Windows 11 KB5079473 bringt heimlich große Verbesserung für Explorer-Suche

Mit dem März‑Update KB5079473 liefert Microsoft ein stilles, aber spürbares Qualitätsupgrade für Windows 11. Besonders Nutzer, die häufig im Datei‑Explorer über „Dieser PC“ oder gleich mehrere Laufwerke hinweg suchen, dürften die Veränderung bemerken. Die Suche wirkt nun zuverlässiger, konsistenter und weniger launisch als zuvor. Es ist ein Fortschritt, welcher sich nicht in klar messbaren Benchmarks zeigt, dafür aber im täglichen Arbeiten. Wo Windows früher gelegentlich minutenlang nach älteren oder selten genutzten Dateien suchte oder schlicht hängen blieb, präsentiert sich die Funktion nun stabiler und berechenbarer.

Dass die Verbesserung nicht spektakulär ausfällt, liegt an der Natur der Sache: Die Suche über „Dieser PC“ ist eine der komplexesten Operationen im Explorer. Sie umfasst sämtliche Laufwerke, Ordnerstrukturen und Dateitypen, deren Performance wiederum von Faktoren wie Indexierung, Anbindung und Dateihistorie abhängt. Gerade deshalb fällt jede Optimierung ins Gewicht, selbst wenn diese heimlich daherkommt.

Auch abseits der Suche bringt das Update einige nützliche Verfeinerungen. Die Speicherverwaltung arbeitet effizienter, insbesondere die Analyse temporärer Dateien läuft nun flotter durch. Ein altes Ärgernis bleibt jedoch bestehen: Windows erkennt Update‑Dateien weiterhin nicht zuverlässig als löschbare temporäre Daten, seit Microsoft einen zusätzlichen Administrator‑Dialog eingeführt hat. Darüber hinaus wurde der Druckdienst überarbeitet, sodass Druckvorgänge den PC nicht mehr ausbremsen sollen – ein Detail, das im Alltag mehr Relevanz hat, als man zunächst vermuten würde.

Diese Mod braucht jedes Windows 11:

KB5079473 bringt Speedtest in Taskleiste, PTZ-Steuerung für Kamera-App, Sysmon und mehr

Mit dem Patch Tuesday im März 2026 verteilt Microsoft das kumulative Update KB5079473 für Windows 11 25H2 und 24H2. Damit folgt im Grunde der offizielle Release jener Funktionen, die der Konzern bereits Ende Februar bereits als optionales Update verfügbar gemacht hatte. Dennoch sind all die genannten Neuerungen nicht sofort verfügbar, sondern werden wieder nur schrittweise ausgerollt.

Im Alltag am auffälligsten ist der neue Netzwerk‑Speedtest direkt über die Taskleiste: Er lässt sich über die WLAN‑ oder Mobilfunk‑Schnelleinstellungen oder per Rechtsklick auf das Netzwerksymbol öffnen und startet dann im gewählten Standardbrowser einen Test für Ethernet, WLAN und Mobilfunk. Der Speedtest leitet allerdings im Grunde nur auf die dazugehörige Funktion von Bing weiter. Dazu kommen Verbesserungen in den Kamera‑Einstellungen, wo es nun Schwenk‑ und Neigeoptionen gibt (Pan/Tilt), sofern die Kamera das unterstützt.

Für Power‑User und IT‑Leute ist die spannendste Änderung, dass Sysmon (System Monitor) jetzt als optionales Windows‑Feature integriert ist: Aktivieren lässt es sich unter Einstellungen → System → Optionale Features. Microsoft weist aber explizit darauf hin, dass man eine bereits manuell installierte Sysmon‑Version vorher deinstallieren soll, bevor man die integrierte Variante einschaltet. Außerdem erweitert das Update RSAT um Support auf Windows 11 Arm64, und Microsoft aktiviert künftig die Quick Machine Recovery automatisch auf Windows 11 Pro‑Geräten, die nicht einer Domäne angehören und nicht in Enterprise‑Endpoint‑Management hängen. Kleinere, aber ebenfalls wichtige Punkte: Windows 11 akzeptiert jetzt .webp als Desktop‑Hintergrund und es gibt neue Zeichen aus Emoji 16.0.

Die genannten Neuerungen kommen übrigens auch als KB5079466-Update für Windows 11 26H1, wofür Microsoft bereits begonnen hat, Updates und Patchnotes zu veröffentlichen. Noch gibt es zwar keine Geräte mit dieser Version, aber diese dürften im Laufe des Frühjahrs noch vorgestellt werden.

Windows 10 KB5078885: Stabilitätsfix und Secure‑Boot‑Update für ESU‑Nutzer

Microsoft hat für Windows 10 kürzlich das März‑Update KB5078885 veröffentlicht. Die Aktualisierung steht ausschließlich Geräten zur Verfügung, die am Extended Security Updates (ESU)‑Programm teilnehmen, und hebt das System auf Build 19045.7058. Im Mittelpunkt steht ein Fehler, der in den vergangenen Monaten für spürbare Stabilitätsprobleme sorgte: Bei bestimmten GPU‑Konfigurationen konnten Startmenü, Taskleiste und andere UI‑Elemente einfrieren. Obwohl Microsoft das Problem nie offiziell bestätigt hatte, wird es nun mit diesem Patch behoben.

Ebenfalls relevant ist die fortlaufende Einführung der Secure Boot 2023‑Zertifikate. Diese ersetzen ältere Zertifikate, die im Juni 2026 auslaufen. Das Update bringt die neuen Zertifikate auf mehr Geräte, allerdings weiterhin im Rahmen eines kontrollierten, telemetriegestützten Rollouts. Nicht jedes System erhält sie sofort, doch die Zahl der „high confidence“-Geräte steigt.

Darüber hinaus behebt KB5078885 kleinere Fehler, etwa im System Image Manager und im Dateiversionsverlauf. Wer das Update nicht angezeigt bekommt, ist vermutlich nicht im ESU‑Programm registriert – reguläre Windows‑10‑Updates endeten bereits im Oktober 2025.

Changelog (KB5078885)

  • Behebung eines Stabilitätsfehlers bei bestimmten GPU‑Konfigurationen.
  • Erweiterter Rollout der Secure Boot 2023‑Zertifikate für mehr Geräte.
  • Neuer Warnhinweis im System Image Manager.
  • Fehlerbehebung für File History (Dateiversionsverlauf).
  • Keine neuen bekannten Probleme laut Microsoft.

Strategiewechsel: Plötzlich ist nicht mehr alles eine Xbox

Nach Microsofts Führungswechsel in der Xbox-Sparte gibt es nun auch bei der Marketing-Strategie eine bemerkenswerte Kehrtwende: Die einst groß angelegte „This is an Xbox“-Kampagne ist nicht nur beendet. Sämtliche Hinweise darauf wurden vom Konzern aus dem Internet gelöscht. Warum ist jetzt plötzlich nicht mehr alles eine Xbox?

Microsofts bisherige Xbox-Kampagne legte den Fokus darauf, die Marke nicht nur als Symbol für eine Spielekonsole zu etablieren, sondern als Dienst, Handheld-System und allgemein als Gaming-Plattform. Ob auf der Konsole, in der Cloud oder am PC – es wird Xbox gespielt. Die Kampagne kam allerdings bei Fans nicht gut an: Schnell wurde die Kritik laut, der Konzern wolle die Marke nur verwässern, um seinen Ausstieg aus dem Konsolengeschäft vorzubereiten. Dieses Gerücht hält sich seit vielen Jahren sehr hartnäckig, auch aufgrund des Rufs, den Microsoft bei Fans seiner Produkte erlangt hat.

Praktisch über Nacht hat Microsoft die Kampagne widerrufen und sogar sämtliche Hinweise darauf, darunter den offiziellen Ankündigungspost gelöscht. Stattdessen tauchen jetzt neue Slogans auf, die konkret auch darauf hinweisen, dass die Xbox tatsächlich eine Zukunft hat. Dazu gehört auch „Build what’s next“ und „the future of Xbox starts now“, die der Konzern nun während der GDC 2026 verwendet. Zudem kommunizierten sowohl CEO Satya Nadella als auch die neue Xbox-Chefin Asha Sharma, dass Xbox-Hardware weiterhin zur Kernstrategie der Marke gehören werden.

Rückkehr zur Hardware-Identität?

Das scheint allerdings nicht zu bedeuten, dass die strenge Trennung zwischen Xbox und Windows auch in Zukunft fortgesetzt wird. Der Konzern machte mehrere Andeutungen in die Richtung, dass man Xbox und Windows immer stärker verknüpfen will, etwas, das auch Sony aktuell seine Steam-Strategie überdenken lässt. Microsoft hat kürzlich auch den Vollbildmodus der Xbox-App offiziell in den Xbox Modus umbenannt, nachdem das Branding dieser Funktion lange unklar war. Der Konzern bringt das Feature nächsten Monat auch offiziell auf Windows-PCs und langfristig vielleicht sogar andere Komponenten seines Xbox-Systems auf den PC. Vieles spricht dafür, dass die nächste Xbox womöglich glatt ein Windows-PC sein wird.

Ex-Windows-Chef über MacBook: Ein „Paradigmenwechsel“

Der einstige Leiter der Windows‑Sparte bei Microsoft, Steven Sinofsky, blickt in einem Beitrag auf Twitter mit gemischten Gefühlen auf Apples neues MacBook Neo. Er bezeichnet Apples neuen Laptop als „Paradigmenwechsel“ und sieht darin eine späte Bestätigung seiner Ideen, die er bereits vor über einem Jahrzehnt mit Windows 8 und dem Surface RT verfolgt hatte. Seine Reaktion ist dabei weniger triumphierend als vielmehr melancholisch, weil sie ihn an eine Vision erinnert, die aus seiner Sicht technisch funktionierte, aber am Markt scheiterte.

Sinofsky beginnt mit uneingeschränktem Lob für das MacBook Neo. „Alle Kompromisse sind völlig akzeptabel und bleiben von mir unbemerkt.“, schreibt er. Besonders betont er die langfristige Bedeutung dieses Ansatzes. Das Neo müsse sich nicht radikal weiterentwickeln, sondern lediglich auf seinem hohen Niveau bleiben. Seine Überzeugung fasst er in einem Satz zusammen, der viel über sein Denken verrät: „Neo doesn’t have to get better. It just has to stay excellent.“

Diese Einschätzung führt ihn unweigerlich zurück zum Surface RT. Auch dieses Gerät war ein Laptop mit einem Smartphone‑Chip, preislich im Bereich von 599 bis 699 Dollar angesiedelt und für alltägliche Aufgaben gedacht. Er bezeichnet das Surface RT als das MacBook Neo von 2012, allerdings war das Surface RT seiner Zeit voraus. Er analysiert darin auch, ob man damit Fehler gemacht hatte. War das Surface RT nur seiner Zeit voraus oder war es auch „falsch“?

So when I thought about Windows 8 over the past dozen years, I quite often settled on being early AND wrong or too much too soon when I didn’t want to feel that bad.

But today I’m using Neo and thinking about Windows 8 and Surface, and I have to admit I’m struggling with that conclusion.

Sinofsky widerspricht der gängigen Erzählung, dass die Hardware von Surface RT zu schwach oder unreif gewesen sei. Das Surface RT mit Nvidia‑Tegra‑Chip, 2 GB RAM und bis zu 64 GB Speicher habe problemlos Office‑Anwendungen und Web‑Browsing bewältigt. Es war nicht zu früh für die Hardware, auch nicht für die Touch-basierte Software. Das eigentliche Problem war das Ökosystem und das neue App-Modell, das Microsoft versuchte, seinen unwilligen Nutzern aufzudrängen und das erkennt er jetzt.

Where we were wrong was in moving the ecosystem to a new app model fast enough that was safer, more reliable, more power efficient. A lot of people rebelled about this.

Microsoft habe bewusst versucht, sich vom klassischen x86‑Windows‑Modell zu lösen, weil dieses für eine andere Ära ausgelegt gewesen sei. Der Widerstand von Entwicklern und Nutzern gegen diesen radikalen Schnitt habe jedoch den Erfolg verhindert. Gleichzeitig verteidigt er die damalige Strategie entschieden: „From the day we announced ARM we sought to separate the x86 Windows world and be new.“ Für ihn war Windows on ARM nie als Nebenlösung gedacht, sondern als langfristiger Ersatz.

In seinem Fazit wird deutlich, wie sehr ihn diese verpasste Chance noch beschäftigt. Er schreibt: „I type this today with these emotions and there’s no escaping my ‘certainty’ that had we kept going and been able to round the corner with developers to build new apps we would have been in the same spot Neo is today in just a few years.“ Sinofsky ist überzeugt, dass Microsoft mit genügend Durchhaltevermögen eine ähnliche Produktfamilie hätte aufbauen können, inklusive klassischer Laptops, All‑in‑One‑Desktops und mobiler Geräte mit Mobilfunkanbindung.

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