
Microsoft hat im Rahmen der Build-Konferenz das Update für Teams veröffentlicht und eine ganze Reihe neuer Funktionen vorgestellt. Im Fokus stehen tiefere Agenten-Integrationen, bessere Werkzeuge für Entwickler und einige praktische Komfort-Features, die im Alltag zwischen Chat und Meeting für weniger Reibung sorgen sollen.
Besonders prominent erwähnt man neue Agenten-Integrationen von Linear, Cursor und Atlassian Rovo. Damit lassen sich Chat-Diskussionen direkt in konkrete Projekt-Updates überführen, ohne dass die Beteiligten zwischen mehreren Tools springen müssen. Wer als Entwickler selbst Agenten für Teams baut, dürfte sich über das neue Teams CLI freuen, das die Entwicklung deutlich verschlankt. Ergänzt wird das Ganze durch Slash-Befehle für Agenten, die als Public Preview an den Start gehen. Ebenso bekommen Agenten die Möglichkeiten auf Nachrichten zu reagieren, oder diese mit einer zitierten Nachricht zu beantworten. Auch MCP-Server und Konnektoren lassen sich im Zusammenspiel mit den Agenten nutzen, um externe Software per LLM anzusprechen.

Mit Slash-Befehlen lassen sich auch diverse Workflows erstellen. Ganz ohne den Chat zu verlassen und den Arbeitsflow zu unterbrechen, kann man neben Agenten auch mit Apps oder Aktionen agieren sowie Teams-Aktionen wie /busy, /goto oder /schedulemessage ausführen.

Code soll dank Zeilennummerierungen besser lesbar werden. So kann man Code-Blöcke innerhalb von Teams direkt überprüfen und diskutieren. Dazu kommen aktualisierte Badges für ungelesene Nachrichten und Sofort-Ergebnisse in der Suche, die die Navigation spürbar beschleunigen sollen.

Die Funktion „Catch-up“ soll das schnelle Nachlesen von Unterhaltungen auf dem Smartphone erlauben. So gibt es für jede Unterhaltung eine wischbare Karte mit der Möglichkeit zu antworten, reagieren, zu speichern oder die Nachricht als gelesen bzw. ungelesen zu markieren.
Die Suche erhält erweiterte Filter. So kann man mit „Im Chat suchen“ und „Im Kanal suchen“ Nachrichten aufspüren und nach Absender, Datum, Anhängen oder Erwähnungen eingrenzen – zugänglich über Strg F (Windows), Cmd F (Mac) sowie das Suchsymbol.
Teams berücksichtigt jetzt die Windows-Einstellung „Nicht stören“, um Unterbrechungen während konzentrierter Arbeit zu reduzieren. Teams-Benachrichtigungen werden angehalten, wenn die Windows-Einstellung „Nicht stören“ aktiviert ist, und wieder aufgenommen, sobald sie deaktiviert wird.
Teams generiert künftig kurze, narrativ aufbereitete Video-Recaps von Meetings. Wer eine Besprechung verpasst hat, bekommt so eine zusammengefasste Highlight-Version statt eines kompletten Mitschnitts. Die Funktion bedarf einer Microsoft-365-Copilot-Lizenz und ist erst mal nur für englischsprachige Meetings verfügbar. Teams warnt während eines Anrufs jetzt proaktiv, wenn Hinweise auf Betrug oder eine vorgetäuschte Identität vorliegen.
Die neuen Funktionen werden sicherlich sukzessive ausgerollt und brauchen einige Wochen, bis sie bei der breiten Masse ankommen. Einige werden erst einmal nur als Public Preview verfügbar sein.
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