#Gründeralltag – 15 Gründer:innen über die größten Hürden auf dem Weg zur Gründung

Regelmäßig bitten wir Gründerinnen und Gründer zum großen und beliebten Gründeralltag-Interview. Eine Frage, die wir jedem jungen oder erfahrenem Entrepreneur stellen lautet: “Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?“. Hier 15 Antworten gebündelt in der praktischen Übersicht.

Als Perfektionist musste ich lernen, manche Aufgaben abzugeben – auch wenn ich es unheimlich liebe in allen Bereichen eines Unternehmen und bei der Entwicklung eines Produkts umfassend involviert zu sein.


Alexander Feiglstorfer, Gründer von Storyblok

Die größten Zeitfresser: Bürokratie bei der Gründung inklusive unzähliger Notargänge plus das Thema Finanzierung. Sich hier richtig zu informieren, kundig zu machen und dann – hoffentlich – die richtige Entscheidung zu treffen, war am schwierigsten, da keiner im Team die entsprechenden Kern-Kompetenzen hatte und uns das noch fremd war.


Nadja King, Gründerin von Oyess

Man muss den Mut haben, etwas Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und nicht zu lange zögern. Manchmal ist es eben so: lieber eine falsche Entscheidung, als keine Entscheidung.


Ivan Cossu, Gründer von deskbird

Die Finanzierung und das Team Set-Up, wobei sich natürlich beides auch bedingt. Bei der Finanzierung war mir anfangs nicht bewusst, dass man fast 9-12 Monate – vom ersten VC/PE Kontakt bis zum Zeitpunkt an dem man über das Geld verfügen kann – einplanen sollte. Fast genauso herausfordernd war es, die richtigen Skills bei den Mitarbeitern auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Auf der einen Seite kann man als Start-Up keine all zu großen Gehälter oder Sicherheit bieten, aber auf der anderen Seite eben spannende Projekte mit viel Verantwortung und Freiheiten. Dies kommt auch weiterhin bei den Mitarbeitern gut an.


Jacqueline Yildirim, Gründerin von spotsize

Ich hatte einen äußerst gut bezahlten 9-to-5-Job und eine stabile Karriere. Diese sichere Laufbahn zu verlassen ist schon eine harte Entscheidung – die innere Blockade war sicherlich die größte Herausforderung.


Andre Kempe, Gründer von Admiral Media

Nicht nur im Zusammenhang der Entwicklung, sondern auch in vielen anderen Aspekten der Gründung ist man als junges Unternehmen auf die richtigen Partner an seiner Seite angewiesen. Wir haben unterschätzt, wie aufwändig es ist, die „Richtigen“ im Sinne unserer Qualitätsanforderungen einerseits und unserer Werte andererseits zu finden.


Maraja Fistanic, Gründerin von LegalTegrity

Wir haben alle drei aus dem vollen Studium bzw. dem Berufseinstieg die Firma gegründet. Natürlich spielt der finanzielle Aspekt eine Rolle, erst seit kurzem können wir uns ein kleines Gehalt zahlen. Vorher musste schon mal der ein oder andere alte Bausparvertrag aufgelöst werden, um die Anzahlung für unseren Transporter leisten zu können. In den ersten Jahren mussten wir uns immer die Frage stellen: Machen wir weiter? Wir finanzieren wir uns? Zum Glück haben wir das immer irgendwie hingekriegt!


Dominic Zetzsche, Gründer von Schorlefranz

Gründen an sich ist sehr leicht, aber alles was danach kommt, überfordert einen manchmal. Man muss sich dran gewöhnen, dass alles an einem selbst hängt und man 100% Verantwortung trägt, das kann einen manchmal sehr vereinnahmen.


Monica Wimmer, Gründerin von Nâmeco Cosmetics

Am schwierigsten war für mich die Umstellung der Arbeitsweise. Als Programmierer konnte ich immer detailliert an einzelnen großen Aufgaben arbeiten. Als Gründer muss ich hingegen immer den Gesamt-Überblick über viele verschiede Aufgaben behalten, die zudem noch sehr unterschiedlich sein können.


Dimitri Dumonet, Gründer von emax digital

Der Schritt in die Selbständigkeit. Tatsächlich zu sagen „ich verlasse das sichere Ufer und begebe mich in diese Ungewissheit“. Einen sicheren Job zu verlassen für etwas, bei dem man nicht 100% sicher gehen kann, dass es auch tatsächlich funktioniert. Aus dem Grund haben wir auch direkt zu Beginn eine Crowdfunding Kampagne gestartet. Wäre diese gescheitert, hätte ich mir das Ganze direkt noch einmal überlegt.


Rosalie Schmid, Gründerin von Less Waste Club

Bis zur Gründung nicht so viele. Vermutlich waren die 53 Unterschriften, die wir zum Anlegen der Geschäftskonten benötigt haben, die größte Hürde. Die wirklichen Hürden kamen alle danach.


Alexander Gran, Gründer von bobbie

Für mich persönlich war es die Entscheidung, das Studium links liegen zu lassen und mich fortan zu 100 Prozent CO’PS zu widmen. Es fiel mir schwer, diese andere Tür zu schließen und ich hätte mir gerne beides offengehalten. Aber irgendwann war unser Startup so groß, dass es nicht mehr ging. Aber jede Entscheidung für etwas geht eben auch mit einer gegen etwas anderes einher. Ich habe es allerdings bis heute nie bereut. In unternehmerischer Hinsicht war die größte Herausforderung definitiv, im bereits extrem dicht besiedelten Beverage-Markt eine Lücke zu finden und diese dauerhaft zu besetzen.


Finn Geldermann, Gründer von CO’PS

Die Zahl der Zweifler war deutlich größer als die der Befürworter. Man muss fest an die Idee glauben, aber kritisch und kritikfähig bleiben. Die größte Hürde ist der Wille es durchzuziehen.


Stefan Arnold, Gründer von Decorami

Technisch gibt es ja kaum Hürden: GmbH anmelden und los geht’s. Darüber hinaus ist natürlich die Toolbox für Gründungen deutlich umfangreicher geworden. Für uns ist sicherlich besonders die Zugänglichkeit von Cloud Computing enorm wichtig gewesen. Es ist eher die Gewöhnung, dass Du jetzt alles entscheiden kannst – was sehr cool ist – aber natürlich auch für alles verantwortlich bist – was eine Herausforderung ist. Insgesamt muss man als Gründer schnell herausfinden, was wichtig für das eigene Unternehmen ist und wo man das selbst stemmen kann und wo man Leute von außen holt, die bestimmte Dinge besser können als man selbst.


Sebastian Baier, Gründer von buynomics

Die erste Hürde war, mich selbst zu überzeugen den Schritt zu gehen und mir klarzumachen, dass das Risiko vergleichsweise gering ist. Ich hatte bereits ein paar Jahre gearbeitet und etwas Geld angespart. Als mir klar wurde, dass das größte Risiko der Einkommensrückgang in den ersten Jahren ist, war es viel einfacher mich für die Gründung zu entscheiden.


Alexander Knoll, Gründer von Condens

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock

#Gründeralltag – So schalten Gründer:innen richtig ab

Regelmäßig bitten wir Gründerinnen und Gründer zum großen und beliebten Gründeralltag-Interview. Eine Frage, die wir jedem jungen oder erfahrenem Entrepreneur stellen lautet: “Wie schaltest du nach der Arbeit ab?“. Hier 15 Antworten gebündelt in der praktischen Übersicht.

Mit meiner Frau Essen gehen oder Freunde treffen. Ansonsten auch einfach nur Musik hören oder Lesen. Zudem versuche ich Abends keine Zeit mehr am Bildschirm, also Handy oder TV, zu verbringen. Das klappt mal besser mal schlechter.


Alexander Knoll, Condens

Um 18 Uhr versuche ich wirklich Feierabend zu machen und die Zeit mit der Familie zu genießen. Beim Legospielen kann ich überraschend gut abschalten. Ansonsten gehe ich auch mal eine Runde Fußball oder Tennis spielen und treffe mich gerne mit ehemaligen Teamkollegen. Das Wochenende ist seit fünf Jahren komplett arbeitsfrei, es gibt keine festen Verabredungen oder Termine – wir als Familie entscheiden einfach alles spontan.


Robin Sudermann, talentsconnect

Nach der Arbeit gehe ich am liebsten Rennradfahren, mal allein, mal mit Freunden. Da schalte ich dann mal richtig ab. Vor der Gründung von ambeRoad habe ich auch viel Rugby gespielt, doch durch Corona und den zeitlichen Aufwand hat das leider nicht mehr gepasst. Mir ist es wichtig, dass ich nach der Arbeit vom Bildschirm wegkomme und durch Freunde oder Sport auch mal über andere Themen spreche kann als nur unser Startup.


Bastian Maiworm, ambeRoad

Als Geschäftsführer bin ich nach der Arbeit zwar noch erreichbar für Rückfragen, weil ich nun mal die größte Verantwortung trage, arbeite aber nicht mehr aktiv. Oft gehe ich abends noch eine Runde einkaufen, esse ganz entspannt und zocke ein paar Runden oder gucke Serien und Filme. Ich beschäftige mich nicht 24 Stunden mit dem Business und höre mir nicht noch den ganzen Abend irgendwelche Podcasts über Startups an, stattdessen lese ich später im Bett auch gern mal einen guten Roman, um auf andere Gedanken zu kommen.


Carsten Greif, metab.rocks

Am besten schalte ich ab, wenn ich es geschafft habe, die Screens – Handy, Laptop und Fernseher – geschlossen hinter mir zu lassen.


August Ullrich, O’Donnell Moonshine

Mit Sport, Musik und Gesellschaft! Ich mache seit vielen Jahren Karate, das ist für mich der perfekte Sport zum Auspowern und Abschalten und ich singe leidenschaftlich gern; das ist meine Art der Meditation. Vor Corona habe ich meine Abende gern in Gesellschaft von Freunden verbracht. Wir kochten zusammen oder gingen gemeinsam etwas essen und trinken. Das wird hoffentlich bald wieder möglich sein.


Maraja Fistanic, LegalTegrity

Schwer bis gar nicht. Ich muss gestehen, dass meist der erste und der letzte Gedanke des Tages dem Unternehmen gilt. Der Druck hat eher zugenommen, weil ich auch mehr Verantwortung trage als am Anfang – wir haben inzwischen 22 Mitarbeiter:innen. Corona hat uns zudem in ein zusätzliches Spannungsfeld gebracht. Trotzdem sind die letzten Jahre die glücklichsten meines Lebens gewesen. Meine Leidenschaft ist das Kochen – das nutze ich, um runterzufahren und es war auch mein Zugang zum Thema regionales und saisonales Gemüse. Außerdem gibt es in unserem Team eine kleine Zocker-Runde, mit der ich regelmäßig „Ages of Empire II“ spiele.


Orlando Zaddachprimoza

Verlässlich erst durch Schlafen.


Jörg KortmannPlugVan

Familie. Das erdet mich. Zwei kleine Kinder zuhause – das ist der komplette Tapetenwechsel und macht mir den Kopf frei. Das sind ein paar Stunden digitaler Detox. Danach geht’s in der Regel nochmal an den Schreibtisch.


Alexander Piutti, SPRK

Ein perfekter Tag endet mit Joggen oder einer Runde Tennis mit den Co-Founder oder Freunden. Meistens ist das allerdings zeitlich nicht drin. Ansonsten versuche ich mich zunehmend als Home-Chef in der Küche, tausche mich gerne mit anderen Unternehmern aus und versuche mich durch diverse Podcasts weiterzubilden.


Friedrich KalthoffKraftling

Eine kleine Meditation oder einfach mit Freunden telefonieren/treffen.


Monica Wimmer, Nâmeco Cosmetics

Mit dem Mountainbike noch kurz auf den Isar-Trail oder in die Berge zum Feierabend-Skitouren gehen. Das klappt nur leider viel zu selten, daher meist lecker was kochen oder To-Go holen – in der Relevo selbstverständlich – und früh ins Bett.


Matthias PotthastRelevo

Aktuell ist es fast nicht möglich nach der Arbeit abzuschalten. Home Office und Gründen sind schon ein sehr kompaktes Ding. Wir sitzen von Beginn an im Home Office und nehmen daher unsere Arbeit mit in unser Privatleben, welches es aufgrund von Corona und einem hohen Workload aktuell auch nicht wirklich gibt. Ich versuche abends immer ein Hörbuch anzuhören und mich ein wenig draußen zu bewegen. Ohne die aktuelle Situation würde ich vermutlich abends ins Fitnessstudio gehen oder mich zum Austausch mit Freunden treffen. So bleiben wir meistens bis spät in der Nacht am Schreibtisch sitzen.


Rosalie Schmid, Less Waste Club

Indem ich Zeit mit meiner Familie verbringe. Ich habe drei noch junge Kinder. Ein wunderschönes Abendritual ist Vorlesen. Das genieße ich sehr. Durch Corona haben wir ja alle die Arbeit mit nach Hause gebracht. Es ist also noch wichtiger geworden, einen Endpunkt zu setzen und sich Zeit für andere Dinge zu nehmen.


Christian Rebernik, Tomorrow’s Education

Am liebsten durch Sport, bevorzugt bouldern, aber auch ein gutes Buch oder ein langer Spaziergang mit einem:einer tollen Gesprächspartner:in an der Isar helfen mir nach der Arbeit abzuschalten.


Cornelia Weinzierl, melon

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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