
Für viele Android-Nutzer war der Nova Launcher schon bei seinem ersten Verkauf Geschichte. Spätestens der zweite Neustart dürfte dann auch noch einmal ordentlich Nutzersubstanz gekostet haben. Und die Pläne werden wohl nicht besser.
Die aktuelle Beta-Version 8.6.8 enthält laut Bericht diverse Hinweise auf eine Funktion namens Nova AI. Dahinter verbirgt sich ein proaktiver Assistent, der tief in das System greift. Um vernünftige Vorschläge zu liefern, möchte die App Zugriff auf den Kalender, die Kontakte, den Standort und sogar auf Anruflisten sowie SMS. Der Plan sieht vor, dass der Launcher den Alltag strukturiert, an Geburtstage erinnert oder kontextbezogene Tipps gibt, welche App man als Nächstes nutzen sollte. Sogar eine Art morgendlicher Lagebericht mit Wetter und Terminen ist im Gespräch.
Die Integration soll direkt im Launcher stattfinden, ein Login via Google wird vorausgesetzt. Ein Chatbot ist ebenfalls mit von der Partie, der Fragen beantwortet und Quellen für seine Informationen nennt. Spannend wird es beim Geschäftsmodell. Bisher war Nova Prime der Goldstandard für Einmalkäufer. Nun tauchen Hinweise auf Nova Plus auf. Das wird wohl ein klassisches Abonnement mit monatlicher oder jährlicher Zahlung. Wer zahlt, bekommt schnellere Antworten der KI und höhere Limits bei der Nutzung. Die alten Prime-Funktionen sollen im Paket enthalten sein, aber für die KI-Leistung bittet man zusätzlich zur Kasse.
Es gibt zudem kryptische Zeilen zu einem Dienst namens Nova Mobile. Viel mehr als die Info, dass man dort seinen Mobilfunktarif verwalten kann, ist bisher nicht bekannt. Ob der neue Eigentümer Instabridge damit eigene Tarife plant oder nur eine Verwaltungsschnittstelle baut, bleibt offen. Datenschutzseitig soll es immerhin Optionen geben, die gesammelten KI-Daten herunterzuladen oder zu löschen.
Da die Funktionen noch in der Beta-Phase stecken, bleibt abzuwarten, was davon am Ende wirklich im stabilen Release landet und wie die Nutzer auf den Hunger nach Daten reagieren. Den Nova Launcher nur zum Umsortieren von Icons zu nutzen, war gestern. Die Zukunft sieht eher nach einem digitalen Butler aus, der alles über den Besitzer weiß – und der regelmäßig bezahlt werden möchte.
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