
„Ente, Ente, Ente. Sag endlich Gans!“ Immer mehr Menschen nutzen Google Fotos, um ihre Bilder zu speichern und zu teilen. Doch der Komfort hat seinen Preis: Google analysiert die hochgeladenen Fotos mithilfe von KI-Modellen, um beispielsweise Alter, Ort und sogar Emotionen der abgebildeten Personen zu erkennen. Vishnu Mohandas, ein ehemaliger Google-Mitarbeiter, hat Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der möglichen Verwendung dieser Informationen. Deshalb entwickelte er „Ente„, einen Open-Source- und Ende-zu-Ende-verschlüsselten Dienst zum Speichern und Teilen von Fotos.
Um die Öffentlichkeit für die Problematik zu sensibilisieren, bastelte man zudem die Website Theyseeyourphotos.com. Dort können Nutzer ein beliebiges Foto hochladen und von Googles KI analysieren lassen. Die Ergebnisse sind oft sehr detailliert und zeigen, wie viele Informationen Google aus einem einzigen Bild extrahieren kann. So erkennt die KI beispielsweise die Marke und das Modell einer Uhr, die auf einem Foto getragen wird, und kann sogar Rückschlüsse auf die ethnische Zugehörigkeit und den sozialen Status der abgebildeten Personen ziehen.
Google selbst betont, dass die Daten aus Google Fotos nur zur Verbesserung der eigenen Dienste verwendet werden und nicht an Dritte verkauft oder für Werbezwecke genutzt werden. Dennoch lässt sich die Analyse der Bilder nicht vollständig deaktivieren. Ente bietet Nutzern eine Alternative, die mehr Kontrolle über ihre Daten verspricht. Allerdings ist der Dienst noch nicht so ausgereift wie Google Fotos und bietet beispielsweise weniger Funktionen zur Dateifreigabe und -suche.
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