Sonos hat Großes vor

sonos-hat-groses-vor




Sonos hat mal wieder die Bücher geöffnet und die Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Während die nackten Finanzen (282 Millionen US-Dollar Umsatz) natürlich für die Aktionäre wichtig sind, finde ich ja immer viel spannender, was im Hintergrund brodelt und zwischen den Zeilen zur zukünftigen Strategie gesagt wird. Ich habe mir das Transkript des aktuellen Earnings Calls noch einmal in Ruhe zu Gemüte geführt.

Sonos verfolgt mittlerweile ein ganz klares Mantra: Das System selbst ist das Produkt. Man verkauft nicht einfach nur einen Lautsprecher, man verkauft den Eintritt in ein Ökosystem, das mit jedem weiteren Gerät für den Nutzer wertvoller wird. Wer einmal angefangen hat, rüstet oft Raum für Raum auf. Genau diese massive installierte Basis von zig Millionen Geräten in den Wohnzimmern dieser Welt ist der eigentliche Schatz des Unternehmens, den man in Zukunft noch deutlich stärker anzapfen möchte. Hintergrund: Man spricht von über 53 Mio. Geräten in mehr als 17 Mio. Haushalten.

Spannend wird es aber bei den Plänen, wie man diese Geräteflotte künftig nutzen will. Im Call wurde das Thema KI und Sprachsteuerung zwar noch recht nebulös, aber mit Stoßrichtung angerissen. Sonos sitzt mit seiner gigantischen Basis an smarten Lautsprechern buchstäblich an der Quelle, direkt bei uns zu Hause. Man hat in der Vergangenheit ja bereits mit „Sonos Voice Control“ einen eigenen, erfreulich datenschutzfreundlichen Assistenten für die reine Musiksteuerung etabliert.

Sonos scheint erkannt zu haben, dass die Millionen Mikrofone in unseren Zimmern eine gewaltige Chance sind, um mehr anzubieten als nur das Überspringen von Tracks. Da das Unternehmen vielleicht bei vielen Nutzern als vertrauenswürdiger gilt als die „Großen“, könnte ein deutlich intelligenterer, hauseigener Sprachassistent der nächste große Hebel sein. Ein System, das komplexe, KI-gestützte Unterhaltungen und Smart-Home-Steuerung ermöglicht, ohne dass man Alexa oder den Google Assistant hinzuziehen muss.

Tom Conrad, SONOS-CEO: Wir arbeiten hier an etwas Größerem, und obwohl ich heute noch nicht das ganze Bild zeigen kann, steckt viel mehr hinter dieser Geschichte, und ich freue mich darauf, sie Ihnen zu gegebener Zeit zu erzählen.

Wie genau dieses tiefergehende KI-Erlebnis aussehen wird, lässt das Management aktuell noch offen. Es muss ja auch nicht zwingend von Sonos selbst sein. Es ist aber eine clevere Strategie: Anstatt nur neue Hardware in einen gesättigten Markt zu drücken, will man die Software und die Interaktion mit den bestehenden Geräten auf ein neues Level hieven. Das stärkt nicht nur die Kundenbindung enorm, sondern hält auch die Tür für zukünftige Dienste oder gar Abo-Modelle sperrangelweit offen. Das ist natürlich nur meine Spekulation mit einem dahingehenden Abo – und die Frage ist doch: Wer würde dafür wirklich zahlen?

Bis es so weit ist, hat Sonos noch viel zu tun. Auf der einen Seite muss man ebenso mit dem Speichermangel auf dem Markt kämpfen, auf der anderen Seite muss man noch an der App schrauben.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies