Windows 11 Build 26231: KI-Bearbeitung für Profilbilder und neue Dialogboxen

Microsoft hat kürzlich die Windows 11 Build 26231 im Canary-Kanal veröffentlicht und bringt damit eine Reihe von Verbesserungen für die Einstellungen. Dazu gehören eine KI-gestützte Bearbeitung von Profilbildern in den Einstellungen und insgesamt neue Dialogboxen innerhalb der App.

Profilbilder bearbeiten mit KI

Microsoft hat den Dialog zum Hinzufügen von Profilbildern in Windows 11 Build 26231 deutlich verbessert und ein deutlich umfangreicheres Interface dafür eingeführt. Das Feature ist in Build 26231 erstmals integriert, scheint aber standardmäßig bei den meisten Nutzern deaktiviert zu sein. Microsoft hat diese Funktion zwar nicht im offiziellen Blogpost dokumentiert, allerdings hat Twitter-Nutzer und Windows-Enthusiast PhantomOfOcean das Feature dokumentiert. Es kann über das ViveTool mit dem folgenden Befehl aktiviert werden:

  • vivetool /enable /id:45189370,47364920

In den Einstellungen unter Konten und Ihre Infos hat der Konzern nun mehrere Anpassungsoptionen für Profilbilder hinzugefügt, einschließlich Filtern sowie KI-Effekten, welche das Hinzufügen von Unschärfe für den Hintergrund, das Hochskalieren der Bildauflösung und das Anwenden von Porträtbeleuchtung erlauben.

Neue Dialogboxen für Einstellungen

Die Aktualisierung fügt zudem neue Dialogboxen für die Optionen „PC umbenennen“ und „Datum und Uhrzeit ändern“ hinzu, welche nun ebenfalls erstmals an das modernere Design von Windows 11 angepasst sind. Frühere Dialogboxen in den Einstellungen verwendeten noch das Design von Windows 8, sodass diese visuell nicht zur Benutzerumgebung von Windows 11 passten. Das ändert sich nun erfreulicherweise und spannend wird, wann diese Neuerungen final in die Production-Builds implementiert werden.

Kopieren Knopf im Teilen-Dialog

Nutzer können ab Build 26231 außerdem Dateien noch im Teilen-Dialog kopieren, bevor diese an andere Nutzer, Programme oder Computer weitergeleitet werden.

Automatisches Speichern von Bildschirmaufnahmen

Das Snipping Tool erlaubt künftig das automatische Speichern aufgenommener Bildschirmaufnahmen, wenn die entsprechende Option in den Einstellungen des Programms aktiviert wurde.

Außerdem hat Microsoft eine Reihe von Fehlern behoben und kleinere Verbesserungen eingefügt. Die Build 26231 steht ab sofort für Windows Insider im Canary-Kanal zum Download zur Verfügung. Hierbei handelt es sich übrigens nicht mehr um die Builds, welche zur Veröffentlichung als Windows 11 24H2 Update geplant sind, sondern bereits um die Anfänge der Arbeit an der darauffolgenden Version.


Quelle: Microsoft / Twitter

Windows Recall: Microsoft rudert zurück, verspricht Opt-In und Verschlüsselung

Microsoft hat aufgrund seiner neuen Windows Recall-Funktion heftige Kritik einstecken müssen. Sicherheitsexperten bemängelten insbesondere die naive, unverschlüsselte Implementierung sowie das Fehlen eines Opt-In, was bei Datenschutzbeauftragten und Nutzern für Unmut sorgte.

Nach anfänglicher Funkstille hat Microsoft nun eine Kehrtwende vollzogen und Verbesserungen für Recall angekündigt: Das Unternehmen verspricht in einem neuen Post im offiziellen Unternehmensblog, dass Recall einen neuen Einrichtungsbildschirm erhalten wird, wo Nutzer konkret nach einer Zustimmung gefragt werden. Tatsächlich wird es ausnahmsweise direkte „Ja“- oder „Nein“-Antwortmöglichkeiten geben.

Windows Hello und Proof of Presence

Zudem sollen die Datenschutz- und Sicherheitsvorkehrungen verbessert werden: Microsoft wird für PCs mit Windows Recall die Windows Hello-Login verpflichtend machen, sodass eine biometrische Authentifizierungsmöglichkeit erforderlich ist, um auch bei physischem Zugriff auf die Maschine die Daten sicher halten zu können. Gleichzeitig wird Microsoft „Proof of Presence“ für Windows Recall einführen, sodass die Funktion nur geöffnet werden kann, wenn der Nutzer tatsächlich selbst Recall öffnet. Dies wird Windows 11 mithilfe von Windows Hello überprüfen, sodass nicht ein unbefugter Nutzer oder gar ein Programm im Hintergrund die Daten abgreifen kann.

Verschlüsselung

Als dritten und ebenfalls wichtigen Punkt wird Microsoft eine „Just in Time“-Entschlüsselung der Recall-Daten einführen, welche ebenfalls von der Windows Hello Enhanced Sign-In Security (ESS) geschützt wird. Die Snapshots werden somit nur entschlüsselt, wenn der Nutzer sich aktiv authentifiziert und liegen ansonsten verschlüsselt auf der Festplatte. Außerdem wird Microsoft auch die Suchindex-Datenbanken, welche bislang einfach im Klartext abgespeichert waren, verschlüsseln.

Gute Reaktion, aber zu spät?

Fraglich ist, ob diese Maßnahmen tatsächlich in der Öffentlichkeit irgendeine Wirkung haben werden. Trotz der angekündigten Verbesserungen bleibt die Frage, ob Microsoft mit seiner ursprünglichen Vorstellung von Windows Recall nicht bereits den Ruf des Features unwiderruflich beschädigt hat. Erneut hat der Konzern eine Funktion übereifrig ausgeliefert, potenzielle Bedenken der Öffentlichkeit und das Misstrauen gegenüber einem Konzern, welcher sein System über die letzten Jahre mit Werbung vollgepflastert hat, nicht in die Produktentwicklung miteinbezogen.


Quelle: Microsoft

Affinity Photo 2.5: Gratis-Update bringt native ARM-Unterstützung

Affinity Photo hat vor wenigen Tagen ein Update für die V2-Version ihres beliebten Bildbearbeitungsprogramms veröffentlicht. Mit dem Update läuft das Programm erstmals nativ auf ARM64-Geräten und sollte damit insbesondere auf bestehenden Geräten eine deutliche Performance-Verbesserung mitbringen.

Schon bisher lief Affinity Photo überraschend gut, obwohl der Hersteller der beliebten Photoshop-Alternative keine native Version für ARM-Geräte anbot. Das ändert sich allerdings mit dem Update auf Version 2.5. Das neueste Update ist kostenlos für alle Nutzer, welche Affinity Photo Version 2 erworben haben, und bringt neben der nativen ARM-Unterstützung auch weitere, wichtige Verbesserungen mit. So werden nun beispielsweise variable Schriftarten unterstützt und mehr Kameras in LibRAW.

Affinity Photo ist erfreulicherweise keine Abo-Software und die neueste Version können Besitzer einer Lizenz direkt über den Microsoft Store herunterladen.

Beste Photoshop-Alternativen für Windows

Affinity Photo 2.5 Changelog:

Version 2.5 ist da! Kostenlos für alle V2-Kunden bringt das neueste Update für Affinity Photo jede Menge Erleichterungen für Ihren Workflow, wie etwa:

  • native ARM-Unterstützung: Mehr Tempo und Leistung unter Windows dank der vollständigen nativen Optimierung für Geräte mit ARM64- Chips
  • Unterstützung für variable Schriften: Flexibles Anpassen der Darstellungsoptionen variabler Schriften fur noch mehr typografische Freiheit.
  • Werkzeug für QR-Codes: Fügen Sie selbst definierte QR-Codes in Ihre Dokumente ein, sodass Leser nach dem Scannen zum Beispiel direkt Ihre Website besuchen können.
  • Das Dialogfeld „Typografie“ ist nun als Panel direkt erreichbar.
  • „Standardvorgabe“ für Raster.
  • LibRAW unterstützt jetzt noch mehr Kameras – inklusive FujiFilm X100VI, Leica SL3, Pentax KF (Ricoh), Samsung Galaxy S23 , Samsung Galaxy S23 Ultra, Sony ILCE-9M3 (A9 III) [erweitert].
  • Viele andere Erweiterungen und Fehlerkorrekturen.

Affinity Photo 2

Affinity Photo 2

Xbox Deutschland produziert Werbeclip zum Fremdschämen: Frau darf Xbox ihres Freundes nicht berühren

Nachdem Qualcomm erst vor wenigen Tagen im Zuge der Computex 2024 einen Clip zum Fremdschämen veröffentlicht (und mittlerweile gelöscht) hat, tritt Microsofts Xbox DACH-Marketing ins selbe Fettnäpfchen, diesmal allerdings mit einem leicht sexistischen Nachgeschmack. Zu Beginn des Clips wird direkt die Frage gestellt: Wie kann die Frau legal Xbox-Spielen, ohne dabei die Xbox ihres Freundes zu berühren? Danach geht es im Clip nur bergab.

Der neueste Werbeclip des offiziellen deutschen Xbox-Instagram-Accounts beginnt mit der vollkommen sinnfreien Annahme, dass Frauen aus irgendeinem Grund nicht legal Xbox zocken können und offenbar die Konsole ihres Freundes gar nicht berühren dürfen. Es wird jedenfalls eine interessante Beziehungsdynamik präsentiert. Allein, die Formulierung und die irrsinnige Anspielung, die Freundin könne nicht zocken oder die Konsole gar berühren, „ohne etwas kaputtzumachen“, fühlt sich unglaublich rückständig an und sorgt in den Kommentaren des Videos für Fremdschämen. Microsoft Deutschland bedient damit Klischees, die insgesamt der Gaming-Community nur schaden. Mit dem Clip versucht die Xbox DACH irgendein potenzielles Nutzungsszenario zu finden für seinen Xbox Cloud Gaming-Dienst, allerdings tritt man mit diesem Beispiel vollkommen ins Fettnäpfchen.

In dem Werbeclip muss die Freundin aus irgendeinem Grund auf die Xbox-App zum Streaming ausweichen, das integrierte Cloud-Gaming-Feature ihres Fernsehers benutzen oder übers Handy per Cloud-Streaming zocken, nur, um die wertvolle 200-Euro-Konsole ihres Freundes keinesfalls zu berühren. Der Clip ist ein trauriger Versuch, auch nur irgendeinen potenziellen Einsatzzweck für Xbox Cloud Gaming zu finden, scheitert allerdings sogar mit diesem sinnfreien Argument.

Selbstverständlich hätte Microsoft auch die innovative Funktionalität seiner Konsole bewerben können, welche die Nutzung von mehreren Accounts erlaubt (wow!), die Freigabe von Spielen an seine Familie oder aber auch die Möglichkeit, in gewissen Singleplayer-Games auch mehrere Spielstände zu besitzen. Diese Funktionen existieren in Konsolen spätestens seit dem Nintendo 64, aber natürlich ist Cloud-Gaming die richtige Antwort, damit sogar die Freundin auch „ganz legal“ auf die Konsole ihres Freundes zugreifen darf.

Hier ist der tolle Clip, womit ihr die täglich empfohlene Cringe-Dosis bereits überschreitet:


Quelle: Instagram

Mac-Werbegesicht bewirbt jetzt Copilot+PCs in Werbeclip zum Fremdschämen

Qualcomm hat seine Keynote auf der Computex mit einem Werbespot beendet, in dem Apples langjähriges „I’m a Mac“-Werbegesicht Justin Long auftritt. Der Clip ist, im Gegensatz zu den humorvollen Clips aus Apples Feder, allerdings vollkommen misslungen und versucht angebliche Probleme bei der Verwendung eines MacBooks hervorzuheben, die unter Windows allerdings noch deutlich schlimmer sind. Den Clip hat Qualcomm mittlerweile aus dem eigenen Video gelöscht, aber das Internet vergisst bekanntlich nie.

macOS kann die Scrollrichtung für Maus und Trackpad nicht separat ändern. macOS unterstützt kein Andocken von Fenstern. macOS erlaubt keine saubere Deinstallation für viele Programme aus dem Web und erschwert die Installation von Apps von „nicht-zertifizierten Entwicklern.“ macOS hat ein katastrophales Speichermanagement, wo oft hunderte Gigabyte an Caches als „Systemreserviert“ und nicht löschbar dargestellt werden. Schon wenige Monate mit einem MacBook reichten aus, um einige dieser „Red Flags“ für meine produktive Alltagsnutzung zu erkennen und ein beinahe 20-minütiges Video dazu produzieren zu können. Management von Benachrichtigungen gehören nicht dazu.

Qualcomm und Microsoft haben sich allerdings entschieden, genau dieses Nicht-Problem unter macOS in ihrem Werbespot zu thematisieren. Bei macOS-Nutzern hat der Clip für Gelächter gesorgt, bei Windows-Nutzern können sie höchstens Fremdschämen auslösen. Longs Charakter wird in dem Clip nämlich von Benachrichtigungen überflutet, darunter Nachrichten, E-Mails und der Meldung „App ist nicht für Ihren Mac optimiert“. Ebenfalls ironisch: In den „lästigen“ Benachrichtigungen, die Mac-Mann Justin Long wegwischen muss, ist auch eine Akkuwarnung mit 1% Restkapazität enthalten. 1% auf meinem MacBook Pro sind wie 20 Prozent auf meinem Surface Pro. Ein Werbespot zum Vergessen.

Windows-Nutzer auf der anderen Seite erhalten zusätzlich dazu außerdem Benachrichtigungen zu OneDrive, zum Xbox Game Pass, Smartphone-Link, dem Copilot, Microsoft Edge und anderen Diensten, die Microsoft zum jeweiligen Zeitpunkt bewerben möchte. Der Clip ist in so vieler Hinsicht ein episches Eigentor, obwohl es genügend anderer Gründe gäbe, um macOS zu kritisieren. Hätte man bei Microsoft und Qualcomm nur WindowsArea.de abonniert, wüsste man das dort auch …

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