Reolink Solar Floodlight Cam im Test: Solarbetrieben, 2K-Auflösung und Flutlicht

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Ich war zugegebenermaßen etwas überrascht, dass Reolink als sein neuestes Sicherheitskamera-Modell nicht die nächste, noch besser auflösende und mit noch mehr KI-Features ausgestattete PTZ-Kamera vorgestellt hat. Stattdessen handelt es sich um die Reolink Solar Floodlight Cam – das Novum steckt hier quasi schon direkt im Namen. Es ist also eine durch Solarenergie betriebene Akkukamera, welche statt einer einfachen LED gleich auf die neue Floodlight-Technologie setzt, welche auch bei den letzten Premium-Kameras verbaut worden wird. Dafür kostet das Solarmodell dann aber auch „nur“ 100 Euro – was ihr für diesen immer noch nicht unbedingt günstigen Preis erwarten könnt, das möchte ich euch hier in den nächsten Zeilen berichten.

Eigenschaft Spezifikation
Video & Audio
Image Sensor 1/3″ CMOS Sensor
Resolution 2560×1440 (4MP) @15fps
Lens f=2.3mm, fixed F=2.2
Video Compression H.264 / H.265
Field of View H: 124.5°, V: 69.6°, D: 150.5°
Frame Rate 10 – 15fps (default: 15fps)
Code Rate Mainstream: 1024Kbps, 1536Kbps (default: 1536Kbps)


Substream: 64Kbps, 128Kbps (default: 128Kbps)
Infrared Night Vision Up to 10 meters (33ft); LED: 1pcs/850nm (Auto-switching with IR-cut filter)
Color Night Vision With floodlights
Color Temperature 3000K – 6000K
Brightness Up to 1000 lumens, adjustable
Audio Two-way audio
Power
Battery Capacity 7800mAh
Battery Life 3 months
Solar Panel 3W
Interface
Power Port USB Type-C
SD Card Slot Max. 512GB microSD card
Reset Button YES
Audio In/Out Built-in microphone and speaker
Wi-Fi
Wireless Standard IEEE 802.11 ac/a/b/g/n/ax
Operating Frequency 2.4GHz / 5GHz WiFi 6
Wireless Security WPA / WPA2 / WPA3
Software Features
OS Supported PC: Windows, Mac OS


Smartphone: iOS, Android
Max. User Access Max. 12 simultaneous streams (2 main & 10 sub streams)

Ihr bekommt also eine Netzstrom-unabhängige Kamera mit Flutlicht, 150 Grad Ultraweitwinkel-Sensor mit 2K/4MP HD-Auflösung und dem Versprechen vom Hersteller, dass dem 7.800 mAh starken Akku quasi nie der Saft ausgeht, da die SolarEase genannte Technologie selbst bei wenig Sonnenlicht ausreichend Energie in die Zellen pumpen können soll. Ist der Akku einmal vollgeladen, dann soll jener ohne weitere Zufuhr von Energie bis zu 3 Monate durchhalten. Das konnte ich nun bislang so natürlich nicht ausprobieren, halte ich ob der bis zu 1.000 Lumen Helligkeit (Lichtwärme anpassbar zwischen 3.000 bis 6.000 Kelvin) der Flutlichter aber auch eher für eine geschönte Angabe á la „wenn kein Flutlicht genutzt wird, keine Objekterkennung stattfindet und überhaupt nichts vor der Kamera passiert“.

An Hardware erwartet euch hier eher aktuelle Standardkost, WiFi 6 wird unterstützt, sowohl auf dem 2,4- als auch auf dem 5-GHz-Band. Zwei-Wege-Audio ist ebenso am Start, man soll sich zur Not mit dem ungewollten Besuch auch unterhalten können. Ihr bekommt einen PIR-Sensor, der Bewegung bei Personen, Tieren oder Fahrzeugen erkennt und euch dies auch optional meldet, die Reichweite liegt hier bei bis zu 10 Metern – im Test hat mich die Kamera aber auch schon bei mindestens 15 Metern korrekt als Schwein Person identifiziert und so gemeldet. Auch die Aufnahme lässt sich dann entsprechend so nutzen, dass bei Erkennung eines solchen Triggers aufgezeichnet wird.

Ich habe hier im Test zuerst einmal per USB-C-Anschluss dafür gesorgt, dass der Akku der Kamera komplett aufgeladen ist, seitdem kümmert sich aber das 3-Watt-Panel um die Stromversorgung. Und ehrlicherweise scheint das Konzept SolarEase aufzugehen. Die Akkuanzeige landete bislang noch nie unter 98 %, wobei es hier schon mehrere Tage gegeben hat, wo statt Sonne nur fröhliches Grau und Regen vorherrschten. Mit Sicherheit bekommt man den Akku dennoch schneller gefordert, wenn die Flutlichter alle paar Minuten angehen, aber das passiert bei uns im Garten eher selten.

Das Bild des 1/3-Zoll-CMOS-Sensors mit seinen 4 MP ist tagsüber ausreichend scharf, in der Nacht leidet der Detailreichtum trotz Flutlicht aber dennoch. Gesichter lassen sich auf 3 Meter Abstand vielleicht noch gut erkennen, wenn da auf 8 Metern Entfernung aber ein Einbrecher durch den Garten flitzt, würde ich mich nicht darauf verlassen, denjenigen anhand seines Gesichts identifizieren zu können. Daran ändert auch der allgemeine IR-Nachtmodus nichts.

Bei Tag

Bei Nacht

Immer noch bei Nacht, aber mit Flutlicht auf 80 %

Der Klang der Lautsprecher geht klar, ebenso die Lautstärke. Bei dem Preis erwarte ich keine perfekte Klangkulisse wie bei einem direkten Dialog miteinander, etwas dumpf klingt der Ton aber dennoch. Zu begrüßen ist die auch hier wieder wahnsinnig einfache Einrichtung und Einbindung in die Reolink-App. In jener hat sich seit meinen letzten beiden Reolink-Tests (1 und 2) aber nun auch nichts weiter getan, was ich hier noch als neu vorstellen müsste. So oder so hat sich die App ordentlich gemausert und gehört definitiv zu den besseren auf dem Markt.

Bei uns habe ich die Reolink Solar Floodlight Cam mit im Reolink-Home-Hub eingerichtet, jener speichert also auch die Aufnahmen lokal im Haus, ohne dass ich eine SD-Karte in der Kamera haben muss. Das ist aber natürlich dennoch möglich, einen Cloud- oder Abo-Zwang gibt es auch weiterhin nicht. Bis zu 512 GB microSD-Karten sind hier möglich.

Was den einen oder anderen hier eventuell stören könnte, ist die starre Kameraausrichtung des Sensors, da ihr hier eben keinerlei PTZ-Funktionalität bekommt. Das weiß man aber eigentlich spätestens beim Klick auf den Kaufen-Button, darum ist das nun definitiv kein Manko.

Fazit? Gutes Gesamtpaket für den Preis, das Flutlicht ist schon ein echter Mehrwert hier, da die sonstigen LED-Funzeln hin und wieder echt sehr schwach ausfallen. Ebenso lobenswert, dass das Flutlicht für den Akku keinen Genickbrecher darstellt, jener dank Solarpanel sogar bei schwachem Licht ausreichend Energie tanken kann, um lange durchzuhalten. Und wenn es dann doch mal den Ausnahmezustand geben sollte, dass der Akku wider Erwarten leergeht, gibt es das Laden per USB-C-Anschluss. Das Kamerabild ist nicht auf Highend-Niveau, langt für das Meiste aber locker.

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