
xAI hat mit Grok 4.5 unter dem Label SpaceXAI die nächste Generation seines Sprachmodells vorgestellt. Anders als bei den bisherigen Chat-Modellen liegt der Schwerpunkt dieses Mal auf Softwareentwicklern und Wissensarbeitern, die komplexe, mehrstufige Aufgaben lösen müssen.
Ein Punkt, den xAI besonders hervorhebt, ist die Effizienz beim Token-Verbrauch. Im Schnitt soll Grok 4.5 für die Lösung einer Aufgabe 4,2-mal weniger Output-Token benötigen als vergleichbare Modelle. Konkret heißt das beim SWE Bench Pro: rund 16.000 Output-Token für Grok 4.5, während Opus 4.8 dafür etwa 67.000 Token verbrät. Zusammen mit einer Ausgabegeschwindigkeit von 80 Tokens pro Sekunde soll das Aufgaben schneller und günstiger machen.
Programmieren kann das Modell laut den Entwicklern nicht nur einzelne Codeschnipsel, sondern auf Basis eines einzigen Prompts auch komplette Apps bauen. Darüber hinaus setzt xAI verstärkt auf die Integration in bekannte Büroanwendungen. Über das Tool „Grok Build“ lässt sich Grok 4.5 mit Excel, PowerPoint und Word verknüpfen. Dort recherchiert die KI dann selbstständig im Web, baut umfangreiche Tabellenkalkulationen über mehrere Arbeitsblätter hinweg auf oder erstellt gleich native Diagramme für Präsentationen.
Wer das Modell über die API nutzen will, zahlt aktuell 2 US-Dollar pro einer Million Input-Token und 6 US-Dollar für eine Million Output-Token. Verfügbar ist Grok 4.5 ab sofort über die API, in Grok Build sowie in der Cursor IDE. Wer in Deutschland oder der übrigen EU sofort loslegen möchte, muss sich allerdings noch gedulden: Hierzulande steht Grok 4.5 momentan noch nicht zur Verfügung. xAI plant die Freischaltung für den europäischen Markt für Mitte Juli 2026.
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