#StartupTicker – +++ elopage +++ ablefy +++ The Way Up +++ planqc +++ MidTech-Falle +++ Fachkräftemangel +++

#StartupTicker

#StartupTicker Aus elopage wird ablefy DHDL-Startup The Way Up ist insolvent So tickt planqc-Gründer Alexander Glätzle Deutschland steckt “in der MidTech-Falle” Fachkräftemangel bremst Startups aus

    elopage     ablefy     The Way Up     planqc     MidTech-Falle     Fachkräftemangel

Freitag, 22. November 2024VonTeam

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (xxx, xx. November)

#STARTUPTICKER

ablefy


Aus elopage wird ablefy! Das Berliner FinTech, das zuletzt 38 Millionen eingesammelt hat, verkündet neben der Umbenennung zudem eine “strategische Neuausrichtung”. Bisher positionierte sich das Unternehmen als “Verkaufsplattform und Zahlungsabwickler”. Nun kommen eine “automatisierte Buchhaltung, integrierte Mahn- & Inkassolösungen, ein optimierter Check-out sowie erweiterte Sicherheitsfunktionen” hinzu. “Anbieter bieten auf ablefy heute über 375.000 Produkte an. Eine Expansion in weitere Märkte ist für das Jahr 2025 geplant”, teilt das Team weiter mit. Mehr über Elopage

The Way Up


Pleite! Das junge Upcycling-Startup The Way Up ist insolvent. Zum Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Roland Gronau bestellt. Das Startup aus Berlin bzw. Vetschau, 2020 von Lisa Mathieu  gegründet, setzt auf Re- und Upcyclingprodukte für den Home- und Living-Bereich. Regal-Löwe Ralf Dümmel und Venture-Capital-Löwin Janna Ensthaler investierten in der dreizehnten Staffel der VOX-Gründershow “Die Höhle der Löwen” 100.000 Euro in The Way Up und sichertn sich dabei zusammen 26 % am Unternehmen, das 2022 und 2021 profitabel arbeitete. Mehr über The Way Up

#LESENSWERT

planqc – MidTech-Falle – Fachkräftemangel 


So tickt planqc-Gründer Alexander Glätzle (Trending Topics) Studie:  Die deutsche Wirtschaft steckt “in der MidTech-Falle” (Handelsblatt)   Studie: Fachkräftemangel bremst Startups und Scaleups aus (Startup-Verband)

#DEALMONITOR

Investments & Exits


#DealMonitor Zeotap sammelt 25 Millionen ein e.bs erhält 11 Millionen Adaptive Balancing Power bekommt sechsstellige Summe Finanzspritze für Sedivention Circus plant Übernahme von Campo Group Spread Group kauft BerlinTextil. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3

#StartupTicker – +++ Atolls +++ Global Savings Group +++ WIN-Initiative +++ Runtastic +++ Neuplaner +++ Koro +++

#StartupTicker

#StartupTicker Global Savings Group heißt jetzt Atolls Bundesregierung startet WIN-Initiative Adidas schließt Runtastic-Büros in Österreich Gründer Christopher Plantener verlässt Neuplaner E-Commerce-Aufsteiger Koro strafft sein Sortiment

    Atolls     Global Savings Group     WIN-Initiative     Runtastic     Neuplaner     Koro

Dienstag, 17. September 2024VonTeam

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Dienstag, 17. September)

#STARTUPLAND: LEARN, CONNECT, GROW




Kommt mit ins Startupland! Es erwartet Euch eine faszinierende Reise in die deutsche Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer-/innen, Interviews, bei denen der Lernfaktor im Vordergrund steht, und Pitches, die begeistern.  Wir sehen uns dann im November in Köln. Mehr über Startupland

#STARTUPTICKER

Atolls


Umbenennung: Die Global Savings Group hört ab sofort auf den Namen Atolls. “Nach einem rasanten Wachstum in den letzten Jahren und dem Abschluss mehrerer bedeutender M&A-Deals, zuletzt die Fusion mit Pepper im Jahr 2023, spiegelt die neue Marke die Entwicklung des Unternehmens wider”, teilt das Unternehmen mit. Die Münchner Global Savings Group (GSG), ein Schnäppchendienstleister, 2012 als CupoNation gegründet, betreibt derzeit “Gutschein- und Cashback-Plattformen wie Coupons.com, iGraal und Shoop, sowie einige der weltweit beliebtesten Shopping-Communities, darunter hotukdeals, mydealz und Dealabs”. Über 1.000 Mitarbeitende arbeiten derzeit für das Unternehmen. Mehr über Atolls

#LESENSWERT

WIN-Initiative – Runtastic – Neuplaner 


 WIN-Initiative: So möchte die Ampel die deutsche Startup-Szene voranbringen (Handelsblatt)  200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen: Adidas schließt Runtastic-Büros in Österreich (Brutkasten)  Gründer Christopher Plantener verlässt sein neues TaxTech-Startup Neuplaner schon wieder (Finance Forward)  Der Berliner E-Commerce-Aufsteiger Koro strafft sein Sortiment (Lebensmittel Zeitung)

#DEALMONITOR

Investments & Exits


smalt sammelt 8 Millionen ein Cerrion bekommt 5 Millionen Symphera erhält 2,4 Millionen Golfstrom sammelt Millionensumme ein Finanzspritze für ZeKju. Mehr im Deal-Monitor

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#StartupTicker – +++ Jimdo +++ vilisto +++ Volocopter +++ Arx Robotics +++ Schlaf +++

#StartupTicker

#StartupTicker Jimdo-Gründer kaufen ihre Investoren komplett raus vilisto fährt 6 Millionen Umsatz ein Volocopter droht mit Abwanderung ins Ausland Arx Landsysteme heißt nun Arx Robotics  Was Gründer:innen über Schlaf wissen müssen

    Jimdo     vilisto     Volocopter     Arx Robotics     Schlaf

Donnerstag, 2. Mai 2024VonTeam

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Donnerstag, 2. Mai)

SAVE THE DATE: STARTUPLAND




Kommt mit uns ins Startupland: Am 6. November findet im Kölner Rheinenergiestadion unsere erste Startupland Conference statt. Im Startupland treffen dGründer/-innen, Investor/-innen und Corporates aufeinander, um sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und gemeinsam zu wachsen. Mehr über Startupland

#STARTUPTICKER

Jimdo


Der Webseiten-Baukasten Jimdo ist wieder komplett in Gründerhand! Fridtjof Detzner, Matthias Henze und Christian Springub, die das Hamburger Unternehmen 2007 gegründet haben, kaufen die Anteile der Investoren Global Founders Capital (GFC) und Spectrum Equity zurück. GFC hielt zuletzt 16,9 % am Jimdo, Spectrum 31,6 %. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. “Der Investmentzyklus von Spectrum Equity und Global Founders Capital ist nach neun beziehungsweise 17 Jahren zum Ende gekommen. Die drei Gründer betonen ihre Dankbarkeit für die Unterstützung der Investoren”, heißt es in einer Presseaussendung. Das Grownup. das sich an Selbstständige und Kleinunternehmen richtet, sorgte zuletzt mehrmals mit Entlassungen für Schlagzeilen. Derzeit wirken rund 230 Mitarbeitende für Jimdo. Zu Hochzeiten waren es rund 340. 2022 erwirtschaftete das Team einen Umsatz in Höhe von 63,6 Millionen (Vorjahr: 59,1 Millionen). Der Jahresfehlbetrag lag bei 4,9 Millionen (Vorjahr: 9,5 Millionen). Nach eigenen Angaben arbeitet Jimdo inzwischen profitabel. Mehr über Jimdo

vilisto


Zahlencheck! Das Hamburger Startup vilisto, das sich um die “Entwicklung von intelligenten Heizlösungen” kümmert, peilt für das laufenden Jahr einen Umsatz “im zweistelligen Millionenbereich” an. 2023 erwirtschaftete das Unternehmen 6 Millionen Euro Umsatz. Derzeit arbeiten für vilisto 93 Mitarbeitende. Bis zur Mitte des Jahres “sollen es über 100 sein”. SET Ventures, E.R. Capital Holding und Altinvestoren investierten zuletzt 5 Millionen Euro in das Unternehmen. Hört sich nach gesunder Expansionspolitik an! Mehr über vilisto

Gründeralltag – Startups To Watch


Jetzt auf deutsche-startups.de Gründeralltag: So bestreiten Gründer:innen ihren Arbeitsalltag StartupsToWatch: 5 junge Kölner Startups, die auf dem Sprung nach ganz oben sind

#LESENSWERT

Volocopter – Arx – Schlaf


 Volocopter droht mit Abwanderung ins Ausland (RND)  Umbenennung: Das Münchner DefenseTech Arx Landsysteme heißt nun Arx Robotics (Linkedin)  Was Gründer:innen über Schlaf wissen müssen (Brutkasten)

#DEALMONITOR

Investments & Exits


Vivalyx sammelt 5 Millionen ein Finanzspritze in Vinlivt D11Z.Ventures investiert in Innkeepr Start Capital übernimmt Nextbike thermondo kauft Febesol  Amboss kauft NEJM Knowledge DHDL: Mind Vacations – tickSAFE. Mehr im Deal-Monitor

#LESESTOFF

KI-Nation


Lesestoff! KI-Experte, Investor und Rise of AI-Macher Fabian Westerheide wirft in seinem Buch “Die KI-Nation: Zwischen Dystopie und Utopie” einen umfassenden Blick auf das Megathema Künstliche Intelligenz. Das Werk soll dabei ein “umfassender Leitfaden für alle, die die Zukunft mitgestalten wollen” sein. Westerheide sorgt sich dabei insbesondere um die Rolle Deutschland: “In diesem Wettlauf haben Länder wie die USA und China die Nase vorn, während Deutschland weiter zurückfällt. Das Land der Erfinder und Forscher muss jetzt handeln, um nicht den Anschluss zu verlieren.” Jetzt bei amazon bestellen

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

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#Interview – “Nur ein souveräner Umgang mit Rückschlägen ermöglicht es, erfolgreich zu sein”

Das Hamburger Startup HelloBetter, das 2015 als Get.on an den Start ging, bietet psychologische Online-Trainings zur Prävention und Behandlung psychischer Erkrankungen an. Insbesondere in den vergangenen Monaten boomte das Konzept. “Im ersten Quartal konnten wir mehr Nutzer betreuen als in den Jahren 2015 bis 2019 zusammen. Unsere Nutzerbasis hat sich von 2019 auf 2020 mehr als verdreifacht”, sagt HelloBetter-Macher Hannes Klöpper.

“HelloBetter hat sich von einem Universitätsprojekt zu einem Produkt entwickelt, das von der Software-Architektur, Design und Denke best-in-Class und eng an den Bedürfnissen der Nutzer:innen orientiert ist. Unsere Trainings ermöglichen es Menschen auf der ganzen Welt, ihre mentale Gesundheit selbstbestimmt in die Hand zu nehmen. Das freut mich total, und gleichzeitig ist es erst der Anfang”, ergänzt Gründerin Hanne Horvath.

Im Interview mit deutsche-startups.de sprechen die HelloBetter-Macher:innen Hannes Klöpper und Hanne Horvath außerdem über Krankenkassen, wissenschaftliche Belege und Routineversorgungen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter HelloBetter erklären?


Hanne: Viele Menschen leiden unter Depressionen, Schlafstörungen oder Ängsten – jeder vierte von uns erkrankt einmal im Leben daran. Obwohl wir in Deutschland eines der besten Gesundheitssysteme weltweit haben, werden trotzdem 60 % der Menschen mit psychischen Beschwerden nie diagnostiziert und behandelt. Viele scheuen sich davor, mit Ärztinnen oder Therapeuten über ihre Beschwerden zu sprechen und wenn sie sich dann doch dazu durchringen können, müssen sie viele Monate auf einen der begehrten Therapieplätze warten – wenn sie denn überhaupt einen bekommen. Es müsste viel mehr Psychotherapeutinnen und -therapeuten geben und zusätzlich digitale Programme, um Versorgungslücken zu schließen und Menschen möglichst früh sehr niedrigschwellig zu erreichen. Mit unseren Online-Trainings helfen wir Menschen dabei, mit Depressionen, Stress, Angst, Panik, Burnout und weiteren psychischen Beschwerden fertig zu werden. Ohne Wartezeit, an jedem Ort, zu jeder Zeit. Unser Angebot wurde von Psychotherapeutinnen, Experten und Wissenschaftlern entwickelt, unsere Trainings gehören zu den wirksamsten weltweit und können ähnlich wirksam sein wie eine klassische Psychotherapie. Zahlreiche Krankenkassen erstatten mittlerweile die Kosten für Ihre Versicherten, die unser Angebot nutzen wollen.

Hat sich das Konzept, das Geschäftsmodell, in den vergangenen Jahren irgendwie verändert?


Hanne: Unsere Vision, die wir von Anfang an hatten, hat sich bis heute nicht verändert: Wir wollen das Versorgungssystem für psychische Erkrankungen neu denken und wirksame Präventions- und Behandlungsangebote für psychische Erkrankungen weltweit für jeden zugänglich machen. Wir haben uns mit der Zeit aber breiter aufgestellt und arbeiten jetzt zum Beispiel auch mit Unternehmen zusammen, die ihren Mitarbeitenden unsere Trainings anbieten oder wir bieten unsere Plattform anderen Pflegedienstleistern als SaaS-Lösung an.

Wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?


Hanne: Unser Geschäftsmodell setzt sich aus verschiedenen Strategien zusammen, bei denen Versicherungen, andere Unternehmen oder Health Care Provider die Kosten für Endverbraucher übernehmen. Wir haben Partnerschaften zahlreichen Krankenkassen, die unser Angebot aktiv an ihre Mitglieder kommunizieren und die Kosten zum Teil oder vollständig erstatten. Zusätzlich arbeiten wir mit Unternehmen zusammen, die unsere Trainings im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Außerdem erweitern wir unsere Reichweite durch die Zusammenarbeit mit etablierten Pflegedienstleistern, die unsere Plattform mit Inhalt und Technologie als SaaS-Lösung nutzen und gleichzeitig ihre eigene psychologische Beratung anbieten.

2020 habt ihr euren Namen von Get.on zu HelloBetter geändert. Was waren die Gründe dafür?


Hannes: Das Forschungsprojekt, aus dem unsere digitale Lösung hervorgegangen ist, hieß “Get.On”. Was kaum jemand weiß: Get.On steht für Gesundheitstraining Online. Damals waren psychologische Online-Trainings bei weitem noch nicht so etabliert wie heute. Es gab viele Vorbehalte und so suchte das Gründerteam eine enge, auch namentliche Anbindung an den Forschungskontext, aus dem das Unternehmen hervorgegangen ist. Schließlich gab es zu all unseren Produkten wissenschaftliche Belege zu ihrer Wirksamkeit – bis heute auch im globalen Vergleich ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Gleichzeitig hatte der Name natürlich gewisse Limitationen. HelloBetter ist einfach verständlich, eingängig und transportiert unser Wertversprechen: Wer unsere Produkte nutzt, sieht einer bessere Zukunft entgegen.

Lief bei der Umbenennung alles glatt?


Hannes: Es war ein längerer Prozess, bei dem wir zunächst mit einer Agentur gearbeitet zusammengearbeitet haben aber schnell den Eindruck hatten, dass es nicht in die richtige Richtung geht. Daraufhin haben wir uns entschieden, mit einer befreundeten Freelance-Beraterin zu arbeiten und sind so auch sehr schnell zu einem tollen Ergebnis gekommen. Es war also nicht reibungslos, aber das Ergebnis stimmt und das ist letztlich was zählt.

Die Corona-Krise traf die Startup-Szene zuletzt teilweise hart. Wie habt ihr die Auswirkungen gespürt?


Hannes: Uns wurde schon ganz zu Beginn der Pandemie klar, dass neben der akuten Bedrohung durch Corona auch mit einer Epidemie im Bereich der psychischen Erkrankungen wie Stress, Angststörungen oder Depression zu rechnen ist. Wir haben direkt im ersten Quartal 2020 einen großen Ansturm auf unser Angebot erlebt. Für uns ist psychische Gesundheit ein Menschenrecht, und jeder Erkrankte sollte möglichst schnell psychologische Unterstützung bekommen. Deshalb haben wir überlegt, wie unser Beitrag aussehen könnte, und in relativ kurzer Zeit eine umfassende Initiative mit verschiedenen niederschwelligen Angeboten entwickelt: Gemeinsam mit der Allianz haben wir die Initiative “Stark durch die Krise” ins Leben gerufen: eine kostenlose Hotline und eine Online-Community ins Leben gerufen, die von Psychologinnen und Psychologen moderiert wird, sowie eine Mediathek, die über Strategien zum Umgang mit psychischen Beschwerden aufklärt. Aber auch die Nachfrage von Unternehmen ist stark angestiegen: Sie haben erkannt, wie wichtig es ist, ihren Teams dabei zu helfen, ihre psychische Gesundheit zu stärken und investieren jetzt mehr in das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement. Um die hohe Nachfrage stemmen zu können haben wir unser Team stark ausgeweitet – seit Beginn 2020 hat sich die Anzahl der Mitarbeitenden mehr als verdoppelt und heute sind wir rund 70.

Wie ist überhaupt die Idee zu HelloBetter entstanden?


Hanne: Mit HelloBetter ging es uns von Anfang an darum, Menschen mit psychischen Beschwerden ganz niedrigschwellig und trotzdem wirksam zu erreichen. Im Schnitt dauert es sechs bis acht Jahre, bis Betroffene sich dazu durchringen können, zum Arzt oder Therapeuten zu gehen, Stigma und das sozusagen urmenschliche Bedürfnis, die eigenen Probleme selbstständig zu lösen sind die häufigsten Gründe. Und wenn man sich dann endlich zu einer Behandlung durchgerungen hat, macht es das deutsche Gesundheitssystem einem nicht immer leicht. Durchschnittlich warten Betroffene in Deutschland bis zu sechs Monate auf einen Behandlungsplatz, manche bekommen gar nicht erst einen Therapieplatz. In der Konsequenz bleiben zu viele psychische Erkrankungen unbehandelt und werden mit der Zeit zu chronischen Erkrankungen oder werden nur von Hausärzten behandelt. Wir wollten diese Versorgungslücke schließen, das Gesundheitssystem entlasten und Menschen mit psychischen Belastungen insgesamt stärker eine Stimme geben. Gestartet sind wir 2011 als EU-Forschungsprojekt an der Leuphana Universität Lüneburg. Wir haben für Deutschland untersucht, wie man mit digitalen Lösungen Menschen bei der Linderung ihrer psychischen Beschwerden helfen kann. Das Projekt war von Anfang an überdurchschnittlich erfolgreich. Das hat mich damals überrascht, denn ich war digitalen Behandlungsmodellen während meines Psychologie-Studiums noch einigermaßen kritisch eingestellt. 2015 kam dann die Ausgründung, damals noch unter dem Namen GET.ON Institut für Online Gesundheitstrainings GmbH.

Wie hat sich HelloBetter seit der Gründung entwickelt?


Hanne: HelloBetter hat sich von einem Universitätsprojekt zu einem Produkt entwickelt, das von der Software-Architektur, Design und Denke best-in-Class und eng an den Bedürfnissen der Nutzer:innen orientiert ist. Unsere Trainings ermöglichen es Menschen auf der ganzen Welt, ihre mentale Gesundheit selbstbestimmt in die Hand zu nehmen. Das freut mich total, und gleichzeitig ist es erst der Anfang. Wir waren einer der ersten Anbieter für digitale Lösungen zur Behandlung psychischer Beschwerden – mittlerweile gibt es jede Menge Digital Mental Health Angebote auf dem Markt. Es macht uns stolz zu sehen, dass wir als Vorreiter auf dem Gebiet diese Entwicklung mitgestaltet haben, gleichzeitig stellen wir leider immer wieder fest, dass noch immer nicht alle Angeboten da draußen transparente und gute Wirksamkeitsbelege vorlegen. Davon werden wir uns immer abgrenzen: HelloBetter hat sich zum führenden Digital Mental Health Startup weltweit entwickelt und wir arbeiten jeden Tag hart daran, diese Position weiter auszubauen. Es gibt keinen anderen Anbieter in unserem Bereich mit einem so starken wissenschaftlichen Fundament. Was ich damit meine: Über 30 Studien belegen zweifelsfrei, dass unsere Trainings wirksam und kosteneffektiv sind, und es kommen immer wieder neue hinzu. Kein anderes Startup kann eine so breite Studienlage aufweisen. Ein wichtiger Treiber unseres Erfolgs ist unser starkes, achtköpfiges Management Team, das wir ganz bewusst senioriger aufgestellt haben, als es in manchen anderen Startups der Fall ist. Mit diesem Set-up ist es uns gelungen, jede Menge Erfahrung aus der Startup- und Forschungswelt miteinander zu verbinden. Das macht in der täglichen Arbeit einfach unheimlich Spaß.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist HelloBetter inzwischen?


Hannes: Vor mittlerweile anderthalb Jahren haben wir die Marke HelloBetter ins Leben gerufen und sind seitdem stark gewachsen. Im ersten Quartal 2021 konnten wir mehr Nutzer betreuen als in den Jahren 2015 bis 2019 zusammen. Unsere Nutzerbasis hat sich von 2019 auf 2020 mehr als verdreifacht. Während wir fast ein ganzes Jahr gebraucht haben, um die ersten 100.000 Visits auf unserer Website zu generieren, generieren wir jetzt konstant weit über 100.000 Visits jeden einzelnen Monat. Auf unseren Social-Media-Kanälen konnten wir bislang über 20.000 Follower gewinnen. Innerhalb der letzten Monate konnten wir zudem einige neue Krankenversicherungen als Partner gewinnen, die ihren Mitgliedern die Kosten für die Nutzung unseres Angebots ganz oder zum Teil erstatten: Neben unseren langjährigen Partnern Barmer und SVLFG arbeiten wir nun auch mit Allianz Partners, der Allianz PKV und der AudiBKK und konnten überdies einen Rahmenvertrag mit der GWQ abschließen  – einer Einkaufsgemeinschaft der Betriebskrankenkassen. Über 100 Firmenkunden, darunter mehrere DAX-Unternehmen, aber auch Mittelständler wie Visit Berlin, Rebuy und Hidden-Champions wie Schaeffler, bieten unsere Kurse ihren 1,5 Millionen Mitarbeitern an. Insgesamt werden die Kosten für unsere Lösungen für den Erhalt und die Wiederherstellung der psychischen Gesundheit mittlerweile für über 15 Millionen Menschen in Deutschland von einem Kostenträger gedeckt, so dass sie durch unsere Lösungen kostenlos Unterstützung erhalten.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?


Hannes: Natürlich haben wir an einigen Stellen Lehrgeld bezahlt und die Dinge sind nicht immer so gelaufen, wie wir uns das gewünscht hätten. Aber das ist Teil des Startup-Lebens. Resilienz ist da enorm wichtig. Man muss analysieren was schiefgelaufen ist, wieder aufstehen, sich abstauben und weiter geht’ s. Nur ein souveräner Umgang mit Rückschlägen und die Bereitschaft aus den eigenen Fehlern zu lernen, ermöglichen es langfristig erfolgreich zu sein.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?


Hanne: Es gibt einiges, worauf wir sehr stolz sind, zum Beispiel unsere langjährige, vertrauensvolle Partnerschaft mit einem der größten Versicherer Deutschlands. Als wir vor über fünf Jahren an den Start gingen, waren das Verständnis und die Akzeptanz digitaler Gesundheitsanwendungen natürlich nicht vergleichbar mit heute. Einen großen Versicherer wie die Barmer davon zu überzeugen, mit uns zusammenzuarbeiten und unsere Produkte in die Routineversorgung zu bringen – das war schon eine ziemliche Herausforderung und ein großer Meilenstein für die weitere Entwicklung von HelloBetter. Auch unsere starke Unternehmenskultur ist etwas, worauf wir sehr stolz sind. Seit Anfang 2020 bis heute hat sich die Zahl unserer Mitarbeitenden mehr als verdoppelt. Ein so schnelles Wachstum führt oft zu Wachstumsschmerzen, aber das konnten wir verhindern, weil wir sehr früh in das Aufsetzen der richtigen Prozesse investiert haben. Wir konnten die typischen Reibungen, die Hypergrowthphasen mit sich bringen, vermeiden und fragen die Zufriedenheit in dem Team regelmäßig ab – mit sehr guten Ergebnissen.  Unsere Initiative „Stark durch die Krise“ wurde vom Weltwirtschaftsforum als eine von 15 Lösungen ausgewählt, die sich mit den unmittelbaren Auswirkungen der Pandemie und ihren langfristigen Folgen befassen, wir haben beim DT50-Award in der Kategorie „Healthcare“ gewonnen und wurden in das renommierte German Accelerator Programm aufgenommen – das macht uns natürlich auch sehr stolz.

Wo steht HelloBetter in einem Jahr?


Hannes: In einem Jahr werden ein halbes Dutzend unserer Produkte offiziell als Digitale Gesundheitsanwendungen gelistet sein. Dann können alle Versicherten den Großteil unserer Angebots auf Verschreibung kostenlos nutzen. Das ist ein sehr, sehr bedeutender Meilenstein in Richtung unserer Vision einer flexibleren, niedrigrschwelligeren, vielfältigeren und somit letztlich besseren psychotherapeutischen Versorgung.

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Foto (oben): HelloBetter

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