Nothing zieht sich angeblich aus gleich 12 internationalen Märkten zurück. Die Ursache: Die Auslieferungsmengen des Herstellers sind zu stark gesunken. Pikant: Gründer und CEO ist Carl Pei, vormals auch Mitbegründer von OnePlus. Letztere gehen ja aktuell haargenau den gleichen Weg, sodass dies fast wie Schicksal anmutet. Beide Unternehmen dürften zudem besonders unter der Speicherkrise leiden.
Ein offizielles Statement von Nothing liegt jedoch noch nicht vor, behandelt die Angaben als Gerüchte. Jedenfalls heißt es, dass Nothing die Belegschaft um 30 bis 40 % reduzieren und sich aus 12 Regionen zurückziehen wolle. Betroffen sein sollen etwa der Mittlere Osten, Japan und auch Teile Europas. So konnte die Marke zuletzt deutlich weniger Produkte verkaufen als erhofft. Etwa soll das Nothing Phone (4b) angeblich bislang international gerade einmal 20.000-mal ausgeliefert worden sein.
Von den Modellen Phone (4a) und Phone (4a) Pro soll Nothing zusammengenommen rund 150.000 Exemplare ausgeliefert haben. 2025 konnte Nothing noch ca. 2 Mio. Geräte ausliefern, doch die Speicherkrise macht dem Hersteller besonders zu schaffen. Denn man ist speziell in der Einstiegs- und Mittelklasse unterwegs. In diesem Preissegment wirken sich die Kostenexplosionen bei RAM und Speicherplatz prozentual gesehen besonders stark aus. Auch ist es hier deutlich schwieriger, die gestiegenen Kosten an die eher preissensitiven Kunden weiterzugeben als im Premium-Bereich.
Als Folge hat man bereits unter seiner preislich aggressiven Untermarke CMF für 2026 keine neuen Smartphones geplant. Am Ende betreibt Nothing hier also eine Marke, die nur noch eingeschränkt neue Geräte veröffentlichen kann. Ansonsten will Nothing offenbar vor allem die Forschung und Entwicklung zurückschrauben, um seiner Kosten Herr zu werden. Das legen zumindest Berichte aus Indien nahe. Dort ist Nothing im Grunde am erfolgreichsten und wird auch verbleiben.
Aus welchen Ländern Europas sich Nothing nun konkret zurückziehen könnte, schlüsseln die Gerüchte wiederum nicht auf. Ob Deutschland also betroffen sein könnte, ist derzeit offen. Aktuell sollte man die Angaben eben mit etwas Vorsicht genießen. Blicken wir aber auf den Verlauf rund um OnePlus zurück, als es mit ganz ähnlichen Gerüchten begann, dann könnte es hier ähnlich laufen.
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