
Die Open-Source-Backup-Software Duplicati (für Windows und macOS) habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder mal vorgestellt und bin auf Neuerungen eingegangen. Jetzt lohnt es sich mal wieder richtig, denn Duplicati 2.3 ist als neue stabile Version erschienen und baut auf der bisherigen 2.2-Schiene auf.
Spannend für alle, die Backup strenger fahren: Ein Job kann jetzt mehrere Ziele gleichzeitig bedienen. So landet die Sicherung parallel etwa auf einem lokalen Datenträger und in der Cloud. Damit lässt sich eine 3-2-1-Strategie in einem einzigen Auftrag abbilden, also drei Kopien, zwei auf verschiedenen Medien, eine extern oder unveränderbar. Nach jedem Lauf prüft Duplicati, ob die Daten auf allen Zielen angekommen sind.
Remote-Quellen wurden in der Oberfläche sichtbarer platziert, dazu gibt es Unterstützung für Box, Dropbox, OneDrive und Google Drive als entfernte Quellen. Unter Windows kam eine Shell-Erweiterung dazu, die den Sicherungsstatus von Ordnern per Overlay-Symbol im Explorer anzeigen kann. Aktiv ist die Funktion nicht standardmäßig, sie wird über die Optionen eingeschaltet, danach registriert ein PowerShell-Skript die Erweiterung.

Neu im Paket sind Module für das Backup von Google Workspace und Office 365. Google Workspace umfasst Gmail, Drive, Kontakte, Kalender und Chat, Office 365 deckt unter anderem Postfächer, Kalender, Kontakte, OneDrive, Planner, Tasks, Teams und Sites ab. Beide Module sind proprietär und benötigen für den produktiven Einsatz eine Lizenz. Ohne Lizenz darf mit bis zu 5 Nutzern getestet werden, bei Office 365 zusätzlich mit 5 Sites und 5 Gruppen. Wer solche Module grundsätzlich vermeiden will, schaltet sie über die Umgebungsvariablen ab oder entfernt Dateien mit dem Namen Duplicati.Proprietary.* aus der Installation.
Ebenfalls neu: Vollständige Sicherungen ganzer Datenträger inklusive MBR- oder GPT-Partitionstabelle. Aktuell funktioniert das nur unter Windows, Duplicati greift dabei direkt auf den Datenträger zu, ohne VSS. Unterstützung für Linux, macOS und VSS ist angekündigt. Für Vollbackup und Restore sind Admin-Rechte Pflicht, beim Wiederherstellen muss der Datenträger ausgehängt und beschreibbar sein.
Für Cloud-Backends führt Duplicati einen Schutz per Remote File Locking ein. Auf passenden Zielen (S3, Azure Blob, Backblaze B2, iDrive e2, Google Cloud Storage) lassen sich Sicherungsdateien für einen definierten Zeitraum sperren, sodass sie nicht gelöscht oder überschrieben werden.
Das Changelog ist natürlich noch viel länger, das könnt ihr euch bei Interesse aber selbst zu Gemüte führen. Und für unsere mitlesende Synology-Fraktion: Das native Synology-Paket wurde überarbeitet und unterstützt nun Synology DSM 7.2 und höher. Das Paket lässt sich wie jedes andere Synology-Paket installieren und nutzt die integrierte DSM-Authentifizierung.
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