Google schraubt weiter kräftig am Smart Home und bringt neue Funktionen für Gemini in den Early Access. Noch immer ist Deutschland nicht auf der Liste. Dennoch halten wir mal fest, was neu ist, irgendwann rollen die Features vermutlich auch hier komplett aus, Österreich ist ja beispielsweise am Start und grundsätzlich wird Deutsch unterstützt.
Der Assistent soll jedenfalls deutlich natürlicher reagieren und mehrere Befehle in einem Rutsch verarbeiten. Man kann also in einem Satz die Rollos schließen, das Licht dimmen und einen Timer starten. Auch bei unpräzisen Ansagen wie dem Wunsch nach etwas mehr Wärme im Wohnzimmer versteht das System jetzt besser, was gemeint ist. Technisch hat Google unter der Haube an der Geschwindigkeit gefeilt, damit alltägliche Kommandos flüssiger ablaufen.
Bei der Mediensteuerung gibt es ebenfalls Fortschritte. Wenn Musik läuft und man Gemini eine Frage stellt, lässt sich die Antwort mit einem einfachen Stopp unterbrechen, ohne dass die Musikwiedergabe komplett aufhört. Nutzer von Apple Music dürften sich freuen, dass ein Fehler behoben wurde und der Dienst wieder auf den Lautsprechern läuft. Die Bluetooth-Kopplung wurde zudem stabiler gestaltet. Wer seine Lautsprecher oder Displays als Abspielgerät nutzen möchte, aktiviert diese einfach per Sprachbefehl.
Die Zuverlässigkeit stand bei diesem Update weit oben auf der Liste, so Google. Gemini behauptet seltener, eine Aufgabe nicht ausführen zu können, obwohl sie eigentlich unterstützt wird. Das betrifft vor allem die Lichtsteuerung und Musik. Auch Wecker und Timer reagieren schneller auf Abbruchbefehle. In Gesprächen behält der Assistent nun besser den Überblick über aktive Timer, selbst wenn man sich nur vage darauf bezieht. Wissensfragen zu Wetter oder Sport sollen jetzt umfangreichere Antworten liefern, damit man direkt alle wichtigen Infos parat hat.
Spannend wird es bei der Kamera-KI. Google nutzt die Bilderkennung von Nest-Kameras und kompatiblen Geräten jetzt als Auslöser für Automatisierungen. Statt starrer Regeln erkennt das System Szenen und reagiert darauf. Man beschreibt in einfacher Sprache, was passieren soll. Wenn die Kamera etwa ein Paket von Amazon, ein spezielles Auto in der Einfahrt oder ein Tier am Mülleimer sieht, wird die entsprechende Aktion ausgelöst. Das funktioniert über eine neue Startbedingung in der Google Home App, bei der man das Ereignis einfach eintippt.
Die Google Home App selbst erhält mit der Version 4.17 einige optische und funktionale Korrekturmaßnahmen. Die Verwaltung bekannter Gesichter sieht ordentlicher aus und die Widgets auf dem Smartphone reagieren jetzt sofort beim ersten Tippen auf Lampen oder Steckdosen. Wer eine Pixel Watch nutzt, kann seine Favoriten nun wieder problemlos direkt am Handgelenk sortieren. Der Rollout für den Early Access startet ab sofort in den unterstützten Regionen, wobei Konten für Kinder oder Enterprise-Nutzer vorerst noch außen vor bleiben.
tl;dr
* Verarbeitung mehrerer Sprachbefehle in einem Satz.
* Verständnis für umgangssprachliche Anpassungen wie „ein bisschen wärmer“.
* Optimierte Geschwindigkeit und geringere Latenz bei Standardbefehlen.
* Antworten von Gemini können gestoppt werden, ohne die Musikwiedergabe zu unterbrechen.
* Fehlerbehebung für Apple Music auf Google-Lautsprechern.
* Höhere Zuverlässigkeit bei der Bluetooth-Kopplung.
* Reduzierung von Fehlermeldungen bei der Steuerung von Licht und Medien.
* Schnellere Reaktionszeit beim Beenden oder Schlummern von Weckern.
* Besseres Kontextverständnis für aktive Timer innerhalb von Gesprächen.
* Ausführlichere Informationen bei Fragen zu Wetter, Sport und Allgemeinwissen.
* Nest-Kameras können Ereignisse wie Paketlieferungen oder Tiere als Auslöser für komplexe Automatisierungen nutzen.
* Erstellung von Automatisierungen durch einfache Textbeschreibungen statt starrer Regeln.
* Optische Überarbeitung der Benutzeroberfläche für die Gesichtserkennung.
* Schnellere Reaktion der Smart-Home-Widgets auf dem Smartphone-Startbildschirm.
* Korrektur der Favoriten-Verwaltung auf Wear OS-Smartwatches.
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