
Google krempelt gerade die Datenverwaltung seiner Suchdienste um. So hat der Konzern angekündigt, einen neuen Bereich in den Einstellungen namens „Suchdienst-Verlauf“ einzuführen. Dort sollen künftig alle Medien gebündelt werden, die bei einer Suche anfallen – also Bilder, Dateien, Audio- und Videoaufnahmen.
Konkret geht es dabei um Daten aus Google Lens, der Echtzeit-Suchfunktion „Search Live“, allgemeine Spracheingaben sowie eingesprochene Phrasen beim Google Übersetzer. All das landet nach der Umstellung in diesem neuen zentralen Verlauf, die bislang über verschiedene Bereiche der „Web- und App-Aktivitäten“ verstreut war.
Den Grund für die Änderung nennt Google auch: Man wolle die eigenen Dienste bereitstellen, weiterentwickeln und verbessern. Explizit erwähnt wird dabei das Training der hauseigenen KI-Modelle. Wer zusätzlich die neue Einstellung für „Personalisierte Empfehlungen“ aktiviert, dessen Daten fließen auch in maßgeschneiderte Suchvorschläge und Werbeanzeigen ein. Wer das nicht möchte, kann den Suchdienst-Verlauf in den Kontoeinstellungen vollständig abschalten. Alternativ lässt sich gezielt nur das Speichern von Medien deaktivieren, wenn man die restliche Verlaufserfassung behalten will.
Eine Info für alle, die ihren Suchverlauf bereits in den bisherigen Web- und App-Aktivitäten gesperrt haben: Google übernimmt diese Einstellung automatisch. Der neue Suchdienst-Verlauf bleibt in diesem Fall von Anfang an deaktiviert, ohne dass man selbst noch einmal aktiv werden muss. Die neue Menüstruktur wird laut Google schrittweise über die nächsten Monate ausgerollt.
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