Die Europäische Kommission hat den offiziellen Startschuss für das Register des Digitalen Produktpasses (Digital Product Passport, kurz DPP) gegeben. Damit stellt Brüssel die zentrale Infrastruktur bereit, um Produkte künftig über deren gesamten Lebenszyklus hinweg transparenter und nachverfolgbarer zu machen.
Der Digitale Produktpass soll Informationen zu Herkunft, Zusammensetzung, Reparatur- und Wiederverwendungsmöglichkeiten sowie zur Einhaltung von EU-Standards bündeln. Für Verbraucher und Unternehmen werden diese Daten in der Regel über einen QR-Code oder ähnliche digitale Datenträger direkt am Produkt abrufbar sein. Das neue Register fungiert dabei als zentraler und gesicherter Knotenpunkt für Metadaten und eindeutige Produktkennungen. Die eigentlichen Produktdaten verbleiben bei den Herstellern oder den jeweiligen Pass-Dienstleistern.
Das Register basiert auf der EU-Verordnung für Ökodesign für nachhaltige Produkte. Es wird schrittweise Informationen für unterschiedlichste Produktkategorien aufnehmen, darunter Textilien, Stahl, Aluminium, Reifen, Möbel, ITK-Geräte und energieverbrauchende Produkte. Auch Spielzeug, Waschmittel und Bauprodukte sind vorgesehen. Verpflichtend wird der Pass als Erstes für bestimmte Batteriearten: Ab dem 18. Februar 2027 greifen hier die Vorgaben der EU-Batterieverordnung.
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