Wer kennt es nicht? Man stolpert über eine neue Serie bei Netflix, bingt sie in wenigen Tagen weg und freut sich auf die Fortsetzung. Doch wenn die zweite Staffel dann endlich aufschlägt, ist das Interesse oft schon verflogen.
Genau dieses Phänomen bereitet den Netflix-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters laut Bericht derzeit massives Kopfzerbrechen. Interne Daten des Streaming-Riesen zeigen einen erschreckenden Trend: Netflix verliert bei seinen größten Hits nach nur einer Staffel oft mehr als die Hälfte der Zuschauer.
Die nackten Zahlen aus den ersten vier Wochen nach den jeweiligen Releases sprechen eine deutliche Sprache. Die Realserie zu One Piece verlor in Staffel 2 über 30 Prozent ihres Publikums. Bei Beef brach die Zuschauerzahl in der zweiten Staffel sogar um über 70 Prozent ein.
Auch der Action-Hit The Night Agent verlor mit Staffel 2 rund die Hälfte der Zuschauer, bei Staffel 3 gingen nochmals 35 Prozent flöten, weshalb Netflix das Ganze nach der kommenden Staffel nun auch beendet. Selbst das Fantasy-Schwergewicht Avatar: The Last Airbender schwächelt: Die neueste Staffel verzeichnete im Vergleich zur ersten Woche von Staffel 1 einen Zuschauereinbruch von über 60 Prozent.
Historisch gesehen lieferten Netflix-Eigenproduktionen ihre besten Quoten schon immer in der ersten Staffel. Im klassischen Fernsehen wuchsen Serien früher oft über Mundpropaganda von Staffel zu Staffel. Bei Netflix ist das Gegenteil der Fall: Das Publikum springt nach dem ersten Hype scharenweise ab. Da bin ich dann wohl unter den Ausnahmen zu finden, bisher gibt es extrem wenig, was ich bei neuen Staffeln links liegen gelassen habe…
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