Beim schwäbischen Batteriehersteller Varta schaut es schlecht aus: Dem Traditionsunternehmen aus Ellwangen drohen unmittelbar die Insolvenz und die Zerschlagung zentraler Unternehmensbereiche. Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, haben sich die Hauptgläubiger dazu entschieden, ihre Kredite fällig zu stellen.


Der Konzern steckte bereits seit längerem in Schieflage und versuchte sich über ein Sanierungsverfahren nach dem Restrukturierungsgesetz neu aufzustellen. Im Mai folgte jedoch der nächste schwere Rückschlag: Varta verlor mit Apple seinen wichtigsten Kunden für die CoinPower-Knopfzellen der AirPods, woraufhin die Produktion in Nördlingen eingestellt und 350 Stellen gestrichen wurden.
Um zumindest Teile des Geschäfts zu retten, zeichnet sich eine Zerschlagung ab: Die Consumer-Sparte mit den bekannten Haushaltsbatterien soll aus dem Verbund herausgelöst werden, um unter einer neuen Eigentümerstruktur weitergeführt zu werden. Für die verbleibenden Unternehmensteile dürfte der Gang zum Insolvenzrichter kaum noch abzuwenden sein.
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