60 fps. Allerdings haben viele Bugs das Spielvergnügen getrübt. Beispielsweise wurden Texturen manchmal nur in schlechter Qualität oder verzögert geladen. Das betraf sowohl die Umgebung als auch Charaktere, bei denen manchmal etwa Feinheiten an den Rüstungen schlichtweg nicht zu sehen gewesen sind. Auch mit zwei Abstürzen musste ich leben, habe aber zumindest dank des Autospeicherns nie große Fortschritte verloren.

Im Übrigen bringt das RPG von Spiders zwar deutsche Texte mit, die Sprachausgabe gibt es aber nur auf Englisch. Die weiß jedoch zu gefallen, was auch für den epischen Soundtrack gilt, der manchmal bombastischer wirkt, als es das Game eigentlich hergibt. Im Übrigen werdet ihr in dieses Abenteuer wohl 20 bis 30 Stunden stecken, je nachdem, wie viele Nebenaufgaben ihr abseits der Hauptgeschichte abreißt.

Mein Fazit

„GreedFall: The Dying World“ ist ein solides Rollenspiel, an dem mir der Spaß vor allem durch die Kämpfe verdorben worden ist. Das AA-Spiel von Spiders hatte das Potenzial, den Vorgänger zu toppen, bleibt aber stattdessen, wohl auch wegen der Entwicklungsumstände, hinter diesem zurück. Die Atmosphäre stimmt weiterhin und es gibt ein reichhaltiges Talent- und Skillsystem. Auch das Aufrüsten mit Loot macht Spaß und greift sauber mit dem Crafting-System ineinander. Aber die an sich gut gemachten Charaktere finden sich hier in einer ziemlich zweidimensionalen und vorhersehbaren Geschichte wieder.

Im Ergebnis ist „GreedFall: The Dying World“ ein RPG, das Liebhaber des ersten Spiels mal in einem Deal mitnehmen sollten. Stelle die Kämpfe möglichst easy ein und nehmt Lore und Story mit. Die Welt weiß durchaus zu gefallen und ich hoffe, dass Spiders vielleicht unter besseren Bedingungen nochmal eine Chance erhält, dorthin zurückzukehren.

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