Vom 24. Juni bis zum 1. Juli 2026 lief die zweite bundesweite Mobilfunkmesswoche. Eine gemeinsame Aktion von Bund, Ländern und Kommunen, bei der die Nutzer selbst mit anpacken und Daten sammeln konnten. Und das haben sie getan: Über 60.000 Menschen haben per App knapp 20 Millionen Messpunkte erfasst. Zum Vergleich: Normalerweise tröpfeln da im Schnitt nur etwa 2 Millionen Messpunkte pro Woche rein.
Die Ergebnisse zeigen laut der Bundesnetzagentur einen sehr hohen Anteil an Flächen mit schnellen, breitbandigen Technologien. Vor allem der Ausbau von 5G geht weiter voran. Satte 98 Prozent der Messpunkte entfielen auf 4G und 5G. Der Trend geht dabei ganz klar zum neueren Standard: Im vergangenen Jahr lagen 4G und 5G bei den Messungen noch in etwa gleichauf, in diesem Jahr ist der reine 5G-Anteil auf fast 70 Prozent hochgeschossen.
Uralt-Technologien wie 2G spielen mit unter einem Prozent der Messpunkte kaum noch eine Rolle, was einem Rückgang von 1,24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ebenfalls bei unter einem Prozent lag der Anteil der Messpunkte, an denen überhaupt kein Netz verfügbar war, das ist auf dem Niveau des Vorjahres. Die meisten Daten wurden übrigens im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen zusammengetragen.
Wer wissen will, wie es vor der eigenen Haustür aussieht: Die Daten der Messwoche sind bereits in der interaktiven Netzcheck-Karte der Bundesnetzagentur eingepflegt. Die Karte wird wöchentlich aktualisiert und zeigt, wie die Netzabdeckung im Alltag tatsächlich ankommt. Detaillierte regionale Auswertungen für die einzelnen Landkreise will die Bundesnetzagentur Ende Juli auf ihrer Webseite veröffentlichen. Die Behörde nutzt diese Daten auch, um die offiziellen Angaben der Mobilfunkanbieter beim Mobilfunk-Monitoring zu prüfen und als Grundlage für Verhandlungen mit den Netzbetreibern zu nutzen.
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