Dell hat auf der Computex 2026 das neue XPS 13 (DX13260) präsentiert. Das schlanke Ultrabook kommt mit den neuesten Intel-Prozessoren der Core Ultra Series 3, einem hellen 2,5K-Touchdisplay und einem Einstiegspreis von 799 Euro für Schüler und Studenten daher und tritt damit direkt gegen Apples MacBook Neo an.

Das MacBook Neo als Katalysator

Das MacBook Neo hat für ordentlich Wirbel gesorgt, insbesondere in der Windows-Welt. In unserem Video hatten wir bereits vor dem Launch des Geräts darauf hingewiesen, welchen Druck Apples günstiges A18-MacBook auf Microsofts schleppende ARM-Bemühungen und die gesamte Windows-Laptop-Branche ausübt. Apples Einstiegspreis von 699 Euro (bzw. 599 Euro im Bildungsbereich) hat die Messlatte für bezahlbare Premium-Ultrabooks neu definiert und die PC-Hersteller reagieren nun. Dell macht den Anfang mit dem neuen XPS 13.

Dünn, leicht und aus CNC-Aluminium

Das XPS 13 (DX13260) ist laut Dell das dünnste und leichteste XPS-Gerät, das das Unternehmen je gebaut hat. Es misst gerade einmal 12,7 mm in der Höhe und bringt nur 0,9 kg auf die Waage. Das Gehäuse besteht aus CNC-gefrästem Aluminium und soll die für XPS typische Hochwertigkeit und Robustheit ausstrahlen, etwas, das dem Windows-Bereich oftmals im oberen Mitteklasse-Bereich fehlt. Erhältlich sein wird das Gerät in den Farben Sky und Storm. Trotz der extremen Schlankheit verbaut Dell ein Dual-Fan-Kühlsystem.

Display, Audio und Kamera

Das 13,4-Zoll-Panel löst mit 2560 × 1600 Pixeln (2,5K) auf und unterstützt Touch-Eingabe. Mit 500 nits Helligkeit, 100 % DCI-P3-Farbraumabdeckung, DisplayHDR 400 und Dolby Vision klingt das Panel auf dem Papier extrem gut. Dazu kommt eine variable Bildwiederholrate von 30 bis 120 Hz sowie eine Anti-Reflex-Beschichtung.

Beim Audio setzt Dell auf vier Lautsprecher mit 8 Watt Gesamtleistung und Dolby Atmos, was für ein Gerät dieser Größe und Preisklasse durchaus üppig ist. Die Webcam löst mit 1080p auf und besitzt einen IR-Sensor für Windows Hello.

Technik im Inneren: Intel Core Ultra Series 3 „Panther Lake“

Dell setzt im XPS 13 auf Intels neue Core Ultra Series 3-Prozessoren der „Panther Lake“-Generation. Zum Launch kommt zunächst der Intel Core 5 320, später soll auch ein Modell mit dem Intel Core Ultra 7 355 folgen.

Die Konfigurationen im Überblick:

  • Core 5 320: 8 GB oder 16 GB LPDDR5x-7467-RAM, bis zu 512 GB PCIe-4.0-NVMe-SSD, zwei USB-C-Ports
  • Core Ultra 7 355: bis zu 32 GB RAM, bis zu 1 TB SSD, zwei Thunderbolt-4-Ports

Funkseitig sind Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 an Bord, was ebenfalls aktuell das Beste ist, was der Markt zu bieten hat.

Macht es Dell besser als Apple?

Das neue XPS 13 ist nicht nur ein Preiskonkurrent zum MacBook Neo, sondern es bietet auch durchaus das Premium-Erlebnis, das selbst Apples günstigster Laptop stets gewährt hatte. Eine gute, hochwertige Haptik, Optik und Akustik sind für Apple eine Selbstverständlichkeit, allerdings gibt es durchaus Dinge, auf die man beim MacBook Neo verzichten muss. Dies macht sich Dell zunutze und bietet eine ganze Reihe von kleinen Premium-Funktionen, die das Gerät etwas aufwerten:

  • Beleuchtete Tastatur
  • Touch-Display
  • Multi-Monitor-Unterstützung
  • Bis zu 32 GB RAM
  • Thunderbolt 4 (in der Ultra-Variante)

Dell liefert damit auf dem Papier ein rundes Paket, das in wichtigen Punkten über das MacBook Neo hinausgeht. Gewisse Funktionen könnten

Akku und Verfügbarkeit

Dell verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 17 Stunden beim Video-Streaming. Der verbaute 52-Wh-Akku mit 800-Entlade-Zyklen-Zellen dürfte in der Praxis deutlich weniger liefern, aber das ist bei jedem Hersteller so.

Der Marktstart ist für den Sommer 2026 geplant. Der Einstiegspreis von 799 Euro gilt für Schüler (bis 31. Oktober 2026) und Studierende (ganzjährig, ab 16 Jahren). Der reguläre Preis zum Marktstart wurde für Deutschland noch nicht bekannt gegeben. In den USA liegt er bei 799 Dollar. Für das Core-Ultra-7-Modell folgen Preise und Verfügbarkeit „später im Sommer“.

Zum Vergleich: Das MacBook Neo kostete in Deutschland 699 Euro regulär bzw. 599 Euro im Bildungsbereich. Mittlerweile ist das Gerät allerdings bei zahlreichen Anbietern bei rund 600 Euro für das Einstiegsmodell gelandet.

Fazit

Dell zeigt mit dem neuen XPS 13, dass die Windows-Welt vom MacBook-Neo-Schock aufgewacht ist. Das Gerät ist dünn, leicht, gut ausgestattet und preislich in Sichtweite von Apple. Ob es sich in der Praxis gegen den effizienten Apple-A18-Chip behaupten kann, werden nur Tests zeigen. Doch auf dem Papier bietet das XPS 13 Dinge, die Apple sich noch nicht getraut hat: Touch, Thunderbolt 4, mehr RAM und echte Multi-Monitor-Unterstützung.