Windows zeigt jetzt, ob neue Secure Boot-Zertifikate korrekt installiert wurden

Microsoft aktualisiert die Windows-Sicherheits-App mit einem neuen Status-Dashboard für Secure-Boot-Zertifikate, rechtzeitig vor dem Ablauf der alten Zertifikate aus dem Jahr 2011.

Wer Windows 11 nutzt, kennt die Windows-Sicherheits-App als zentrale Anlaufstelle für den Virenschutz und einige sicherheitsrelevante Einstellungen. Künftig bekommt dieser Bereich eine wichtige Erweiterung: Microsoft zeigt dort bald direkt an, ob die Secure-Boot-Zertifikate des Geräts aktuell sind oder ob noch Handlungsbedarf besteht.

Hintergrund ist der Auslauf der alten, im Jahr 2011 ausgestellten Secure Boot-Zertifikate im Juni 2026. Microsoft rollt seit einigen Monaten über Windows Update die neuen Zertifikate aus dem Jahr 2023 aus. Auf einigen Geräten schlägt diese Aktualisierung jedoch fehl, etwa wegen Firmware-Einschränkungen. Bislang war es für Nutzer relativ schwer herauszufinden, ob das eigene Gerät die neuen Zertifikate erhalten konnte.

Die neue Statusanzeige findet sich unter Windows-Sicherheit → Gerätesicherheit → Sicherer Start und arbeitet mit einem einfachen Ampelsystem: Grün bedeutet, alle Zertifikate sind aktuell und es besteht kein Handlungsbedarf. Gelb zeigt an, dass ein Update aussteht oder vorübergehend blockiert ist. Windows wird hier noch versuchen, das Update automatisch zu installieren.

Rot schließlich bedeutet, dass das Gerät die neuen Zertifikate aufgrund von Firmware-Problemen grundsätzlich nicht empfangen kann. Derselbe Status wird auch im Sicherheits-Symbol in der Taskleiste widergespiegelt.

Ab April 2026 erscheinen die Statusanzeigen (grün und gelb) in der Windows-Sicherheits-App für alle Home- und Pro-Nutzer standardmäßig. Ab Mai 2026 kommen Systembenachrichtigungen hinzu, ebenso der rote Status für kritische Fälle und erweiterte Hinweise für Geräte, die keine Updates empfangen können.

Was müssen Nutzer tun?

In den meisten Fällen: nichts. Windows Update kümmert sich automatisch um die neuen Zertifikate, und ein grüner Haken in der App bestätigt, dass alles erledigt ist. Wer einen gelben Status sieht, muss ebenfalls noch nicht aktiv werden.

Problematisch wird es nur bei einem roten Status. Das bedeutet, dass das Gerät die neuen Zertifikate aufgrund von Firmware-Einschränkungen nicht installieren kann. In diesem Fall hilft nur ein BIOS-Update des Herstellers. Bleibt das Gerät dauerhaft in diesem Zustand, könnte es künftig Probleme mit sicherheitsbezogenen Boot-Funktionen geben.

Was Microsoft hier tut, ist im Kern lobenswert: Statt eine komplexe Situation still im Hintergrund zu verwalten, werden Nutzer direkt und verständlich informiert. Wer Windows 11 mit aktivierten automatischen Updates betreibt, wird von der ganzen Sache wahrscheinlich kaum etwas mitbekommen. Es ist allerdings insbesondere auf älteren Geräten oder PCs von weniger bekannten Herstellern aktuell eine gute Idee, einen kurzen Blick in die Windows-Sicherheits-App zu werfen.

Gelöschtes Microsoft-Video zeigt erste Vorschau der verschiebbaren Taskleiste

Die Möglichkeit, die Taskleiste in Windows 11 zu verschieben, gehört zu den meistgewünschten Features im Feedback Hub. Letzten Monat hatte Microsoft das Feature offiziell versprochen, neben einer neuen Initiative für mehr Qualität.

In einem inzwischen gelöschten Post auf X veröffentlichte Microsoft selbst einen frühen Einblick auf das kommende Feature: Microsoft scheint mit einem neuen Kontextmenü auf der Taskleiste zu experimentieren, welches die Taskleiste per Rechtsklick auf eine gewünschte Bildschirmseite anheften lässt – wahlweise links, rechts, oben oder unten. Es soll sich jedoch nur um ein internes Entwickler-Debug-Tool handeln und die finale Funktion soll in der Einstellungen-App bei Personalisierung unter Taskleiste zu finden sein.

Die klassische Möglichkeit, die Taskleiste per Drag & Drop zu verschieben kehrt offenbar nicht zurück. Es gibt derzeit keine Bestätigung, dass Microsoft diese Variante unterstützen wird. Es soll allerdings sehr wohl möglich sein, künftig die Größe der Taskleiste anzupassen. Bisher kann Windows 11 lediglich die Icons verkleinern, nicht allerdings die gesamte Taskleiste ebenfalls.

Microsoft plant, die neuen Features schrittweise im Laufe des Jahres 2026 auszurollen. Zunächst dürfte die Funktion über das Windows Insider-Programm zu testen verfügbar sein.

Artemis II: „Egal wie weit wir ins All fliegen, Outlook bleibt scheiße“

In einem fantastischen Monolog hat der bald gefeuerte Moderator der The Late Show, Stephen Colbert, gestern Abend die technischen Probleme während der Mond-Mission der Artemis II kommentiert. Der Hintergrund: Artemis II Commander Reid Wiseman hatte während der Mission technische Probleme mit seinem Personal Computing Device (PCD), einem Microsoft Surface Pro, wie die NASA mitteilen ließ.

Wiseman funkte zuerst ein technisches Problem mit der verwendeten Optimus-Software an Mission Control, bei der es sich wohl um spezielle Anwendungen der NASA handeln dürfte. Er meldete dann allerdings ein wesentlich banaleres Problem, das auch viele von uns aus unserem Computeralltag kennen: Zwei Outlook-Apps sind installiert, aber keine von ihnen scheint zu funktionieren.

I also see that I have two Microsoft Outlooks, and neither one of those are working.

Mission Control informierte den Astronauten daraufhin, dass man remote auf den PCD zugegriffen habe und die Probleme lösen konnte. Man war in der Lage, Outlook zu öffnen und die Offline-Nutzung zu ermöglichen. Ob damit nun Outlook Classic oder die neue Outlook Web-App gemeint war, erklärte die NASA in ihrer Aussendung nicht. Weder die NASA, noch Microsoft hatten auf weitere Medienanfragen zu dem Ereignis reagiert.

Dafür hatte The Late Show-Host Stephen Colbert hatte dazu einen sehr sehenswerten Monolog und die technischen Probleme bei der NASA kommentierte er mit diesen wunderbaren Worten:

„Das zeigt einfach, dass es völlig egal ist, welchen Job du hast oder wie weit du dich von Mutter Erde entfernst – Outlook bleibt scheiße.“

Windows 11 mit Microsoft-Account: Benutzerordner lässt sich während Einrichtung benennen

Ein Ärgernis, das die Einrichtung mit einem Microsoft-Account unter Windows stets mitbrachte, war die Tatsache, dass der Name des Benutzerordners stets automatisch aus den ersten fünf Zeichen der Email-Adresse generiert wurde. Wer also mit einer [email protected] eingeloggt ist, bekommt den Benutzernamen analy. Für die meisten Nutzer spielte der Name des Benutzerordners ohnehin keine Rolle, allerdings war es spätestens im Terminal ärgerlich, seinen Namen mit einem oder mehreren fehlenden Zeichen eingeben zu müssen.

Was banal klingt, ließ sich bislang nur durch eine Neuerstellung eines lokalen Benutzeraccounts oder durch die Umgehung des Microsoft-Accounts bei der Einrichtung ändern. In aktuellen Windows Insider-Builds im Dev-Channel hat Microsoft endlich die Möglichkeit eingeführt, den Namen des Benutzerordners selbst festzulegen. Die neue Option erscheint nun auf jener Seite während der Einrichtung (OOBE), auf der auch der Gerätename vergeben wird. Dort lässt sich der Benutzerordner erstmals direkt und ohne Umwege definieren. Microsoft betont allerdings, dass diese Entscheidung nur während des Setups getroffen werden kann. Wer den Schritt überspringt, landet wieder beim alten Verhalten und kann den Ordnernamen später nicht mehr ändern.

Die Funktion befindet sich derzeit im Test bei Insidern des Dev Channels und dürfte erst in einigen Monaten für alle Nutzer ausgerollt werden. Dennoch zeichnet sich ein Bild: Microsoft scheint die kleinen „Pain Points“ in Windows tatsächlich verbessern zu wollen, wenn auch noch eine Menge Arbeit vor dem Konzern steht, wenn man die wahren Kritikpunkte der Nutzer beheben möchte.

Windows 11: Microsoft verschiebt die Agenda-Ansicht

Microsoft hat sich in den letzten Monaten auffällig oft selbst widersprochen: Einerseits versprach der Konzern, die größten „Pain Points“ von Windows 11 endlich ernsthaft anzugehen, andererseits werden genau die Funktionen verschoben, die viele Nutzer als überfällig ansehen: Aktuell trifft es die Agenda-Ansicht im Info Center, welche vom Wechsel von Windows 10 auf 11 verschwand und von vielen Nutzern noch schmerzlich vermisst wird. Nun scheint der Konzern das Feature verschieben zu wollen, um etwas an der Oberfläche zu feilen.

Das ist eine durchaus interessante Abkehr von Microsofts bisheriger Strategie, neue Funktionen oftmals auch unfertig auszuliefern und diese dann während der Preview-Phase zu stabilisieren. Die Agenda-Ansicht im Kalender-Flyout wurde zwar von vielen Nutzern zurückgewünscht, löste allerdings bei seiner ersten Vorstellung viel Kritik von Nutzern aus: Die Ansicht war als WebView2-Komponente umgesetzt, was für enormen Ressourcenverbrauch sorgte und ein UI-Gefühl wie bei Nutzung eines Browserfensters lieferte.

Zwischen Rückschritt und Reparatur

Dass Microsoft die Vorschau nun verschiebt, kann man deshalb auf zwei Arten lesen: Optimisten würden darin von einer Rückkehr zu qualitativerem Code und einem angemessenen technischen Unterbau sehen für eine vermeintlich simple Kalenderfunktion. Das Feature soll nicht nur einfach zurückgebracht werden, sondern auch ordentlich implementiert sein. Ein solcher Ansatz könnte nicht nur der Agenda-Ansicht helfen, sondern insbesondere auch Microsofts Bemühungen mit dem Copiloten. Pessimisten würden erwarten, das Feature kommt einfach „later this year“ ohne jegliche Verbesserung.

Während die Agenda-Ansicht also auf Eis liegt, ist in aktuellen Insider-Builds etwas durchgerutscht, das im Alltag fast wichtiger sein könnte: Das Schnelleinstellungen-Flyout im Systemtray wird einzelne Optionen ausblenden lassen. Unnötige Kacheln können somit demnächst entfernt werden, was ein praktisches Personalisierungsfeature sein wird.


Quelle: Phantomofearth / via WindowsCentral

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