
Wie kommt ihr drauf, das sei KI-generiert?
Der Onlinehandel aus China sorgt auch hierzulande weiter für Diskussionsstoff. Eine aktuelle Analyse von IW Consult im Auftrag des Handelsverbands Deutschland zeigt nun schwarz auf weiß, dass Plattformen wie Temu und Shein den hiesigen Händlern ordentlich das Geschäft vermiesen. Ja huch, was für eine Überraschung – und sicherlich gibt es noch andere große Händler, die „den deutschen Handel“ Geld kosten, von den ganzen China-Verflechtungs-GmbHs, die in den vergangenen Jahren hier gegründet wurden, braucht man gar nicht anfangen.
Satte 2,5 Milliarden Euro Umsatz gehen laut der Studie wohl dem deutschen Einzelhandel jährlich flöten, weil die Kundschaft lieber günstig im fernen Osten ordert. Rechnet man die gesamte Wirtschaft inklusive Logistik und Mieten ein, verdoppelt sich dieser Wert sogar. Das bleibt nicht ohne Folgen für den Arbeitsmarkt, denn laut der Studie sind bereits über 40.000 Jobs durch den Erfolg der Billigheimer weggefallen. Die Basis für diese Zahlen ist eine Umfrage unter 4.000 Konsumenten, wonach gut die Hälfte der Käufer die Waren sonst woanders zum selben Preis erworben hätte.
Der Staat schaut ebenfalls in die Röhre, da schätzungsweise bis zu 420 Millionen Euro an Steuereinnahmen pro Jahr fehlen. Täglich landen laut HDE rund 460.000 Pakete dieser Anbieter in Deutschland. Während die Politik über strengere Regeln und Importgebühren nachdenkt, wehren sich die Anbieter gegen die Kritik.
Temu und Shein betonen dabei ihre Rolle als Partner für deutsche Unternehmen, die über ihre Plattformen verkaufen und so angeblich selbst Arbeitsplätze sichern. Ob das den Schwund im klassischen Handel ausgleicht, darf man allerdings bezweifeln. Ab Juli 2026 greift immerhin eine neue EU-Regelung, die für jedes Paket unter 150 Euro eine Pauschale von 3 Euro fällig macht, was den Preisvorteil der Schnäppchenportale zumindest ein wenig schmälern dürfte.
Letzten Endes kann man Kunden nicht einmal einen Vorwurf machen. Denen ist es vermutlich egal, ob sie das Geld nach China bringen, um dort eine günstige Ware zu ergattern, oder ob man hier dem x-ten Dropshipper das Geld in den Rachen wirft. Sieht man auf den Plattformen ja genug – unfassbar viele Zwischenhändler, die Krempel aus China billig importieren, um ihn gegen Aufschlag zu verticken.
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