DA144: Günstige True-Wireless-Kopfhörer von Dodocool im Test

Das True-Wireless-Headset DA144 von Dodocool will mit gutem Klang, langer Laufzeit, IPX5-Zertifizierung und gutem Sitz auch beim Sport punkten. Ob die nur 30 Euro teuren In-Ears halten was sie versprechen erfahrt Ihr in unserem Test.

Im Vergleich zu den meisten bislang von uns getesteten True-Wireless-Kopfhörern sind die DA144 von Dodocool recht groß. Am eigentlichen Ohrhörer befindet sich jeweils ein „Ear Hook“, der formbar ist und für einen guten Halt auch bei körperlicher Ertüchtigung sorgen soll. An jedem Ohrstöpsel finden sich drei mechanische Taster für Lautstärkeregelung und Steuerung der Medienwiedergabe. Eine Status-LED, ein von einer Abdeckung geschützter microUSB-Eingang zum Aufladen und ein Mikrofon finden sich jeweils auf der Unterseite.

Die Abmessungen der 15 Gramm schweren In-Ears betragen (ohne Ear Hook) ungefähr 43 × 30 Millimeter. Besonders wertig fühlt sich das Kunststoffgehäuse der Kopfhörer nicht an, die Verarbeitungsqualität ist hingegen gut.

Ein CSRA64210-Chip im Inneren der In-Ears sorgt dem Hersteller zufolge für High-Fidelity-Stereo-Klangqualität mit geringer Latenz. Die Impedanz der Stöpsel beträgt 3 Ohm, der Frequenzbereich geht von 20 Hz bis 20 KHz. Bluetooth mit aptX-Technologie arbeitet in Version 4.2. Weiterhin unterstützt der DA144 die Profile HFP V1.6, HSP V1.2, A2DP V1.3, AVRCP V1.6. Zur Eindämmung von Umgebungsgeräuschen gibt es Lärmreduzierung per CVC-6.0-Technologie. Nach IPX5-Zertifizierung sind die Ohrhörer gegen Spritzwasser geschützt.

Die Akkus in den In-Ears haben eine Kapazität von 95 mAh. Damit soll das Headset laut Hersteller bis zu sechs Stunden Laufzeit bieten. Das haben wir im Test auch annähernd erreicht, wir kamen auf etwas mehr als fünfeinhalb Stunden. Das Aufladen nimmt um die anderthalb Stunden in Anspruch. Im Lieferumfang befinden sich Ohrpassstücke in drei verschiedenen Größen, eine Transportbox und ein Y-Kabel, um beide In-Ears mit einem Netzteil aufladen zu können.

Zum Verbinden mit dem Abspielgerät schaltet der Nutzer einen Ohrstöpsel in den Connect-Modus (Play/Pause-Button drücken, bis die LED abwechselnd rot und blau blinkt) und verbindet ihn in den Bluetootheinstellungen. Der zweite Stöpsel verbindet sich nach einschalten (Play/Pause-Button drücken, bis die LED blau blinkt) automatisch mit dem Host-Ohrhörer. Nach 5 Minuten Inaktivität schaltet sich das Headset automatisch aus. Praktisch ist die Tatsache, dass der DA144 mit zwei Handys oder Tablets betrieben werden kann, ohne dass dazu eine erneute Koppelung nötig ist.

Die Ohrhörer saßen im Test zufriedenstellend und ließen sich komfortabel tragen, allerdings zeigte sich die Nutzung des Ear Hooks als etwas fummelig. Damit sich dieser möglichst gut an die Ohrform anpasst, muss er schon vor dem Einsetzen entsprechend gebogen werden. Das erschwert es jedoch, dann die Stöpsel in die Ohren zu bekommen. Trotzdem ist der Halt dann immer noch kein Vergleich zu beispielsweise den Sport-In-Ears von Jabra (Jabra Elite Sport Testbericht), die sitzen schlicht noch eine Ecke sicherer.

Die Bedientasten sind gut erreichbar und erfühlbar. Mit ihnen wird die Medienwiedergabe gestoppt und fortgesetzt (mittlerer Taster), die Lautstärke eingestellt (Lauter- und Leiser-Button links und rechts) und Playlists durchgeschaltet (Lauter- respektive Leiser-Button gedrückt halten). Um Anrufe anzunehmen, genügt ein Druck auf die Play/Pause-Taste, ein gedrückt halten lehnt den Anruf ab.

Für ein nur 30 Euro teures True-Wireless-Headset ist der Klang des DA144 überraschend gut. Das Klangbild ist klar, aufgeräumt und untenrum kommt ordentlich Bass. Mitten und Höhen hingegen sind gut ausgewogen – nicht zu dumpf und nicht zu spitz. Auch die Geräuschunterdrückung macht einen guten Job. Was an Sound aus dem DA144 tönt, vermag manch teurerer Konkurrent, wie beispielsweise die Motorola Verve Ones ME (Testbericht), nicht zu leisten.

Guter Klang und ordentliche Laufzeit, damit erfüllt der DA144 zwei der wichtigsten Kriterien eines True-Wireless-Kopfhörers – und das zu einem sehr niedrigen Preis. Das Design ist zwar etwas klobig, Sitz und Tragekomfort sind jedoch zufriedenstellend. Verzichten muss der Käufer allerdings auf eine Transportbox mit Ladefunktion, wie sie bei den meisten Konkurrenten zum Lieferumfang gehört.

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OnePlus 5T im Test: Schnell, schick und scharf

Nur knapp ein halbes Jahr ist vergangen, seit OnePlus sein letztes Flaggschiff, das OnePlus 5, vorgestellt hat. Nun erscheint sein Nachfolger: das OnePlus 5T. OnePlus selbst sagt, dass das Unternehmen keine großen Mengen an Geräten jeder Generation produzieren, um schneller die aktuellen Entwicklungen auf den Markt zu bringen. Ist das der richtige Weg? Wir konnten das neue Smartphone des chinesischen Herstellers bereits ausprobieren.

Während das OnePlus 3T im Vergleich zum OnePlus 3 nur wenig im Inneren verändert wurde und das Design beibehielt, schraubt OnePlus beim 5T hauptsächlich an der Optik. Das 6-Zoll-Amoled-Display erstreckt sich zum ersten Mal über die gesamte Vorderseite und kommt dadurch auf ein neues Bildformat von 18:9 bei einer Auflösung von 2160 × 1080 Pixeln. Geschützt wird das Display weiterhin durch Gorilla Glass 5 mit 2,5 D. Der Fingerabdrucksensor ist auf die Rückseite gewandert, Tasten gibt es jetzt nur noch virtuell auf dem Bildschirm. Durch diese Änderung ist das Gehäuse minimal länger geworden, an der Breite ändert sich nichts. In Zahlen bedeutet das Maße von 156,1 × 75 × 7,3 Millimeter und ein Gewicht von 162 Gramm.

Für Leistung sorgt beim OnePlus 5T – wie auch schon beim Vorgänger – Qualcomms Snapdragon 835 mit einer achtkernigen CPU, die bis zu 2,4 GHz taktet. Für die Grafikleistung kommt die Adreno-540-GPU zum Einsatz. Ihr könnt wählen, ob Ihr 6 GByte Arbeitsspeicher mit 64 GByte internem Speicher kombiniert oder lieber auf 8 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte internen Speicher zurückgreift. Wie bisher lässt sich der Datenspeicher nicht per microSDXC-Karte erweitern. Das OnePlus 5T ist Dual-SIM fähig und unterstützt alle relevanten LTE-Bänder. Welche das genau sind, sehr Ihr unten in der Tabelle für die technischen Spezifikationen.

Außerdem unterstützt das OnePlus 5T WLAN nach 802.11 a, b, g, n und ac und funkt somit im 2,4- und 5-GHz-Band. Auch mit an Bord sind Bluetooth 5.0 und NFC sowie GPS, Glonass, Galileo und BeiDou für die Positionsbestimmung.

Der Akku ist im Smartphone fest verbaut und hat eine Kapazität von 3300 mAh. Aufgeladen wird dieser per USB-Type-C und Dash Charge. Dabei handelt es sich um eine hauseigenen Schnellladetechnik, die Euch ungefähr Power für einen Tag gibt, wenn Ihr das Smartphone für 30 Minuten an den Strom hängt. Im Lieferumfang befindet sich das dafür notwendige USB-Kabel sowie das Netzteil. Der USB-Anschluss basiert auf USB 2.0. OnePlus verzichtet also auch in diesem Jahr auf einen schnelleren Standard für die Datenübertragung. Im Gegensatz zu anderen Herstellern schwören die Chinesen aber auf den Klinkeneingang für Kopfhörer, der sich beim OnePlus 5T unten neben dem USB-Anschluss befindet. Das Smartphone wurde aber nicht IP-zertifiziert und ist nicht wasserdicht.

Die Dualkamera auf der Rückseite nimmt Fotos nach wie vor mit 16 respektive 20 Megapixeln auf. Die Blende liegt bei beiden Linsen bei f/1.7. Die zweite Linse ist nun nicht mehr für den Zoom verantwortlich, sondern wird bei wenig Licht angesteuert. Neben den Linsen sitzt der Dual-LED-Blitz. Die Front-Kamera nimmt Selfies mit 16 Megapixeln bei einer Blende von f/2.0 auf. Einen extra Frontblitz gibt es nicht, dafür wird das Display beim Auslösen kurz sehr hell.

Unsere ersten Testfotos können überzeugen. Ein guter Kontrast, satte Farben und viele Details führen zu qualitativ hochwertigen Aufnahmen. In unserem ausführlichen Testbericht können wir ab dem 20. November auf Details eingehen.

Das OnePlus 5T wird mit dem Betriebssystem Oxygen 4.7 ausgeliefert, das auf Android 7.1.1 basiert. Wieder mit dabei sind die Gestensteuerungen wie zum Beispiel das Doppeltippen auf das ausgeschaltete Display, um das Smartphone aufzuwecken oder das Zeichnen von Buchstaben, um beispielsweise Musikplayer oder Kamera zu starten. Neu hinzugekommen ist eine Geste auf dem Fingerabdrucksensor auf der Rückseite des Smartphones. Wischt Ihr auf diesem von oben nach unten, zieht Ihr damit die Benachrichtigungsleiste auf dem Bildschirm nach unten.

Auch neu sind nun parallele Apps. Mit dieser Funktion lassen sich Apps wie Twitter, Facebook, WhatsApp & Co. klonen, sodass Ihr gleichzeitig mit zwei Profilen (zum Beispiel geschäftlich und privat) eingeloggt seid. Für alle, die gern ihren Homescreen anpassen, gibt es nun auch verschiedene Icon-Pakete und die Möglichkeit, das Spaltenlayout des Standardbildschirms zu ändern.

OnePlus bringt mit dem 5T ein solides neues Flaggschiff auf den Markt, das im Vergleich zum Vorgänger keine bahnbrechenden Neuerungen bietet, aber dennoch ein leistungsstarkes Gerät mit guter Kamera ist. Wie gut sich das Smartphone im Alltag schlägt, lest Ihr ab 20. November an dieser Stelle in unserem ausführlichen Testbericht. Doch vorab sagen können wir schon: Wenn Ihr bereits ein OnePlus 5 besitzt, lohnt sich das Update auf das 5T nicht.

Das OnePlus 5T kommt am 20. November für 499 Euro (6 GByte RAM + 64 GByte Speicher) beziehungsweise 559 Euro (8 GByte RAM + 128 GByte Speicher) in den Handel. Popup-Verkäufe in den europäischen Großstädten soll es in diesem Jahr nicht geben.

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Fünf Gaming-Notebooks im direkten Vergleich

Wenn Ihr unterwegs spielen wollt, ist das immer so eine Sache. Klar, Casual Games auf dem Smartphone oder Tablet sind immer machbar. Doch wenn es etwas anspruchsvoller werden soll, sieht das App-Angebot eher mau aus. Also kommt der gute alte Laptop zum Einsatz. Doch auch wenn die integrierten Intel-Grafikchips in den Business- und Studenten-Notebooks immer besser werden, reicht es meist doch nur für ältere Spiele oder ein paar schöne Indie-Games. Für die großen Action-Kracher wie „GTA V“ oder „Assassin's Creed“ braucht es Leistung. Wir haben uns fünf Gamer-Laptops aus verschiedenen Preisklassen und Kategorien angeschaut. Leicht und Portabel sind sie aber alle. Je nachdem, was Ihr sucht, könnten die Geräte für Euch interessant sein.

Wer am liebsten ein Gerät für alles haben möchte, ist mit dem Highend-Laptop von Asus gut dabei. Das GX501 hat durch die verbaute Nvidia Grafikkarten GTX 1080 genug Power, um auch kommende Blockbuster flüssig darstellen zu können. In unserem Test schaffte dieses Modell mit Abstand die besten Werte in den Benchmark-Ergebnissen. Die MaxQ-Bauweise sorgt zudem für eine akzeptable Lautstärke. Asus verbaut im GX501 ein Full-HD-Display (1920 x 1080 Pixel) mit 120 Hertz. Lediglich Tastatur und Akkulaufzeit könnten besser sein, doch das Gesamtpaket überzeugte uns dennoch. Doch wie der Titel schon sagt: ein „PC-Ersatz“ ist nicht günstig. Unsere Konfiguration kam bereits auf knapp 3000 Euro.

Asus GX501 im Test

Wer vor allem Wert auf eine gute Akkulaufzeit legt, sollte sich das Gigabyte Aero 15 anschauen. Gut gefallen hat uns auch das auffällige Design seines farbigen Deckels. Unsere Version war Apfelgrün. Erhältlich ist der Laptop auch in Orange oder Schwarz mit einem roten Streifen. Doch auch unter der Haube macht das Aero 15 eine gute Figur. Mit Nvidias GTX 1060 spielt Ihr AAA-Games dennoch auf hohen bis sehr hohen Grafikeinstellungen. Abstriche müsst Ihr allerdings bei der Geräuschkulisse machen. Ihr hört dauerhaft ein Brummen und Rauschen, das einen tiefen Ton erzeugt und auf Dauer recht nervig wird. Unter Last dreht der Laptop dann auf, das Rauschen wird sehr präsent und dazu ist ein hoher, sehr störender Pfeifton zu hören. Preislich liegt das Gerät bei etwa 2000 Euro.

Gigabyte Aero 15 im Test

Neben dem schicken Design und optimaler Verarbeitung punktet Alienware vor allem mit dem besten Display, das wir bisher in einem Laptop gesehen haben. Der OLED-Bildschirm ist sehr brillant und stellt die Farben leuchtend und sehr kontrastreich dar. Bei einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln ist der Bildschirm gestochen scharf. Als Grafikkarte steht Euch eine Nvidia GTX 1060 zur Verfügung, die ausreicht, um Blockbuster-Games noch auf hohen Grafikeinstellungen flüssig spielen zu können. Besonders ansprechend sind bei diesem Modell auch die Tastatur und das Touchpad, was das Alienware 13 insgesamt zu einem sehr guten Allroundgerät macht. Erhältlich ist der Laptop ab knapp 2200 Euro.

Alienware 13 im Test

Die meisten kompakten Gamer-Laptops sind 15,6 Zoll groß. XMG geht mit seinem Mittelklasse-Modell einen anderen Weg und verbaut ein 14-Zoll-Display. Doch gerade diese Kompaktheit kommt dem Notebook sehr zu Gute – vor allem, wenn Ihr einen Laptop sucht, der nicht viel Platz vom Schreibtisch wegnimmt. Die Anschlüsse fallen sehr üppig aus: Es gibt zwei Mini-Display-Ports, vier USB-Ports, davon einer Typ C mit USB 3.1 Gen 2, LAN, HDMI, SD-Karten-Leser, S/PDIF sowie ein separater Kopfhörerausgang und Mikrofoneingang. Insgesamt wiegt der Laptop nur 2,1 Kilogramm. Mit der verbauten Grafikkarte von Nvidia, der GTX 1050 Ti, lassen sich die grafisch anspruchsvollen Spiele auf mittleren oder hohen Einstellungen spielen. Preislich richtet sich das XMG P407 an die Spieler mit einem vergleichsweise kleineren Geldbeutel und ruft etwa 1500 Euro auf.

XMG P407 im Test

Nur 1,8 Kilogramm wiegt der Mittelklasse-Laptop zum Zocken von MSI. Der matte Bildschirm löst mit Full-HD auf, die Tastatur eignet sich auch zum längeren Tippen und die Performance beim Spielen kann sich sehen lassen. Auch hier ist Nvidias 1050 Ti verbaut, die zwar keine Ultra-Grafikeinstellungen schafft, bei mittleren oder hohen Settings aber alles im Test flüssig dargestellt hat. Probleme gibt es beim Upgraden des Daten- oder Arbeitsspeichers. Ihr müsst dafür das Garantiesiegel entfernen und sogar das komplette Mainboard ausbauen, um an die Speicher zu gelangen. Leider erzeugt der Laptop unter Last auch einen störenden hohen Pfeifton, der leise Stellen im Spiel sogar übertönen kann. Doch für knapp 1800 Euro erhaltet Ihr dennoch ein leistungsfähiges Notebook, das Ihr zum Arbeiten und auch zum Zocken verwenden könnt.

MSI GS63 im Test

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Test Garmin Edge 820: Viele Funktionen, hoher Preis

Der Garmin Edge 820 gehört zu den Topmodellen unter den Fahrradcomputern mit GPS-Navigation. Das schlägt sich leider auch im Preis um die 300 Euro nieder. Der kompakte Fahrradcomputer ist auf den ambitionierten Radsportler ausgelegt, der sein Training umfassend überwachen und dokumentieren will. Dabei überrascht das Gerät mit seinen kompakten Abmessungen und dem geringen Gewicht. Techstage hat in der Praxis getestet, ob der Garmin Edge 820 seinen hohen Preis wert ist.

Der Garmin Edge 820 verfügt über verschiedene Tourtypen für jeden Anlass:
Rennrad,
Verschiedene Untergründe,
Mountainbiken,
Offroad,
Fahrt zur Arbeit,
Cyclocross,
Elektrofahrrad,
E-Mountainbikenund
Indoor-Funktion für Heimtrainer sind hinterlegt.

Der Fahrradcomputer verfügt über Navigation mit Kartenanzeige auf dem 5,8-cm-Farbdisplay (200×265 Pixel), Pfeilanzeige, akustischen Alarm bei Abbiegepunkt, Adresseingabe, POI-Suche, Zwischenzieleingabe, und automatische Neuberechnung bei Verlassen der Route. Ein barometrischer Höhenmesser und ein elektronischer Kompass sind integriert. Kartenupdates können lebenslang kostenlos, über die Software Garmin Express heruntergeladen werden.

Tourenaufzeichnung und vielfältige Auswertungsmöglichkeiten wie Geschwindigkeit, Fahrtdauer, Höhenprofil, Kalorienverbrauch beherrscht der Garmin Edge 820 ebenfalls. Der Akku erreicht in der Praxis eine Laufzeit von 10 Stunden, der interne Speicherplatz beträgt 8 Gygabite. Eine Speichererweiterung durch Speicherkarten ist nicht möglich.

Verfügbar sind die drahtlose Schnittstellen ANT+, Bluetooth LE und WLAN.

Mini-USB-Kabel und zwei Lenkermontagesets gehören zum Lieferumfang. Neben einer Standardhalterung mit Gummilaschen ist auch eine aufwändige Aero-Lenkerhalterung beigelegt.

Schon die Montage des Geräts überzeugt. Allenfalls die Standardhalterung mit Gummilaschen erfordert anfangs ein wenig Fummelei. Am Ende ist das Gerät aber bombenfest verankert. Deshalb sind Gummilaschen Kabelbindern auf jeden Fall vorzuziehen. Hervorragend ist die ebenfalls serienmäßige Aero-Lenkerhalterung. Die Montage ist mit einem beigelegten Inbusschlüssel kinderleicht, das Lenkerverbindungsstück ist massiv und hochwertig. Zwei Gummiunterlagen ermöglichen die Anpassung an jeden Lenkerdurchmesser. Genial einfach lässt sich der Garmin Edge aufsetzen und abnehmen. Einfach zur Seite drehen, aufsetzen und um 180 Grad drehen: Das Gerät rastet sauber ein und sitzt wackelfrei fest. Dabei fällt auch die hervorragende Verarbeitung des Garmin Edge 820 auf.

Das Display ist sehr klein, zeigt aber, was auf so kleinem Raum möglich ist. Die Kartendarstellung gelingt trotzdem detailliert und übersichtlich. Die Orientierung fällt sogar leichter als beimTEASI One³ mit doppelt so großem Display. Zudem ist die Ablesbarkeit des Garmin-Displays bei jedem Sonnenstand, jeder Witterung und jeder Tageszeit tadellos.

Routen können direkt auf dem Gerät eingegeben werden. Dabei kann man sowohl Adressen als auch POI oder Koordinaten suchen. Auch Postleitzahleingabe ist möglich. Etwas nervig ist der schlecht ansprechende Touchscreen und eine nicht ganz intuitive Menüstruktur. Perfekt ist dagegen die Umschaltfunktion. Durch Tippen auf eine Taste, die auch mit Handschuhen leicht bedienbar ist, kann während der Fahrt zwischen Navigation und Tourenprotokoll hin- und hergeschaltet werden. Das zeigt dann die Durchschnittsgeschwindigkeit an, wieviel Wegstrecke schon zurückgelegt wurde, ggf. Herzfrequenz, Kalorienverbrauch etc. Der Garmin Edge 820 erlaubt es also, das Training schon während der Tour genau zu überwachen.

Über die Garmin-Connect Seite lassen sich eigene Touren planen. Das geht sehr einfach und intuitiv. Allerdings braucht der Garmin Edge ziemlich lange um eine Tour zu laden. Die Erfahrung macht man auch, wenn man die RoundTour-Funktion im Gerät nutzt. Wenn man z.B. eine 15 km radeln möchte, gibt man einfach diese Streckenlänge und den Startort ein. Der Garmin Edge stellt einem dann drei Touren zur Auswahl. Die Qualität der Touren ist schwankend. Nicht immer würde man die Tour ein zweites Mal fahren wollen. Aber von fünf gewählten Touren, waren wir mit drei zufrieden und auch die Mehrheit der Forennutzer mag das Feature. Ärgerlich ist aber, dass es bis zu 15 Minuten dauern kann, bis das Gerät die Touren geladen hat.

Die acht Tourprofile
Rennrad,
Verschiedene Untergründe,
Mountainbiken,
Fahrt zur Arbeit,
Cyclocross,
Elektrofahrrad,
Offroad,
E-Mountainbikenstehen zur Wahl. Wir haben die ersten vier getestet. Auf weiteren Touren außerhalb der Stadt passt sich die Navigation so dem jeweiligen Sportgerät sehr gut an. Praktisch ist auch die Anzeige, auf welcher Art Straße man sich gerade befindet, z.B.
Fahrradwegoder
Weg/Pfad. Das Tourprofil
Indoorist ein nettes Schmankerl für Fitnessfreaks, die ihre Stammtour bei schlechtem Wetter auf dem Hometrainer möglichst genau nachfahren wollen. Allerdings haben nur Top-Heimtrainer mit entsprechenden Preisen die dafür vorgesehene Sensorik.

Auf Abbiegepunkte wird mit Pfeildarstellung und akustischem Alarm hingewiesen. Der Alarmton ist nicht so nervig wie bei anderen Geräten. Dass man sie im Straßeverkehr auch überhören kann, macht nichts. Denn die exakte Pfeildarstellung reicht völlig aus, um den Weg zu finden.

Wenn man die Tourstrecke verlässt wird eine Alternativroute berechnet. Das geht ausreichend schnell. Auch bei heruntergeladenen Touren wird eine Alternativroute zur nächsten Wegmarke angeboten.

Die Akkulaufzeit ist mit 10 Stunden absolut ausreichend. Der Ladeverlauf wird ständig in Prozent angezeigt.

Die Möglichkeit, den Speicher über eine micro-SD-Karte zu erweitern gibt es nicht. Das ist schade. Zwar ist der Speicher mit acht Gigabyte ausreichend groß, aber die praktische Möglichkeit, die Touren über die SD-Karte zu archivieren oder auszutauschen, fällt damit leider flach. Es gibt deutliche billigere Geräte, die einen micro-SD-Slot haben. Auch der Ladung weiterer Karten ist damit eine Grenze gesetzt.

Der Garmin Edge 820 bietet so ziemlich alles an Erweiterungs- und Vernetzungsmöglichkeiten, was im Moment zu haben ist. Über die App Garmin Connect Mobile lässt sich nicht nur übers Handy der Fitnessplan überwachen und teilen. Es ist auch möglich, sich über die Smartphone-Ohrhörer Sprachansagen geben zu lassen. Die App zeigt Anrufe auf dem Display des Fahrradcomputers an. Die App enthält auch eine Unfallbenachrichtigung. Erkennt das Garmin-Gerät einen Unfall, sendet das Smartphone automatisch eine Nachricht an die eingespeicherten Notfallkontakte.

Die Garmin-Head-up-Display-Brille Varia Vision, der Elektromotor eines E-Fahrrades, die Sensorik der Shimano-Schaltung Di2 oder jegliche andere Schaltsensoren können angesteuert werden. Auch das Garmin Varia Fahrrad-Radar ist anschließbar. Das Garmin Edge 820 warnt den Radler dann optisch und akustisch vor herannahenden Fahrzeugen.

Über die Garmin-Connect-Seite ist es möglich, sich „live-tracken“ zu lassen. Freunde können einen in Echtzeit beim Radeln orten. Die Funktion GroupTrack ermöglicht es, während der Tour, andere Teilnehmer zu beobachten. Wie weit bin ich zurück? Wie schnell muss ich fahren, um ihn wo zu erreichen?

Der Garmin Edge 820 ist ab Werk mit der Karte Active Topo Europe ausgestattet. Es wird zwei kostenlose Updates pro Jahr über die Garmin Express Homepage geben. Weitere Karten von anderen Anbietern sind problemlos aufspielbar. Allerdings ist der Speicherplatz auf 8 GB begrenzt und keine Erweiterungsmöglichkeit vorhanden.

Der Garmin Edge 820 beeindruckt durch seine vielen Funktionen, die in der Praxis auch tatsächlich so laufen, wie man es sich vorstellt. Allenfalls die Ladezeiten für Touren sind manchmal nervig lang. Das alles steckt in einem leichten, kompakten und sehr gut verarbeiteten Gehäuse, dem aber leider eine microSD-Slot fehlt. Den Preis von ca. 300 Euro ist das kleine High-Tech-Gerät nur wert, wenn man einen ganz straffen Trainingsplan vor sich hat und die vielen Monitoringmöglichkeiten auch nutzt. Allerdings wird es dann dabei nicht bleiben, da man noch allerlei Sensorik am Fahrrad, einen Brustgurt usw. brauchen wird. Seine Rolle als Referenzmodell spielt der Garmin Edge 820 insbesondere bei der Vernetzung: Mehr geht da im Moment nicht.

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App der Woche: 1822mobile

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