
Wer unter Windows öfter mal Bilder bearbeitet, stolpert zwangsläufig über Paint.NET. Die Software ist ein Urgestein und begleitet viele Nutzer seit Ewigkeiten. Bisher gab es jedoch immer ein kleines Ärgernis, denn die naheliegende Webadresse war nicht im Besitz des Entwicklers Rick Brewster. Nutzer mussten stattdessen den Umweg über getpaint.net nehmen, da die eigentliche Wunschdomain blockiert war. Nach über zwei Jahrzehnten hat das Warten nun ein Ende und Brewster konnte die Adresse paint.net endlich übernehmen.
Der Weg dorthin war laut Brewster kein leichter Gang. Frühere Besitzer verweigerten den Verkauf oder riefen völlig überzogene Preise auf. Die Wende brachte das Verhalten des letzten Inhabers im vergangenen Dezember. Dieser begann damit, Inhalte rund um die Software zu hosten, die Nutzer jedoch mit Werbung und dubiosen Links täuschten. Da hiermit Geld durch eine Markenrechtsverletzung verdient wurde, schaltete Brewster einen Anwalt ein. Dieser juristische Hebel führte letztlich zum Erfolg und die Domain wechselte den Besitzer.
Aktuell befindet sich das Projekt im Umzug. Wer die Seite ansteuert, findet momentan noch einen Platzhalter mit einem Hinweis auf die Migration vor. Die alten Adressen sollen künftig weitergeleitet werden, damit kein Nutzer im digitalen Nirgendwo landet. Sollte die Seite bei jemandem noch wie eine Suchmaschine aussehen, liegt das lediglich an den noch nicht aktualisierten DNS-Einträgen der Internetanbieter. Das Ganze ist ein großer Meilenstein für das kleine Projekt, da nun endlich Klarheit bei der Suche nach dem Programm herrscht.
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