Lenovo präsentiert ThinkPad-Konzepte und Laptops am MWC

Lenovo nutzt den Mobile World Congress 2026 in Barcelona, um seine Vision einer skalierbaren, reparierbaren und KI‑gestützten Business‑IT zu präsentieren. Im Fokus stehen modulare Konzepte, neue ThinkPad‑Generationen sowie Geräte für mobile und industrielle Einsatzszenarien. Die Ankündigungen zeigen deutlich, dass Lenovo KI nicht als Selbstzweck versteht, sondern als Werkzeug für produktiveres, langlebigeres Arbeiten im Unternehmensumfeld.

Modulare Konzepte: Flexibilität statt Wegwerf‑Hardware

Ein zentrales Highlight ist das ThinkBook Modular AI PC Concept: Ein ultradünnes 14‑Zoll‑Basissystem lässt sich je nach Bedarf erweitern. Ein zweites Display kann auf dem Deckel montiert, seitlich als mobiler Monitor genutzt oder mit der Tastatur getauscht werden. So entsteht eine kombinierte Arbeitsfläche von bis zu 19 Zoll. Ergänzt wird das Konzept durch austauschbare I/O‑Module (USB‑A, USB‑C, HDMI) und eine abnehmbare Bluetooth‑Tastatur. Ziel ist es, ein einziges Gerät für möglichst viele Arbeitssituationen nutzbar zu machen und gleichzeitig die Lebensdauer zu verlängern.

Ebenfalls als Konzept vorgestellt wurde der Lenovo AI Workmate. Dieser KI‑Schreibtischassistent ist als ständig aktiver Begleiter gedacht und unterstützt Eingaben per Sprache, Gesten und räumlicher Interaktion. Dokumente lassen sich scannen und zusammenfassen, Notizen organisieren oder Präsentationen vorbereiten. Besonders spannend ist die Möglichkeit, Inhalte auf Tischflächen oder Wände zu projizieren – ein Ausblick auf zukünftige, stärker physisch eingebettete KI‑Arbeitsumgebungen.

ThinkPad T-Serie

Im produktiven Portfolio erweitert Lenovo vor allem die ThinkPad‑T‑Serie. Die Modelle T14 Gen 7, T14s Gen 7, T14s 2‑in‑1 Gen 2 und T16 Gen 5 setzen auf Intel Core Ultra Series 3, AMD Ryzen AI PRO oder Snapdragon‑Plattformen. Auffällig ist der starke Fokus auf Serviceability: Leichter zugängliche Gehäuse, austauschbare Akkus und Ports sowie – bei Intel‑Varianten – LPCAMM2‑Speicher, der hohe Performance mit Aufrüstbarkeit kombiniert. Eine neue Farboption namens Cosmic Blue bringt zudem etwas visuelle Abwechslung in das traditionell nüchterne ThinkPad‑Design.

Für besonders mobile Szenarien präsentiert Lenovo das ThinkPad X13 Detachable. Das abnehmbare 13‑Zoll‑Gerät richtet sich an Außendienst‑ und Frontline‑Mitarbeiter, bietet Intel Core Ultra Series 3 Prozessoren, bis zu 64 GB RAM, zwei Thunderbolt‑4‑Ports sowie eine vollwertige Tastatur und einen ergonomischen Stift. Auch hier stehen austauschbare Komponenten im Vordergrund, um Wartung und Lebensdauer zu verbessern.

ThinkPad X11

Mit dem ThinkTab X11 bringt Lenovo erstmals ein robustes Android‑Tablet unter der Think‑Marke. Das Gerät ist nach MIL‑STD‑810H getestet, IP68‑zertifiziert und für raue Umgebungen wie Logistik, Bau oder Energieversorgung gedacht. Ein schraubenlos wechselbarer Akku, Dual‑USB‑C‑Ports und NFC unterstreichen den Fokus auf industrielle Einsatzfähigkeit.

ThinkBook 14 2-in-1

Für kleine und mittlere Unternehmen sowie mobile Professionals ist das ThinkBook 14 2‑in‑1 Gen 6 vorgesehen. Als Copilot ‑PC mit Intel Core Ultra Series 3 kombiniert es 360‑Grad‑Scharnier, Touch‑Display, optionale Yoga‑Pen‑Unterstützung und Thunderbolt‑4‑Konnektivität. Ergänzt wird das Ökosystem durch Magic Bay Tiko, ein kleines KI‑Zubehör, das kontextbezogene Informationen einblendet, sowie den ThinkVision M16, einen leichten 16‑Zoll‑Mobilmonitor mit USB‑C‑Power‑Passthrough.

Preise und Verfügbarkeit in EMEA

Für Windows‑Anwender zeigt Lenovo auf dem MWC 2026 eine klare Richtung: KI‑Funktionen, modulare Erweiterbarkeit und Reparierbarkeit werden zu gleichwertigen Designzielen. Besonders die Kombination aus Copilot ‑PCs, aufrüstbarem Speicher und langlebigen Komponenten dürfte für Unternehmen und Power‑User interessant sein, die Windows‑Geräte langfristig einsetzen wollen. Lenovo plant den Marktstart gestaffelt ab April 2026. Die Preise reichen von 49 Euro für Magic Bay Tiko bis zu 1.949 Euro für das ThinkPad X13 Detachable. Die meisten ThinkPad‑T‑Modelle erscheinen im April und Mai, während ThinkBook 14 2‑in‑1, ThinkVision M16 und Magic Bay Tiko im Juni folgen.

Microsoft 365 E7: Keiner nutzt Copilot, also machen sie ihn teurer

Der Microsoft Copilot ist mittlerweile überall: In Windows wird er an jeder Ecke beworben, ist in Office und Outlook integriert, drängt sich im Editor auf und bekommt sogar einen eigenen Knopf in Paint. Während viele Nutzer die kostenlose Nutzungsmöglichkeit von Microsofts KI offenbar durchaus für einige Dinge zu schätzen wissen, so ist die Zahl der tatsächlich zahlenden Kunden scheinbar sehr gering: Laut Recherchen sollen nur 3,3 Prozent aller Microsoft 365-Nutzer für den Copilot bezahlen.

Der Konzern zieht daraus nun offenbar seine logische Konsequenz: Anstatt sich zu fragen, warum der Copilot derart wenige zahlende Abonnenten überzeugen kann wie die Lösungen von OpenAI, Anthropic, Google oder Perplexity, führt Microsoft nun einen neuen M365 Enterprise-Tarif ein: Microsoft 365 Enterprise E7 wird 99 US-Dollar pro Monat und Nutzer kosten und soll laut Berichten nicht nur ein E5 mit Copilot sein, sondern tatsächlich digitale Agenten in den Mittelpunkt stellen. Es ist der erste neue Enterprise-Tarif seit 2015.

Microsofts Fokus soll dabei auf digitalen Agenten stehen, welche künftig in Unternehmen auch ähnlich lizenziert werden sollen wie menschliche Mitarbeiter: Agenten sollen Identitätsverwaltung mittels Entra ID bekommen, eigene OneDrive-Accounts nutzen und sogar über Teams kommunizieren können. Ob man diese Agenten jedoch vollständig für die 99 US-Dollar pro Monat wird nutzen können, ist allerdings fraglich: Laut Berichten plant der Konzern auch ein hybrides Modell, wo nach Nutzung zusätzlich bezahlt werden muss. Damit sollen Microsoft 365 Enterprise-Dienste näher ans Azure-Ökosystem geknüpft werden.

Offiziell erzählt Microsoft gern, dass die Nutzung des Copiloten „explodiert“. Inoffiziell zeigen Zahlen etwas anderes: Nur ein winziger Bruchteil der Microsoft‑365‑Abonnenten zahlt tatsächlich für den Copilot. Echte agentische Funktionalität könnte daran etwas ändern, sofern die Technologie dafür heute bereits ausreicht und der enorme Ressourcenverbrauch durch das Abonnement gedeckt werden kann.

Lenovo Legion Go Fold: Das Foldable, das zum Tablet und Handheld wird

Die Idee eines „Surface Phone“ verfolgt diesen Blog wie Inspector Javert den armen Jean Valjean: Das Thema eines faltbaren Dual-Display Windows-Tablet-Smartphones mit potentem Prozessor, egal, ob von Dell und Intel, Microsofts Surface-Abteilung, hat WindowsArea.de nie losgelassen. Der neueste Grund, um unsere Hoffnungen an das Neuaufleben des UMPC-Formfaktors klammern zu können, liefert nun Lenovo: Das Legion Go Fold ist eine Kombination aus Surface Duo, Surface Pro und Nintendo Switch.

Im Zuge des Mobile World Congress 2026 in Barcelona hat Lenovo sein Legion Go Fold allerdings erst als experimentelles Konzeptgerät präsentiert: Das Tablet verfügt dabei über ein in der Mitte und scheinbar lediglich nach außen faltbares Zoll OLED-Display: Dieses erstreckt sich über eine Diagonale von 11,6 Zoll, während es zugeklappt 7,7 Zoll misst.

Erst richtig ausgenutzt wird der Formfaktor jedoch durch sein Zubehör: Aufgeklappt und angesteckt an eine passende „Type Cover“-Tastatur wird aus dem Tablet ein Laptop, ganz ähnlich zu einem Surface Pro. Zusätzlich dazu gibt’s wie beim OneXPlayer X1 auch zusätzliche Controller mitgeliefert, die sich an der Seite wie bei der Nintendo Switch, beim Vastking G800 oder dem ihm nachempfundenen Lenovo Legion Go, einfach anschließen lassen. Dies funktioniert beim Legion Go Fold sowohl im zugeklappten, als auch im aufgeklappten Modus. Für ein echtes Handheld-Erlebnis dürfte die kleinere 7,7 Zoll Diagonale allerdings wesentlich angenehmer sein.

Technisch ist die Umsetzung aktuell allerdings durch die verfügbare Hardware limitiert: Effiziente ARM-Chips würden zwar den Formfaktor ermöglichen, allerdings ist die Situation mit der Kompatibilität zu aktuellen Games eher schwierig. Zudem Nvidia mit seinen kommenden SoCs noch nicht durchgestartet ist. Das mobile Angebot von AMD, aber insbesondere Intel könnte da allerdings gänzlich neue Möglichkeiten schaffen. Lenovo deutete aber an, dass spätere Versionen eventuell Pather Lake-Chips nutzen könnten. Eventuell wird dann der Lenovo Legion Go Fold zur Realität.

Der aktuelle Prototyp vom MWC wurde mit einem Intel Core Ultra 7 258V und 32 GB RAM präsentiert. Das dürfte sogar glatt für akzeptable Gaming- und Alltagsperformance reichen, jedoch nicht ganz mit der Effizienz, die man bei modernen Handhelds gerne erreichen würde.

Lenovos Legion Go Fold ist natürlich noch ein reines Konzept, zeigt allerdings schon jetzt jenes Potenzial der Gerätekategorie, die uns den UMPC-Formfaktor weiterhin nicht loslassen lässt.

Microsoft Copilot Tasks: Wenn To‑do‑Listen sich selbst erledigen

Microsoft hat mit Copilot Tasks ein neues Tool zur Erledigung von Aufgaben mit KI vorgestellt. Microsoft beschreibt es als To-Do-Liste, jedoch eine, die den Copilot einbezieht. Es soll das klassische Aufgabenmanagement auf ein neues Niveau heben. Statt nur Erinnerungen zu setzen oder Checklisten abzuhaken, übernimmt die KI künftig ganze Arbeitsabläufe. Von der Planung bis zur Ausführung. Copilot Tasks ist damit weniger eine To‑do‑Liste und mehr ein digitaler Assistent, der Aufgaben tatsächlich erledigt. Der nächste Schritt einer echten KI-Revolution?

Nutzer formulieren ihr Ziel in natürlicher Sprache, welcher dann vom Copiloten erledigt wird. „Beobachte günstige Flüge nach Berlin und informiere mich bei Preisänderungen“, soll künftig als Prompt komplett ausreichen. Copilot zerlegt diese Anweisung automatisch in einzelne Schritte, nutzt Webdienste, E‑Mail, Kalender oder Dokumente selbstständig und führt den Task im Hintergrund aus. Dafür greift die KI auf einen eigenen virtuellen Computer mit Browser zu und kann so app‑übergreifend arbeiten.

Besonders stark ist Copilot Tasks bei wiederkehrenden oder komplexen Aufgaben. Dazu zählen das regelmäßige Erstellen von Wochenberichten, das Überwachen von Wohnungs‑ oder Gebrauchtwagenangeboten, das Zusammenfassen von E‑Mails samt Anhängen oder das Vorbereiten von Präsentationen. Auch organisatorische Aufgaben wie Reiseplanung, Hotelpreis‑Monitoring oder das Vergleichen von Abonnements lassen sich automatisieren.

Wichtig ist dabei die Kontrolle durch den Nutzer. Copilot handelt nicht blind: Bei sensiblen Aktionen wie Zahlungen, Buchungen oder dem Versenden von Nachrichten fragt das System explizit nach einer Bestätigung. Jeder Task kann pausiert oder abgebrochen werden. Microsoft betont, dass Copilot Tasks kein Autopilot ist, sondern ein Werkzeug, das auf Anweisung arbeitet.

Aktuell befindet sich Copilot Tasks noch in einer begrenzten Forschungs‑Vorschau, welche zum Start nur in den USA verfügbar ist. Der Zugang ist nicht öffentlich. Interessierte Nutzer können sich jedoch auf eine Warteliste setzen lassen. Langfristig zeigt Microsoft damit klar, wohin die Reise geht: Weg von passiven KI‑Chats, hin zu aktiven Systemen, die Ideen direkt in Ergebnisse verwandeln sollen. Fraglich ist, ob Microsofts KI dafür ausreichend intelligent denken kann und natürlich, ob die Bereitstellung eines solchen Dienstes nicht einer erheblichen Ressourcennutzung auf Seiten Microsofts bedarf.

Sony, der Xbox-PC und der nächste Konsolenkrieg: Steht ein Strategiewechsel bevor?

Sony galt in den letzten Jahren als einer der größten Gewinner der Öffnung in Richtung PC. Was einst mit Helldivers begann, entwickelte sich zu einer regelrechten Port‑Offensive: God of War, Horizon, Spider‑Man: Fast alle großen PlayStation‑Marken fanden ihren Weg auf Steam. Doch genau diese Erfolgsgeschichte könnte nun ins Stocken geraten.

Mehrere gut vernetzte Insider deuten an, dass Sony seine PC‑Strategie für Singleplayer‑Titel neu bewerten wolle. Das wäre nicht verwunderlich, angesichts der Ideen aus Redmond, die Xbox-Marke näher ans PC-Ökosystem anzusiedeln. Ein Xbox-PC könnte dann glatt PlayStation-Games spielen.

Gerüchte mit Gewicht

Die Diskussion wurde durch Aussagen von NateTheHate und Jason Schreier neu entfacht. Die Behauptung: Sony könnte künftig aufhören, große Singleplayer‑Titel nach einer zeitlich begrenzten PlayStation‑Exklusivität auf den PC zu bringen.

Das wäre ein klarer Bruch mit der bisherigen Linie. Besonders brisant ist das für Spiele wie Marvel’s Wolverine, das viele PC‑Spieler fest eingeplant hatten. Auch Sonys Übernahme von Nixxes, einem Studio, das explizit für PC‑Ports zuständig ist, wirft Fragen auf, falls diese Pipeline tatsächlich ausgedünnt wird.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Microsoft arbeitet seit Jahren daran, die Grenzen zwischen Xbox und PC immer mehr aufzulösen. Gerüchte über eine „Xbox‑PC‑Konsole“ oder zumindest ein stark PC‑nahes Ökosystem verdichten sich bereits seit längerer Zeit. Der Handheld-Modus von Windows 11 funktioniert beispielsweise auch am großen Bildschirm überraschend gut.

Sollte Xbox künftig noch stärker als Plattform statt als klassische Konsole auftreten, könnte Sony reagieren, indem es seine wertvollsten Marken wieder enger an die PlayStation bindet.

Gleichzeitig bleibt offen, ob Sony wirklich komplett zurückrudert oder lediglich selektiver vorgeht, etwa nur bei besonders verkaufsstarken Marken für das PlayStation-System.

Zwischen Gerücht und Realität

Selbst die Insider betonen, dass es sich um Gerüchte handelt, wenn auch aus verlässlichen Quellen. Möglich ist ebenso, dass Sonys PC‑Strategie nicht beendet, sondern neu justiert wird: längere Exklusivphasen, weniger Day‑One‑Ports, klarere Trennung zwischen Single‑ und Multiplayer.

Fest steht: In der Gerüchteküche rund um den nächsten Konsolenzyklus brodelt es bereits.

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