Geekom A5 Pro im Test: Kompakter Alltagsrechner für den Schreibtisch

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Ich habe mir in den vergangenen Tagen den kleinen Mini PC von Geekom, den A5 Pro mal genauer anschauen dürfen. Das Gerät positioniert sich in der Preisklasse um 600 Euro und richtet sich an Nutzer, die einen unauffälligen Rechner für das heimische Arbeitszimmer oder den Büroalltag suchen.

Das Ding ist noch einmal auffallend kleiner als mein letzter Beelink-Mini-PC und die sind schon lütt. Der Hersteller gibt die Abmessungen mit 112 mal 112 mal 37 Millimetern an. Damit nimmt der Computer auf der Tischplatte kaum mehr Platz ein als ein Kaffeebecher. Das Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt. Die Verarbeitungsqualität macht bei genauerer Betrachtung einen soliden Eindruck. Spaltmaße sind gleichmäßig, auf unsaubere Kanten trifft man nicht. Wer den Rechner gar nicht auf dem Tisch stehen haben möchte, kann die mitgelieferte VESA-Halterung nutzen. Damit lässt sich der Computer an der Rückseite eines kompatiblen Monitors verschrauben. So verschwindet die Technik komplett aus dem Blickfeld.

Unter der Haube verrichtet ein Prozessor von AMD seinen Dienst. Konkret kommt der Ryzen 5 7530U zum Einsatz. Dieser Chip ist mit sechs physischen Kernen ausgestattet und kann zwölf Threads parallel abarbeiten. Der Basistakt liegt in einem moderaten Bereich, bei Bedarf taktet die CPU jedoch auf bis zu 4,5 Gigahertz hoch. Solche Spezifikationen reichen für alle gängigen Routineaufgaben aus. AMD gibt für den Prozessor einen Stromverbrauch von 15 Watt an. Für die grafische Darstellung ist eine in den Hauptprozessor integrierte Radeon-Grafikeinheit zuständig. Dem Chip stehen in der mir vorliegenden Variante 16 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Als lokaler Datenspeicher ist eine SSD mit einem Terabyte Kapazität verbaut. Ab Werk ist Windows 11 Pro als Betriebssystem installiert, laut Angaben des Herstellers wird Linux offiziell unterstützt.

Direkt über den Hersteller kostet der Geekom A5 Pro (2026 Edition) aktuell 619 Euro. Über den Code „CS5PRO7P“ erhaltet ihr allerdings 12 % Rabatt. Falls ihr lieber via Amazon.de zuschlagen wollt, dann ist auch das möglich – auch dort könnt ihr den erwähnten Code einsetzen. Der Rabatt kann bis 31. Mai 2026 in Anspruch genommen werden.

In der Praxis zeigt die genannte Hardwarekombination, wofür sie konzipiert wurde. Wer klassische Bürosoftware nutzt, dutzende Tabs im Browser geöffnet hält und regelmäßig an Videokonferenzen teilnimmt, wird von der Leistung nicht enttäuscht. Das System reagiert zügig auf Eingaben und lässt sich bei solchen Aufgaben nicht aus der Ruhe bringen. Man merkt im Arbeitsablauf keinen Unterschied zu einem großen Desktop-Rechner.

Geekom hat bei diesem Modell versucht, einen guten Mittelweg für die sonst oft recht begrenzten Anschlüsse an einem Mini PC zu finden. An der Vorderseite und Rückseite befinden sich insgesamt sechs USB-Ports. Drei davon arbeiten mit dem Standard USB 3.2 Gen 2 und sind im klassischen Typ-A-Format gehalten. Zwei weitere Ports nutzen denselben Standard, allerdings als Typ-C. Zusätzlich existiert ein USB-2.0-Anschluss. Dieser langsamere Port eignet sich, um den Empfänger einer drahtlosen Maus oder Tastatur einzustecken, da diese Peripheriegeräte keine hohen Datenraten benötigen. Für den Anschluss von Bildschirmen sind zwei HDMI-2.0-Schnittstellen integriert. Nutzt man diese zusammen mit den Typ-C-Ports, lassen sich laut Spezifikationen bis zu vier Monitore mit 4K-Auflösung gleichzeitig ansteuern. Ergänzt wird das Ganze durch einen Leseschlitz für SD-Karten, eine 3,5-Millimeter-Audiobuchse und einen Netzwerkanschluss, der Datenraten von 2,5 Gigabit pro Sekunde unterstützen soll.

Für die Benchmark-Enthusiasten

Geekbench CPU

Geekbench GPU

Cinebench

Neben der kabelgebundenen Netzwerkanbindung verfügt das Gerät über Funkmodule für drahtlose Verbindungen. Unterstützt werden Wi-Fi 6 sowie Bluetooth 5.2. In der Testumgebung arbeiteten die Verbindungen allesamt stabil. Es traten keine unerwarteten Verbindungsabbrüche oder dergleichen auf.

Beim A5 Pro kommt ein Kühlsystem zum Einsatz, das vom Hersteller als IceBlast-3.0 bezeichnet wird. Gemäß den offiziellen Spezifikationen soll der Geräuschpegel im Betrieb unter der Marke von 30 Dezibel bleiben. Im Testbetrieb bestätigte sich dieser Eindruck. Der verbaute Lüfter agiert echt leise – nicht unhörbar, und erzeugt bei Büroarbeiten lediglich ein leises Rauschen.

Der eingesetzte Prozessor ist auf Effizienz getrimmt und verfügt nicht über die architektonischen Reserven einer Workstation-CPU. Sobald Aufgaben anstehen, die massive Rechenleistung erfordern, zeigt das System dann auch seine Schwächen. Das gilt vor allem für die integrierte Grafikeinheit. Wer hochauflösende Videos schneiden möchte oder komplexe 3D-Modelle rendert, wird mit langen Wartezeiten konfrontiert. Gaming habe ich außer Genshin Impact gar nicht weiter ausprobiert, das muss man beim Blick auf die Specs aber auch nicht. Die Hardware ist schlichtweg nicht dafür konzipiert, aktuelle Spiele mit realistischer Grafik flüssig darzustellen. Gelegentliches Spielen von älteren Titeln oder weniger anspruchsvollen Spielen ist im Bereich des Möglichen, sofern man die Detailstufe reduziert. Wer ernsthaft am Rechner spielen möchte, muss nach Systemen Ausschau halten, die eine dedizierte Grafikkarte besitzen.

Wer einen älteren Rechner in Rente schicken möchte und seinen Computer primär für Textverarbeitung, E-Mails, Tabellen und das Surfen im Web nutzt, erhält ein passendes System. Die Verarbeitung des Gehäuses ist einwandfrei, die Arbeitsgeschwindigkeit für normales Arbeiten ausreichend und das Schnittstellenangebot durchdacht. Erfreulich ist die geringe Lautstärke im laufenden Betrieb. Man muss sich im Klaren darüber sein, dass diese Geräteklasse nicht für rechenintensive Hobbys oder anspruchsvolles Gaming ausgelegt ist. Wer diese Rahmenbedingungen akzeptiert, findet in dem kleinen Kasten einen verlässlichen Begleiter für den digitalen Alltag.

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