Windows 11 Startmenü bekommt neue Funktionen und Layouts

Das Startmenü von Windows 11 ist eine der am meisten von Nutzern kritisierten Funktionen des Systems, obwohl Microsoft es laut eigenen Angaben rein nach den Wünschen und des Feedbacks seiner Kunden gestaltet hat. Nun scheint man in Redmond eine ganze Reihe weiterer Veränderungen für das Startmenü zu planen, wofür Nutzer bislang ausdrücklich kein Feedback hinterlassen hatten.

Widgets heißen Companions in Windows 11

Einerseits möchte Microsoft kleine, schwebende Panels auf jeder Seite des Startmenüs einführen, welche der Konzern als „Companions“ bezeichnen wird. Diese können Informationen aus unterschiedlichen Apps direkt im Startmenü darstellen, darunter die Wettervorhersage auf einen Blick, wichtige Schlagzeilen aus der News-App oder auch kürzliche Benachrichtigungen sowie wichtige Status-Informationen aus der Smartphone-Link-App. Diese Funktion hatte Twitter-Nutzer Albacore zuerst dokumentiert, ist sie doch seit Windows 11 Beta Build 26212 versteckt im System enthalten. Sie können lediglich manuell aktiviert werden und Microsoft hat die Funktion bislang nicht offiziell angekündigt. Entwickler können eigene Apps für die Companions erstellen, um Informationen aus ihren Anwendungen künftig wieder direkt im Startmenü anzuzeigen.

Neue Sortierung für „Alle Apps“

Microsoft experimentiert auch mit dem Layout des „Alle Apps“-Abschnitts im Startmenü. Bisher zeigt dieser Abschnitt eine Liste sämtlicher installierter Anwendungen an, welche lediglich alphabetisch sortiert ist. Microsoft testet hier zwei verschiedene Layouts für das Startmenü in Windows 11.

Einerseits testet der Konzern eine Rasterstruktur für „Alle Apps“, sodass die Anwendungen nicht mehr einfach nur aufgelistet werden. Dies könnte durchaus die Übersichtlichkeit verbessern, wenn die Liste der installierten Apps sehr lang ist.

Als zweite Maßnahme testet Microsoft aktuell auch eine Kategorie-Ansicht für das Startmenü, welche die installierten Anwendungen in einer Rasteransicht nach ihren App-Kategorien sortiert. Das Feature ist bislang noch in einem sehr rudimentären Zustand ins System integriert und wurde ebenfalls nicht offiziell von Microsoft angekündigt. Derzeit wird anstelle eines Kategorie-Icons oder der meistverwendeten Apps jeder „Kachel“ nur vier Farben angezeigt, die eventuell App-Icons repräsentieren könnten.

Tipp: StartMenuStyler lässt Nutzer Startmenü-Layout ändern

Das Startmenü von Windows 11 ist aufgrund seiner XAML-Basis durchaus leicht anpassbar, sodass Microsoft diese Veränderungen relativ leicht vornehmen und als Funktion seines Betriebssystems ausrollen kann. Es gibt jedoch bereits Tools, welche diese Tatsache nun selbst ausnutzen und uns Nutzern erlauben, das Startmenü nach unseren eigenen Wünschen zu gestalten. Wir haben das Tool zuletzt im Video vorgestellt.


via Albacore / Panthom Of Earth

Microsoft veröffentlicht Reparatur-Tool für Crowdstrike-Bluescreen

Microsoft hat nun ein USB-basiertes Reparatur-Tool erstellt und veröffentlicht, welches die Probleme behebt, die durch den kürzlichen Crowdstrike-Ausfall verursacht wurden. Dieses Tool soll eine einfachere Lösung bieten als die bestehenden mehrstufigen Workarounds.

Der Crowdstrike-Ausfall hatte am vergangenen Freitag zahlreiche Windows 10- und Windows Server-PCs mit einem Bluescreen lahmgelegt. Die Ursache war ein fehlerhaftes Update der Crowdstrike Falcon Endpoint Protection Software, die von vielen Unternehmen und Organisationen zur Sicherung ihrer Systeme verwendet wird. Dabei hatte der Softwarekonzern wohl ein Treiber-Update an Millionen von Rechnern weltweit ausgerollt, ohne dieses Update tatsächlich zu testen. Die Ursachen sowie auch die Resultate davon sowie auch, wie der Workaround funktioniert, haben wir in unserem Video bereits am Freitag thematisiert.

Das von Microsoft bereitgestellte Reparatur-Tool kann ab sofort aus dem offiziellen Download-Center heruntergeladen werden. Um das Reparatur-Tool zu erstellen, benötigt man einen 64-Bit-Windows 10/11-Client-PC, mindestens 8 GB freien Speicherplatz, Administratorrechte, einen USB-Stick mit mindestens 1 GB Speicherplatz und den BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel für den PC, den man reparieren möchte.

Das Reparatur-Tool ist ein PowerShell-Skript, das das Windows Assessment and Deployment Kit (Windows ADK) und das Windows Pre-installation Environment (Windows PE) installiert und eine bootfähige WinPE-Image auf den USB-Stick kopiert. Nachdem man den USB-Stick an den betroffenen PC angeschlossen und von ihm gebootet hat, muss man den BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel eingeben. Das Skript führt dann das von Crowdstrike empfohlene Skript aus, das das Problem behebt.

Microsoft empfiehlt, das Reparatur-Tool nur zu verwenden, wenn die bestehenden Workarounds nicht funktionieren oder zu kompliziert sind. Das Unternehmen weist auch darauf hin, dass das Reparatur-Tool alle Daten auf dem USB-Stick löscht und dass man das Windows ADK und Windows PE nach der Verwendung deinstallieren kann, um Speicherplatz freizugeben.

> Download: Crowdstrike Bluescreen Fix Tool

Microsoft: EU Kommission ist Schuld am Crowdstrike-Debakel

Microsoft hat in einem aufgeheizten Statement die EU-Kommission (indirekt) für den jüngst von Crowdstrike verursachten IT-Ausfall verantwortlich gemacht. Am Freitag hatte ein Update der Sicherheitssoftware weltweit Millionen von Windows-Computern lahmgelegt und damit teils auch kritische Infrastruktur mitgenommen. Nun wehrt sich Microsoft gegen die Vorwürfe, sein System nicht ausreichend ausfallsicher konzipiert zu haben und gibt indirekt der EU dafür die Schuld.

from the article: A Microsoft spokesman said it cannot legally wall off its operating system in the same way Apple does because of an understanding it reached with the European Commission following a complaint. In 2009, Microsoft agreed it would give makers of security software…

— Frank X. Shaw (@fxshaw) July 21, 2024

Microsoft erklärte in einem Statement an das Wall Street Journal, dass man 2009 von der EU-Kommission dazu verpflichtet wurde, Windows für andere Sicherheitsfirmen zu öffnen, um den Wettbewerb zu fördern. Dies hatten unterschiedliche Lobby-Gruppen auch jahrelang gefordert, damit nämlich Sicherheitssoftware unter Windows dieselben tief ins System integrierten Berechtigungen nutzen kann, die auch Microsofts eigene Software nutzt. Konkret hatte Crowdstrike einen Kernel-Treiber ausgerollt, welcher mit Windows 10 schlichtweg nicht kompatibel war. Microsoft wollte allerdings längst diese Art von Treibern unter Windows abschaffen, wurde allerdings von Regulierungsbehörden und Lobby-Gruppen erfolgreich daran gehindert. Laut Microsoft habe dies jedoch die Sicherheit und Stabilität von Windows beeinträchtigt und das Resultat davon sei am Freitag sichtbar gewesen.

Microsoft betonte darin auch, dass man selbst nicht die Hauptursache für den Ausfall sei und auch Crowdstrike einigermaßen schnell die Verantwortung dafür übernommen hatte. Der Redmonder Softwarekonzern wies auch darauf hin, dass der Ausfall weniger als 1 Prozent der Windows-Computer weltweit betraf und keine direkten Auswirkungen auf Verbraucher hatte. Dennoch sei der Ausfall ernst zu nehmen, da er wichtige Bereiche wie Flughäfen, Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen beeinträchtigte.

Zuletzt kritisierte Microsoft auch die Berichterstattung über den Ausfall, die oft falsche oder irreführende Informationen enthielt. Hauptsächlich wurde in Mainstream-Medien Microsoft für den Ausfall verantwortlich gemacht, obwohl die Bluescreen-Meldung klar die csagent.sys-Datei und somit keinen Windows-Systemdienst direkt verantwortlich machte. Viele Medien hatten den blauen Recovery-Bildschirm laut Microsoft fälschlicherweise als „Blue Screen of Death“ bezeichnet, obwohl es sich um einen Wiederherstellungsbildschirm handelte.


via WSJ

Xbox Marketing-Chef für EMEA: Müssen um Finazierung kämpfen

Außerhalb der USA hat die Xbox einen schweren Stand gegenüber der Konkurrenz von Sony und Nintendo, weswegen der Konzern wohl auch das Marketing in Europa einstellen will. Gerüchte dazu kursieren bereits seit einiger Zeit, welche ein aktuelles Interview des Marketing-Chefs für die EMEA-Region zu bestätigen scheint.

In einem Interview mit Marketing Week beschreibt Michael Flatt die Herausforderungen, die sein Team bei der Vermarktung der Xbox in Europa hat. Er sagt, dass PlayStation „bedauerlicherweise“ mehr Geld für Marketing ausgibt als Xbox. „Sie sind gesegnet mit Marketingmitteln, die wir einfach nicht genießen können, aber das ist völlig in Ordnung.“, erklärte der Manager. Weiters führt er aus:“Wir verfolgen einen eher sparsamen Ansatz bei den Medieninvestitionen. Wir sind nicht mit riesigen Medienbudgets gesegnet, also müssen wir ziemlich schlagfertig und zäh sein, um für Mittel zu kämpfen, die wahrscheinlich woanders hingehen würden.“

Zahlreiche Xbox-Fans kritisieren in jüngster Zeit den nachlässigen Ansatz, den Microsoft im Zusammenhang mit der Vermarktung seiner Konsolen fährt. Dabei hat man Abonnements und andere Plattform priorisiert, anstatt Exklusivtitel für die eigenen Konsolen zu fördern. Ob man diese Nachlässigkeit nun auch bei diesen Kürzungen sehen kann, kann nur die Zukunft zeigen. Microsoft dürfte, wie einst auch bei Windows Phone, künftig einen zentralisierteren, aus den USA geleiteten Marketing-Ansatz für Xbox verfolgen, sofern die Gerüchte wahr sind.

Zumindest in Europa ist zwar Xbox gerne auf verschiedenen Gaming-Events vertreten, allerdings war das Marketing abseits davon nur selten bemerkbar. Die Verkaufszahlen der Xbox liegen weit hinter jenen der PlayStation zurück und das, obwohl Microsoft mit seinen Series S-Konsolen auch über ein deutlich günstigeres Angebot verfügt. Schätzungen zufolge hat sich die PS5 in Frankreich im Verhältnis von fast 9:1 zur Xbox Series X/S verkauft.


Quelle: Marketing Week (paywall) | via WC

Windows 10: CrowdStrike legt zahlreiche Unternehmen lahm

Ein Software-Update des Sicherheitsunternehmens CrowdStrike hat zu massiven Problemen bei Windows 10 geführt und damit zahlreiche Server und PCs mit einem Bluescreen lahmgelegt.

CrowdStrike bietet Endpunktschutz und andere Dienste an, die von vielen Unternehmen weltweit genutzt werden. Das Update für die CrowdStrike-Sensoren, die auf den Client-Maschinen installiert sind, verursachte jedoch einen Konflikt mit dem Treiber csagent.sys, der für die BSODs verantwortlich ist.

CrowdStrike hat den Fehler bestätigt und eine technische Anleitung veröffentlicht, wie man die betroffenen PCs wieder zum Laufen bringen kann. Dazu muss man entweder den Treiber csagent.sys löschen, den CrowdStrike-Ordner umbenennen oder den CSAgent-Dienst in der Registry deaktivieren. Diese Schritte erfordern jedoch einen Start im abgesicherten Modus und Administratorrechte.

Zur Lösung des Problems ist es am einfachsten den folgenden Workaround zu nutzen:

  • Startet Windows 10 im abgesicherten Modus.
  • Navigiert zu C:WindowsSystem32driversCrowdStrike
  • Löscht dort die Datei mit der Bezeichnung C-00000291*.sys

Es scheint aktuell, dass vor allem Windows 10 Server von dem Problem betroffen sind und das momentan zu zahlreichen Ausfällen bei unterschiedlichen Unternehmen sorgt.

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