Anleitung: Alten Suchknopf in Windows 11 wiederherstellen

Microsoft hat in den letzten Monaten mehrfach den Startknopf auf der Taskleiste verändert und während der Konzern unterschiedliche Designs ausprobiert, drückt man Nutzern immer größere Startknöpfe in der Taskleiste auf. In dieser Anleitung zeigen wir, wie man den ovalen Suchknopf wieder in den alten, normalen Suchknopf verwandelt.

Wer keine Lust hat auf den Suchknopf in Windows 11 kann diesen erfreulicherweise einfach in den Einstellungen > Taskleiste deaktivieren. Dort lassen sich auch die Widgets, der Suchknopf sowie auch das Microsoft Teams-Icon entfernen, was versehentliche Klicks darauf eliminiert. Die meisten Nutzer dürften die Widgets sowie auch Microsoft Teams ohnehin nicht vermissen, während die Suche natürlich weiter funktioniert, indem man einfach im Startmenü zum Tippen beginnt. Somit ist ein eigener Suchknopf unter Windows 11 nicht zwingend notwendig.

Momentan gibt es für den Suchknopf in Windows 11 nur die Optionen, ob er ein oder ausgeschaltet sein soll. Microsoft plant künftig in den Einstellungen eine Möglichkeit zu schaffen, das Design des Suchknopfs selbst zu ändern. Solange dem allerdings nicht der Fall ist, hilft nur das Vivetool.

  1. Ladet das ViveTool von der offiziellen Seite auf GitHub herunter.
  2. Extrahiert das Archiv in einem leicht auffindbaren Ordner.
  3. Öffnet nun die Kommandozeile als Admin und navigiert zum ViveTool Ordner mit dem Befehl: cd C:ViveToolOrdner
  4. Gebt nun den folgenden Befehl ein:


    vivetool /disable /id:42038001
  5. Drückt die Eingabetaste und startet daraufhin euren Computer neu, um die Änderungen zu übernehmen.

Wie findet ihr den neuen, ovalen Suchknopf in Windows 11?

Empfohlene Webseiten als Werbung im Startmenü von Windows 11

Das Startmenü ist das bedeutendste Menü von Windows, weswegen es eine lukrative Werbefläche werden könnte. Zum Status Quo befindet sich darin bereits Werbung, zumindest in Form von App-Vorschlägen. Sie sind jedoch sehr dezent platziert und erscheinen nur auf frischen Windows-Installationen. Diese Vorschläge lassen sich sehr einfach abheften, wodurch sie nicht mehr auftauchen.

Wie mein wertgeschätzter Kollege Albert in einem separaten Artikel bereits berichtete, plant Microsoft die Werbung im Startmenü auszubauen. In Form von vorgeschlagenen Webseiten im sowieso schon umstrittenen Empfohlen-Bereich. Solche bezahlten Empfehlungen sind mittlerweile zum Standard in den Neuen-Tab-Seiten von Webbrowsern geworden und Microsoft bringt diese nun ins Startmenü. Zwar können auch Webseiten auftauchen, die der Anwender häufig nutzt. Das dürfte allerdings nur eine Rechtfertigung für die Implementation gewesen sein, um diese nicht zu offensichtlich als Werbung kennzeichnen zu müssen.

Ich möchte trotzdem nicht zu schnell mit Verurteilungen um mich werfen. Schließlich werden Web-Apps immer wichtiger. In diesem Kontext ergäbe es sogar Sinn, wichtige Webseiten als empfohlen zu kennzeichnen, damit die Arbeit schnell wiederaufgenommen werden kann.

Leider scheint dies trotzdem nicht die hauptsächliche Intention gewesen zu sein. Denn auf meinem Windows Insider-Testsystem ist nun die erste Werbeplatzierung im Startmenü erschienen. Windows 11 empfiehlt mir einen Besuch der Commerzbank, auf deren Webseite ich mich normalerweise nicht herumtreibe. Die Vermutung liegt nahe, dass Commerzbank für eine gute Platzierung in Microsoft-Produkten bezahlt haben könnte. Somit schlüge Microsoft nun auch Profit aus dem Startmenü.

Immerhin lassen sich die Webseiten-Vorschläge laut Microsoft endgültig deaktivieren. Dazu reicht ein Rechtsklick auf einen auftauchenden Vorschlag, wodurch im Kontextmenü die entsprechende Option erscheint.

Microsoft trennt Datei-Explorer von der Shell

Screenshot vom Datei-Explorer unter Windows 11. In der neusten Version mit Tabs. Geöffnet ist die Startseite.

Explorer.exe hat auch unter Windows 11 vieles zu stemmen. Neben dem Datei-Explorer selbst kommen in diesem Prozess viele Komponenten der Shell unter. Dazu zählt Task-View, jegliche Desktop-Icons, das Action-Center und die Taskleiste. Spätestens wenn man den Prozess Explorer.exe über den Task-Manager beendet, blickt man auf ein leeres Windows 11, was die Zusammenhänge verdeutlicht.

Microsoft strebt an, alle Komponenten der Shell auszulagern und somit den Datei-Explorer in eine eigenständige App zu verwandeln. Dies würde den Ressourcenverbrauch ein wenig erhöhen, doch gleichzeitig die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit steigern. Ein abstürzendes Explorer-Fenster würde nicht mehr für einen Reset der Taskleiste sorgen und umgekehrt.

Die kürzlichen Bemühungen dazu verstecken sich in der aktuellen Windows Insider-Build des Dev-Kanals. Denn darin entdeckte @StartIsBack den neuen Prozess ShellAppRuntime.exe, der durch die Feature-ID 39319758 aktiviert werden kann.

Weiterführend hat @PhantomOfEarth den neuen Prozess in einem Video demonstriert, welches ihr auf Twitter findet. Darin beendet er den neuen ShellAppRuntime.exe-Prozess, woraufhin sich alle sichtbaren Shell-Elemente ebenfalls beenden. Es ist also ein ähnlicher Effekt zu sehen, wie wenn man Explorer.exe beendet, wie zu Anfang bereits erwähnt.

Windows Firewall-Dialog bekommt Überarbeitung spendiert

Fensterinhalt lautet wie folgt. Der Titel ist Windows Security Alert. Inhalt ist: Windows Defender Firewall has  blocked some features of this app.

Wird eine Anwendung erstmalig unter Windows ausgeführt, darf sie keine eingehenden Verbindungen zum Internet aufbauen. Daran gehindert wird sie von der Windows Firewall. Doch besonders Videospiele bestehen auf solche Verbindungen, weswegen Windows einen Warnhinweis einblendet. Dieser informiert den Nutzer, dass einige Funktionen der App von der Firewall blockiert wurden. Allerdings beinhaltet der Dialog ebenfalls die Option, die Blockierung aufzuheben und der App ihren Internetzugriff zu gestatten.

Genau dieser Dialog bekommt eine Überarbeitung spendiert. Wie Twitter-Nutzer @PhantomOfEarth entdeckt hat, besitzt er in der aktuellen Windows Insider-Build des Dev-Kanals große Ähnlichkeiten zu den Meldungen der Benutzerkontensteuerung. Jegliche Veränderungen kratzen nur an der Oberfläche, die Funktionsweise und der Funktionsumfang bleiben identisch zum Vorgänger.

Eine kleine Ergänzung gibt es dennoch, die mir sehr zusagt. Denn häufig gehen die Windows Firewall-Dialoge unter, weil sie sich hinter den Anwendungsfenstern verstecken. Als Lösung hierzu verfolgt die neue Version ein ähnliches Prinzip zur Benutzerkontensteuerung. Somit taucht der Warnhinweis zukünftig im Vordergrund auf und blendet dabei den gesamten Desktop aus. Der Nutzer kann die Meldung nicht mehr übersehen und muss sich sofort entscheiden.

The Windows Firewall dialog box has been redesigned in Dev! Doesn’t seem to have been mentioned in the release notes for recent builds, but it has a new design to match Windows 11, respects light/dark mode and also dims the rest of the screen slightly like the UAC prompt pic.twitter.com/TU1XpChARr

— PhantomOcean3☃️💙💛 (@PhantomOfEarth) December 15, 2022


(Bild-)Quelle: Twitter

Windows 11 Moments 2: Webcam-Einstellungen im Schnellzugriff

Auf unterstützten Geräten mit einer Neural Processing Unit bietet Windows 11 intelligente Webcam-Funktionen an. Dazu zählen der Hintergrundweichzeichner und das automatische Zuschneiden des Bildausschnitts, damit der Sprecher während des gesamten Meetings im Fokus steht. Ebenfalls spannend ist die Optimierung des Augenkontakts. Dabei werden die Augen so nachjustiert, dass es den Eindruck erweckt, als würde der Sprecher in die Kamera schauen, obwohl der tatsächliche Blick auf den Bildschirm gerichtet ist. Ebenfalls zum Funktionsumfang gehört der Sprachfokus, der die Hintergrundgeräusche in der Audiospur herausfiltert.

All diese Funktionen lassen sich ab dem Windows 11 Moments 2-Update sehr komfortabel erreichen. Nämlich über die Schnelleinstellungen des Kontrollzentrums. Microsoft hat dazu eine GIF erstellt, die ich im Folgenden eingebunden habe.

Die Funktion kann schon jetzt von Windows Insidern im Beta-Kanal ausprobiert werden. Sie ist nämlich Teil der Build 22623.885. Alle anderen dürfen das Update zum Anfang des Jahres 2023 erwarten.

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