NeuroLeadership mit dem SCARF-Modell: „Gehirngerechte Mitarbeiterführung“

Was Ihnen Neuroleadership und das SCARF-Modell bringen?

Missverständnisse, Reibereien oder gar der komplette Zerfall eines Teams … Das alles können Auswirkungen des Führungsstils sein. Bei Neuroleadership und dem SCARF-Modell geht es um die Vermeidung zwischenmenschlicher Konflikte. Sie sollten sich hiermit auseinandersetzen, wenn es Ihr Ziel ist, eine konstruktive Arbeitsatmosphäre zu erreichen und die Leistung Ihrer Mitarbeiter zu verbessern. Das Modell erklärt bestimmte Reaktionen wissenschaftlich und gibt Ihnen Hilfsmittel an die Hand, wie Sie damit umgehen können. Es ist im Grunde für jegliche sozialen Interaktionen anwendbar, also auch im Privatleben!

Was ist Neuroleadership?

Neuroleadership ist ein relativ neues Forschungsgebiet und ein neuer Führungsansatz, in dem die Erkenntnisse der Neurowissenschaften mit Managementtheorien verschmolzen werden. 

Der Begriff wurde von Jeffrey Schwartz und David Rock im Jahr 2006 begründet, einem Neurowissenschaftler und einem Unternehmensberater. Hierdurch sollen Mitarbeiter zu besseren Leistungen motiviert werden können und Veränderungsprozesse effektiv umgesetzt werden können.

Ziel von Neuroleadership ist es, „gehirngerecht zu führen“, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Neuroleadership besteht nicht aus einzelnen Instrumenten, sondern aus dem grundsätzlichen Verständnis von Abläufen, woraus Sie sich neue Wege in der Personalführung bilden können.

Was ist NeuroLeadership

Was ist das SCARF-Modell?

Das SCARF-Modell wurde 2008 ebenfalls von Jeffrey Schwartz und David Rock entwickelt und spezifiziert die Neuroleadership Erkenntnisse. Im Grunde basiert das SCARF-Modell auf dem Streben des Gehirns, Belohnungen zu maximieren und Bedrohungen zu minimieren. Auch die Erkenntnis, dass soziale Bedürfnisse in den gleichen Regionen des Gehirns verarbeitet werden wie grundlegende Überlebensbedürfnisse liegt diesem Modell zugrunde. Die Abkürzung SCARF kommt aus dem Englischen. Das Modell besteht aus fünf Dimensionen: Status, Sicherheit/Gewissheit (Certainty), Autonomie (Autonomy), Verbundenheit (Relatedness) und Fairness.

Als Führungskraft gibt es Ihnen Anhaltspunkte, wie Sie Ihre Mitarbeiter bei jeglichen sozialen Interaktionen unterstützen können. Es fördert vor allem die intrinsische Motivation der

SCARF-Modell

Die 5 Dimensionen des SCARF-Modells

Status

Der Status ist die relative Stellung zwischen Menschen in einer Gruppe. Er beschreibt, wie wichtig wir uns im Vergleich zu anderen fühlen, ob wir uns respektiert fühlen und ob wir in einer Sache besser oder schlechter als andere sind. Das Überlegenheitsgefühl, welches aus einem vermeintlich höheren Status resultiert, aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn.

Umgekehrt führt ein empfundener Verlust des Status zur Aktivierung der Gehirnregionen, die auch bei körperlichem Schmerz aktiv sind. Leistungsbeurteilungen, Lob und Kritik wirken sich auf den Status im Unternehmensumfeld aus. Positive Rückmeldungen und öffentliche Anerkennung fördern so die Wahrnehmung des eigenen Status. Welchen Status man sich zuschreibt, ist auch immer abhängig vom Umfeld. Ein als niedrig wahrgenommener Status im Unternehmen kann durch einen hohen Status in einem anderen Umfeld (z.B. einem Ehrenamt) ausgeglichen werden und die negativen Auswirkungen dadurch abgefangen werden.

Gewissheit

Gewissheit bedeutet die Vorhersehbarkeit der Zukunft. Die Dimension Gewissheit kann auch mit Vorhersehbarkeit oder Sicherheit übersetzt werden. Das Gehirn ruft, wenn möglich, bekannte Muster ab, um Energie zu sparen und nicht ständig wachsam auf der Suche nach Gefahren (den heutigen Säbelzahntigern) sein zu müssen. Durch diesen Vorgang wird auch wieder das Belohnungssystem aktiviert. Ist eine Situation unvorhersehbar, ruft das immer auch einen gewissen Stress hervor und vermindert so die Leistungsfähigkeit. Je nach Charakter und Ausmaß der Unsicherheit, kann solch eine Situation jedoch auch Interesse, Neugier und Aufmerksamkeit wecken, was wiederum die Leistung und Problemlösungskompetenz erhöht. Hier gilt es also, auf einzelne Personen einzugehen und individuelle Umstände zu beachten.

Autonomie

Diese Dimension beschreibt die Möglichkeit, sein Umfeld selbst zu gestalten und Entscheidungen beeinflussen zu können. Sie gibt wieder, wie stark wir über unser Leben bestimmen können. Eine Einschränkung der Autonomie kann als Bedrohung wahrgenommen werden, wir fühlen uns teilweise sogar schutzlos ausgeliefert. In diesem Zustand werden Stressfaktoren, die weder kontrolliert noch verändert werden können, vom Gehirn als besonders bedrohlich eingestuft. Im Arbeitsumfeld führt das meist zu übertriebenen, ablehnenden und gereizten Reaktionen.

Verbundenheit

Zugehörigkeit und soziale Beziehungen sind ein Grundbedürfnis des Menschen. Fühlen wir uns aufgenommen und sicher in einer Gruppe? Wie in der Steinzeit, unterscheidet unser Gehirn auch heute noch zwischen Freund und Feind. Die Anwesenheit von bekannten Gesichtern spricht das Belohnungssystem an. Das Vertrauen, das in gut funktionierenden Teams entsteht, erhöht die Bereitschaft, Informationen untereinander auszutauschen und miteinander statt gegeneinander zu arbeiten.

Fairness

Wie gerecht wir uns im Vergleich zu anderen behandelt fühlen, wird mit dieser Dimension beschrieben. Das Erleben von Fairness stimuliert das intrinsische Belohnungssystem. Transparenz ist hierbei vor allen in Unternehmen ein entscheidender Faktor.

Anwendung und Umsetzung

Fühlt unser Gehirn sich in einer oder mehreren der fünf Dimensionen bedroht, nimmt unsere Leistungsfähigkeit ab. Leider werden grundsätzlich Bedrohungsreaktionen schneller ausgelöst, als Belohnungsreaktionen, was früher gut zum Überleben war, heute die Leistungsfähigkeit jedoch eher behindern kann.

Das können Sie mit dem Wissen um das SCARF-Modell vermeiden. Hier finden Sie auch noch konkrete Umsetzungsvorschläge des neuen Managementstils. Aber nicht nur für Führungskräfte sind diese Umsetzungsmöglichkeiten förderlich, auch als Teammitglied können Sie sich am SCARF-Modell orientieren.

Das Wichtigste ist, zunächst ehrlich mit Ihnen selbst zu sein. Wo wenden Sie die Erkenntnisse der Neuroleadership bereits an? Wo hakt es noch? Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihre Kollegen und Mitarbeiter nach dem SCARF-Modell handeln? Vielleicht ist Ihre Intention auch nett gemeint gewesen, ruft aber trotzdem eine Bedrohungsreaktion bei Ihrem Gegenüber hervor. Das können Sie anhand der fünf Dimensionen überprüfen.

Vermeiden Sie, dass Ihr Mitarbeiter an Status verliert! Das können Sie durch Lob und konstruktive Kritik, Aufmerksamkeit und Wertschätzung erreichen. Dies ist meist sogar nachhaltiger als das Erwerben von Statussymbolen (Firmenwagen, eigenes Büro usw.).

Geben Sie Ihren Mitarbeitern Orientierung und Sicherheit! Kommunizieren Sie klar, was von ihnen erwartet wird und geben Sie Hilfestellungen und deutliche Anleitungen, wenn nötig.Lassen Sie Ihre Mitarbeiter Einfluss nehmen. Unterstützen Sie sie, mutig zu sein und ihre Umwelt und Aufgaben selbst gestalten zu können.

Auch hier spielen wieder klar kommunizierte Regeln und Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle, die den Handlungsspielraum Ihres Mitarbeiters abgrenzen und ihm ermöglichen, Entscheidungen selbst zu treffen. Maßnahmen, wie selbstbestimmte Lernportale, flexible Arbeitszeiten und eine selbstgewählte Büroeinrichtung erhöhen die Autonomie.

Ihre Mitarbeiter können Vertrauen und Verbundenheit erleben! Soziale Beziehungen und eine positive Zusammenarbeit sollten an der Tagesordnung stehen, um optimale Leistungen zu erzielen. Dies können Sie durch Empathie, Vertrauen von Ihrer Seite und gelegentliche (freiwillige!) Teamaktionen erreichen. Aber auch schon ein freundlicher Handschlag, gemeinsame Gesprächsthemen oder VideoKonferenzen und die Nutzung digitaler Netzwerke in globalen Unternehmen können zu kooperativerem Verhalten führen.

Sagen Sie nein zu mangelnder Transparenz und teile Informationen frühzeitig. Schaffen Sie klare Regeln, die Ihre Mitarbeiter jederzeit selbst kontrollieren können oder stellen Sie besser noch gemeinsam als Team Regeln auf. Das fördert nachweislich das Einhalten der Regeln und bietet keinen Raum für Ungerechtigkeit. Das heißt jedoch nicht, dass Fehlverhalten hingenommen werden sollte. Dies sollte, wie Lob auch, klar thematisiert werden.

Gehirngerechte Mitarbeiterführung, ein Tool zum ChangeManagement, der Aufbau funktionierender Teams und ein neuer Managementstil: Das alles verbirgt sich hinter den fünf Dimensionen des SCARF-Modells.

Fazit

Unser Gehirn arbeitet nicht gut, wenn es unter Zeitdruck und zwischenmenschlichen Konflikten leidet, da hier das Bedrohungssystem aktiv ist. Es schaltet in den Fight or Flight-Modus oder stellt sich gar tot. Das ist nicht unbedingt förderlich für einen erfolgreichen Arbeitstag! Deswegen gilt es, mit den Erkenntnissen des SCARF-Modells wieder das Belohnungssystem zu aktivieren und damit eine produktive Arbeitsatmosphäre und gesteigerte Leistungsfähigkeit zu schaffen!

Sie können die Kenntnisse als Instrument zur nachhaltigen Mitarbeitermotivation und für Veränderungsprozesse auf persönlicher oder auf Unternehmensebene anwenden.

Kurz erklärt – Agiles Projektmanagement mit Scrum

Obwohl Scrum leicht zu verstehen ist, bereitet die Umsetzung meist Mühe, dieser Artikel soll eine erste Hilfestellung bieten.

Die Definition

Scrum ist ein Framework. Es ermöglicht kleineren Entwicklerteams komplexe Probleme bei der Umsetzung eines Projektes möglichst effizient und kreativ zu lösen. Das Framework besteht aus verschiedenen Rollen, einem klaren Ablauf und diversen Artefakten.

Der Nutzen

Auch wenn Scrum ursprünglich in den 1990ern zur Entwicklung von software konzipiert wurde, wird es mittlerweile zum ProjektManagement in unterschiedlichsten Kontexten genutzt. So findet es etwa Verwendung in Schulen und Regierungen, aber auch in Social Media Agenturen oder Anwaltskanzleien. Kurz gesagt: Scrum eignet sich für die Anwendung bei fast jeder Art von Problemstellung.

Die Theorie

Das Scrum Framework fußt auf drei Säulen. Allesamt sind sie der empirischen Prozesssteuerung entnommen.

  • Transparenz: Jeder, der am Projekt beteiligt ist, muss verstehen, warum welche Entscheidungen getroffen und wie diese umgesetzt wurden.
  • Kontrolle: In regelmäßigen Abständen, aber trotzdem nicht zu oft, sollte überprüft werden, ob die vorgegebenen Ziele erreicht wurden.
  • Anpassung: Es muss immer die Möglichkeit offengehalten werden, das Projekt jederzeit in gewissen Eigenschaften anzupassen.

Die Rollen

Das Scrum Framework setzt auf eine klare Rollenverteilung:

  • Product Owner: Der Auftraggeber. Es handelt sich um eine Einzelperson und kein Komitee. Der Product Owner entscheidet über die Eigenschaften und den Nutzen des Projektes. Außerdem legt er fest, in welchem Zeitraum welche Ziele erreicht werden sollen.
  • Entwicklerteam: Oft als Kern des Scrum Frameworks bezeichnet. Das Team beinhaltet drei bis neun Mitglieder, die in der Lage sind, das Projekt umzusetzen, ohne dabei größere Hilfe von Außen beizuziehen. Sie entscheiden darüber, wie die Funktionalitäten eines Produktes umgesetzt werden. Einzelne Teammitglieder erledigen Aufgaben aus verschiedenen Themenfeldern.
  • Scrum Master: Ebenfalls eine Einzelperson. Sie überwacht den Arbeitsprozess und hilft dem Entwicklerteam, ohne selbst Teil davon zu sein, bei der Umsetzung des Projektes. Außerdem übernimmt sie, falls nötig, die Vermittlung zwischen dem Product Owner und dem Entwicklerteam.
  • Stakeholder: Die Kunden oder Anwender, auf die das Projekt abzielt. Und das management, das die Ressourcen für den Scrum Prozess zur Verfügung stellt.

Die Werte

Bevor sich ein Entwicklerteam an ein Projekt setzt, sollte sichergestellt sein, dass alle Teammitglieder sich an den folgenden fünf Werten orientieren:

  • Mut: Jedes Teammitglied hat den Mut sich schwierigen Problemen auszusetzen und nach den entsprechenden Lösungen zu suchen.
  • Fokus: Jedes Teammitglied konzentriert sich auf die Ziele, die vom Product Owner vorgegeben wurden.
  • Engagement: Jedes Teammitglied setzt all seine Ressourcen ein, um die vorgegebenen Ziele zu erreichen.
  • Respekt: Unter den Teammitgliedern herrscht ein respektvoller Umgang.
  • Offenheit: Der gesamte Arbeitsprozess verläuft transparent. Die Stakeholder erhalten während der Entstehung des Projektes Einblick in die meisten Entscheidungen und Abläufe.

Diese Wertekultur trägt entscheidend zum Erfolg eines Projektes innerhalb des Scrum Frameworks bei.

Der Ablauf

Ein Scrum Prozess setzt sich aus mehreren Sprints zusammen. Ein Sprint dauert jeweils ein bis maximal vier Wochen. Er besteht aus folgenden vier Phasen:

1. Phase: Sprint Planning.

Innerhalb eines Zeitrahmens von acht Stunden planen der Product Owner, das Entwicklerteam und der Scrum Master den anstehenden Sprint.

In einem ersten Schritt wird analysiert welche Aufgaben des Gesamtprojektes umgesetzt werden sollen. Dabei spielt die Einschätzung des Entwicklerteams eine entscheidende Rolle. Sie müssen schlussendlich entscheiden, ob der vorgegebene Zeitrahmen zur Umsetzung genügt.

In einem zweiten Schritt legt das Entwicklerteam fest, wie die Aufgaben umgesetzt werden sollen. Dafür zerlegt es die Aufgaben in einzelne Arbeitsschritte, die es dann auf die Arbeitstage verteilt.

2. Phase: Daily Scrum

Vor jedem Arbeitstag trifft sich das Entwicklerteam zu einer 15-minütigen Session. Der Scrum Master stellt sicher, dass keine außenstehenden Personen das Meeting stören. Ziel ist es den vergangenen Tag zu reflektieren und den kommenden zu planen. Nach diesem Meeting im ganzen Team treffen sich oft einzelne Teammitglieder zur detaillierteren Besprechung.

3. Phase: Sprint Review

In dieser Phase legt der Product Owner fest, welche Ziele aus dem Sprint Planning erreicht wurden und welche nicht. Das Entwicklerteam erklärt, warum dies der Fall ist, das heißt zum Beispiel, welche Probleme aufgetaucht sind, die das Erreichen des Ziels verhindert haben.

4. Phase: Sprint Retrospektive:

Der Scrum Master und das Entwicklerteam treffen sich am Ende jedes Sprints. Sie diskutieren, ob ihre Arbeitsprozesse effizient waren und wie sie diese in den kommenden Sprints noch effizienter gestalten können. Nach der Sprint Retrospektive startet direkt das Planning für den nächsten Sprint.

Der Sprint endet zur vom Product Master vorgegebenen Zeit und kann nicht verlängert werden. Nur wenn der Product Master den Sprint abbricht oder das Entwicklerteam sich aus dem Projekt zurückzieht, muss er nicht zu Ende gebracht werden.

Die Artefakte

Das Scrum Framework bietet einige interessante Hilfsmittel, um Projekte möglichst effizient und transparent umzusetzen. Nach den Scrum Guidelines werden sie Artefakte genannt.

Product Backlog

Im Product Backlog listet der Product Owner die einzelnen Aufgaben, die während eines Projekts anstehen, in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit auf. Dabei formuliert er möglichst klar und versucht die Einträge so zu optimieren, dass die Ziele des Projektes möglichst reibungslos erreicht werden können.

Es werden ständig Aufgaben dem Backlog hinzugefügt oder aus ihm entfernt. Auch die Reihenfolge kann vom Product Owner jederzeit verändert werden. Wobei jedoch wichtig ist, dass Aufgaben, die weiter oben im Backlog stehen möglichst detailliert beschrieben und ausgearbeitet sind.

Das Entwicklerteam nimmt zu jeder Aufgabe eine Einschätzung vor, wie lange es dauern wird, sie zu erledigen. Trotzdem ist es dem Product Owner nicht untersagt, selbst Aufträge aus dem Backlog zu entnehmen und diese zu erledigen.

Sprint Backlog

In Absprache mit dem Product Owner stellt das Entwicklerteam einen Backlog für den kommenden Sprint zusammen. Priorisierte Aufgaben aus dem Product Backlog wandern in den Sprint Backlog und sollen innerhalb des nächsten Sprints erledigt werden. Anhand der verbleibenden Aufgaben im Sprint Backlog kann das Entwicklerteam abschätzen, wie wahrscheinlich es ist, die Ziele des aktuellen Sprints zu erreichen.

Definition of Done

Jede Aufgabe innerhalb der Backlogs besitzt eine sogenannte Definition of Done. Dieser Begriff bezeichnet die unter dem Product Owner und dem Entwicklerteam abgesprochenen Vorgaben, die erreicht werden müssen, damit eine Aufgabe als erledigt gilt.

Fazit

Scrum bietet eine ausgezeichnete Grundlage, um Projekte innerhalb kleiner Entwicklerteams in enger Zusammenarbeit mit dem Auftragsgeber (Product Owner) zu realisieren. Das Framework besitzt klare Strukturen, die eine möglichst kreative aber trotzdem effiziente Umsetzung eines Projektes ermöglichen.

Die Dilts Pyramide im unternehmerischen Kontext

Die Dilts Pyramide kann als Modell für die Gestaltung Ihres digitalen Wandels dienen oder für jegliche Veränderungen, die Sie auf Organisations- oder Teamebene erreichen wollen. Mit der Dilts Pyramide werden Aspekte transparent, die bei den meisten Unternehmen in Hinsicht auf Veränderungen, Ziele und Probleme unbeachtet bleiben und dadurch den Erfolg behindern. Auch für Sie selbst ist sie ein Leitfaden in der Zielerreichung und Lösung von Problemen.

Was ist die Dilts Pyramide?

Die Dilts Pyramide kommt aus dem NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) und wird auch als „Modell der logischen Ebenen“ oder „NLP Pyramide“ bezeichnet. Sie wurde in den 80er Jahren von Robert Dilts entwickelt, einem der Mitbegründer des NLPs. Mit diesem Modell kannst du erklären, wo ein Problem oder ein Ziel angesiedelt ist und es trägt so zur Klärung und Planung von Interventionsmaßnahmen bei.  Darüber hinaus beschreibt die Dilts Pyramide Veränderungsprozesse von Menschen, Teams und ganzen Unternehmen. Die ist als hierarchisches Modell aufgebaut, wobei eine höherliegende Ebene die Informationen der darunter liegenden Ebene organisiert und beeinflusst.

Wie ist die Dilts Pyramide aufgebaut?

Die Dilts Pyramide besteht aus sechs Ebenen, die von oben nach unten betrachtet werden sollten.

Die 1. Ebene Ziele und Sinn

Die oberste Ebene beschreibt das „Wozu?“ und ist eine Ebene der Emotion. Somit ist sie nicht sichtbar und lässt sich nicht direkt beobachten. Hier ergeben sich Überschneidungen zur Systemtheorie. Die oberste Ebene bedingt die darunterliegenden. Sie gibt Allem eine Bedeutung und einen höheren Sinn.

Die 2. Ebene Identität

In der zweiten Ebene geht es um das Selbstbild und das Fremdbild. Sie bezieht sich als eine der oberen drei Ebenen auf die Emotion. „Wer bist du?“ und „Wie sehen die anderen dich?“ beschreiben diese Ebene.

Die 3. Ebene Werte und Glaubenssätze

Die dritte Ebene kann uns bewusst oder unbewusst sein. Sie bezieht sich auf die Emotion und bedingt das Anwenden von Fähigkeiten und Ausführen von Verhaltensweisen von Menschen. Hier liegen die Überzeugungen und Ideale eines Menschen. Werte und Glaubenssätze können erfragt werden mit „Was ist (Ihnen) wichtig?“, „Worauf achten Sie?“ und „Warum?“.

Die 4. Ebene Fähigkeiten

Die vierte Ebene der Fähigkeiten lässt sich genau beschreiben, ist jedoch nicht direkt beobachtbar. Die Ebene bezieht sich als eine der unteren drei Ebenen auf die Ratio. Fragen zu dieser Ebene sind gekennzeichnet durch „Wie?“. Wie führe ich eine Tätigkeit aus? Welche Fähigkeiten werden dafür gebraucht?

Die 5. Ebene Verhalten

Die fünfte Ebene ist das Verhalten. Das Verhalten ist direkt sichtbar und bezieht sich ebenfalls auf die Ratio. Sie beschreibt konkretes Handeln, alle individuellen Aktionen und Reaktionen. Dazugehörige Fragen sind: „Was?“, „Was genau wird getan?“ und „Welche Handlung kann ein Außenstehender beobachten?“.

Die 6. Ebene Umwelt

Die Umwelt bildet die Basis der Pyramide. Jedes Verhalten ist in einen konkreten Kontext eingebettet. Diese Ebene ist direkt sichtbar und beschreibbar und bezieht sich wie die zwei darüberliegenden auf die Ratio. Mit den Fragen „Wo?“, „Wann?“, „Wer?“ und „Mit wem?“ kann diese Ebene beschrieben werden. Hier ergeben sich auch Überschneidungen zu Batesons Lerntheorie.

Anwendung und Umsetzung der Dilts Pyramide

Veränderungen auf einer Ebene können nur erreicht werden, wenn Sie zumindest auf dieser Ebene ansetzen, besser jedoch auf der darüber liegenden. Die Dilts Pyramide lässt sich für einen selbst anwenden, für Teams oder ganze Organisationen.

Die Dilts Pyramide für sich selber einsetzen

Für sich selbst ist sie besonders hilfreich zur Lösung eines Problems oder zur Unterstützung in Ihrer Zielerreichung. Sind alle Ebenen mit dem Ziel und Sinn ausgerichtet? Gibt es irgendwo einen Wiederspruch? Auf welcher Ebene kommuniziere ich und wo kann ich ansetzen? Gehen Sie nacheinander die Ebenen durch, um herauszufinden, wo es hakt.

Die Dilts Pyramide auf Teamebene einsetzen

Eine Anwendungsmöglichkeit auf Teamebene bietet sich bei inkonsistentem Verhalten Ihrer Teammitglieder nach verkündeten Entschlüssen. Anhand der Dilts Pyramdie können Sie sich dieses Verhalten erklären und Maßnahmen auf den einzelnen Ebenen treffen. Auf der untersten Ebene gilt es, sich die Unternehmenskultur anzuschauen. Welchen Kontext gibt es für die Mitarbeiter, herrscht eine offene Fehlerkultur und flache Hierarchie, in der sie hinterfragen dürfen und konstruktive Kritik äußern können?

Für die nächsten zwei Ebenen lohnt es sich, das Verhalten offen anzusprechen, Kommunikationstraining oder Moderationstechniken einzuführen, damit Ihre Mitarbeiter lernen, Bedenken sachlich zu äußern und Konflikte zu lösen. Bis zu diesem Punkt sind Interventionen gut sichtbar und deren Erfolg lässt sich übersichtlich bewerten.

Für die oberen drei Ebenen können Sie Einzelgespräche mit Ihren Mitarbeitern führen, um über deren Glaubenssätze und frühere Erfahrungen zu lernen. Sie sollten als Vorbild handeln und Ihre gewünschten Werte täglich vorleben, damit Ihre Mitarbeiter sich an ihnen orientieren können. Auch über die Identität Ihrer Mitarbeiter können Sie in diesen Gesprächen viel lernen. Achten Sie auch ganz genau auf ihre Sprache, hier offenbart sich bereits viel über ihre Identität und auf welcher Ebene Ihr Mitarbeiter oder Ihr Team kommuniziert. Auch das Durchgehen und Erklären der Dilts Pyramide zusammen mit Ihrem Team, kann Ihren Mitarbeitern und Ihnen helfen, euch bewusst zu machen, auf welcher Ebene es sich am meisten lohnt, anzusetzen. Geben Sie ihnen Zeit! Gerade in den oberen drei Ebenen brauchen Interventionen Zeit.

Die Dilts Pyramide auf Unternehemsebene einsetzen

Auf Unternehmensebene können Sie sich die Dilts Pyramide am Beispiel der Digitalisierung vornehmen. Starten Sie zunächst auf der oberen Ebene und definieren Sie ein klares Ziel und einen Sinn. Argumente, warum die Digitalisierung gut ist, finden Sie im Internet tausende, aber was genau heißt das im Kontext Ihres Unternehmens? Was ist der Sinn für euch?

Auf der zweiten Ebene geht es um die Identität des Unternehmens. Wie ist euer Selbstbild? Wie werdet ihr von außen gesehen? Und vor allem: Deckt sich das mit dem Bild eines digitalisierten Unternehmens oder lohnt es sich, hier anzusetzen?

In der dritten Ebene werden die Werte und Glaubenssätze hinterfragt. Ermöglichen sie das Ziel oder behindern sie es gar? Eventuell müssen hier Glaubenssätze verändert oder angepasst werden. Auch die Werte der Mitarbeiter müssen das Ziel der Digitalisierung zulassen können.

Um die Fähigkeiten der Mitarbeiter zu schulen, bieten sich Trainings in modernen Kommunikationskanälen an oder Seminare zu agilen Methoden etc. Die Änderung des Verhaltens lässt sich an VideoKonferenzen, Nutzung von ProjektManagement Tools und Ähnlichem beobachten. Änderungen in der Umwelt sind wieder am leichtesten sichtbar und bewertbar. Dies könnte ein Laptop für jeden Mitarbeiter bedeuten, um flexibler zu sein oder digitale Touchpoints für Kunden zu schaffen. Für die unteren drei Ebenen wird es Ihnen nach diesem Artikel wahrscheinlich nicht schwer fallen, weitere Beispiele zu finden und sie auf Ihr Unternehmen zu übertragen.

Fazit

Die Transformation von Menschen, Teams und Organisationen ist durch sechs aufeinander aufbauende Ebenen gekennzeichnet. Es gibt jedoch gerade im oberen Bereich keine klaren Grenzen zwischen den Ebenen, diese können miteinander verschwimmen. Veränderungsprozesse, die weiter oben in der Pyramide ansetzen, sind schwieriger und langwieriger als solche auf den unteren Ebenen, lohnen sich für nachhaltige Veränderungen jedoch besonders. Egal, was Sie verändern wollen, stellen Sie immer die Frage nach Ziel und Sinn: Wofür machen wir das? Was sind die Vorteile der Veränderung im konkreten Kontext unseres Unternehmens? Planen Sie zusätzlich Maßnahmen auf den anderen Ebenen.

Viele Unternehmen setzten jedoch leider nur auf den unteren Ebenen an und glauben, ein Obstkorb, eine nette Dachterrasse und ein Tischkicker (Umwelt), Dailys, Slack Kommunikation und Scrum Teams (Verhalten) oder Weiterbildungen und Schulungen in agilen Methoden (Fähigkeiten), seien bereits die Lösung aller Probleme. Ohne ein klar kommuniziertes Ziel und einen Sinn, der jedem klar ist und hinter dem Sie und Ihre Mitarbeiter stehen, wird Ihr Unternehmen keine neue Kultur oder ein neues Mindset entwickeln.

Lean Management – Detox für Unternehmen

Lean management, also schlankes Management – was genau ist das? Durch Lean Management sollen Prozesse und Aktivitäten optimiert werden und dadurch jegliche Verschwendungen aller Art vermieden werden. Doch wie genau wird dieser Ansatz in Unternehmen umgesetzt und gestaltet? Alles wichtige dazu jetzt hier in diesem Artikel.

Lean management – Vorteile und Definition 

Das Lean Management ist ein Ansatz zur kontinuierlichen Prozessoptimierung. Es ist also eine Herangehensweise in Unternehmen, die dauerhaft umgesetzt wird. Diese ist auch nicht auf einen Bereich beschränkt, sondern kann auf jegliches Unternehmens-Gebiet angewendet werden. Das Hauptziel ist es dabei die gesamte Wertschöpfungskette möglichst effizient zu gestalten. Hierbei sind die zentralen Aspekte die Kundenorientierung und Kostensenkung. Durch Eliminieren von Verschwendungen jeglicher Art sollen Werte gänzliche ohne Vergeudung geschaffen werden.

Hierfür müssen alle Prozesse und Aktivitäten so aufeinander abgestimmt werden, dass alle Verschwendungen in der Wertschöpfungskette vermieden werden. Das Personal sollte dabei stets mit einbezogen werden, da dadurch die Mitarbeitermotivation gestärkt werden kann. Auch Vorteile für den Kunden ergeben sich. Durch die optimierten Prozesse wird Zeit gespart und es ergeben sich geringere Produktionskosten. Dadurch kann wiederum der Angebotspreis gesenkt werden, was eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zur Folge hat.

Video: Lean Management einfach erklärt – Definition, Produktion, Personal, Kunden, Pro & Contra

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Quelle: YouTube.com / Die Merkhilfe Wirtschaft

Der Weg ist das Ziel

Mit am wichtigsten bei der Implementierung des Lean Managements in Unternehmen ist das grundlegende Verständnis der Mitarbeiter für dieses. Es kann nämlich nur funktionieren, wenn jeder Mitarbeiter verinnerlicht, dass es sich bei Lean Management nicht um ein Projekt handelt, welches ein bestimmtes Endziel hat und irgendwann abgeschlossen ist. Viel mehr stellt es eine grundsätzliche Unternehmensphilosophie dar. Fehler müssen zugelassen und Probleme offen dargelegt werden. Nur dadurch können sich Unternehmen im Lean Management weiterentwickeln. Wie sagt man so schön? Aus Fehlern lernt man und genau das ist hierbei der richtige Ansatz.

Es soll also eine Art Routine entstehen, bei der man sich ständig verbessern möchte. Fehler sind nichts Schlechtes. Der Weg zur Perfektion ist das Ziel beim Lean Management. Bei richtiger Integrierung kann dies zu einer wichtigen Säule in Unternehmen wachsen. Firmen können sich hierdurch auf die ständig wechselnden Martkanforderungen einstellen und intern sowie extern flexibel, schnell und effektiv darauf reagieren.

Lean Management in den unterschiedlichen Bereichen eines Unternehmens

Wie bereits erklärt ist Lean Management immer auf alle Bereiche von Unternehmen anzuwenden. Es ist ein ganzheitliches Modell und betrifft jeden einzelnen Mitarbeiter. Deshalb soll im nun Folgenden aufgezeigt werden wie Lean Management in den unterschiedlichen Bereichen angewendet werden kann.

Lean Management im Büro

Wo fängt Lean Management an? Im Büro eines jeden Unternehmens. Dabei müssen die Wahrnehmung und die Umsetzung stimmen. Es fängt also im Kopf der Mitarbeiter an, dass hier eine grundlegende Veränderung vonstattengeht. Hier findet es Anwendung durch verschiedene Konzepte, deren Kombination in einer bestmöglichen Wertschöpfung resultieren soll. Beispielhafte Konzepte sind etwa Lean Administration oder Kaizen.

[easy-tweet tweet=“Kaizen kommt aus dem japanischen und ist ein Verfahren in der Fertigungstechnik, bei der InnovationsManagement und Verbesserung zentrale Rollen spielen.“ user=“MirkoPeters8″ url=“https://bit.ly/2X1khtW“ template=“user“]Es gilt als wichtiger Pfeiler in der langfristigen Wettbewerbsstrategie von Unternehmen.

Im Büro kommt es häufig zu vielen Problemen wie Schnittstellenprobleme, Zeitfresser, Rückfragen oder Unklarheiten, die die Effektivität negativ beeinflussen. Diese sollen durch Lean Management eliminiert werden. Dafür ist jedoch eine Basis nötig, die geschaffen werden muss und vor allem eine hohe Produktivität und Flexibilität als Zielsetzung haben sollten. Die 5S-Methode ist hierfür ein bewährtes Mittel. Dabei geht es darum den Arbeitsplatz ordentlich und aufgeräumt zu halten. Sozusagen eine Grundlage schaffen. Durch diese wird auch im Kopf des Mitarbeiters aufgeräumt und klare Strukturen geschaffen. Das Ziel ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der durch klare und transparente Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern in Gang gesetzt wird.

Lean Management in der Produktion

Das Produktionssystem von Toyota gilt als effizientestes der Welt. Doch was macht der Automobil-Hersteller so gut? Jegliche Verschwendung im Betrieb wurde ausgeräumt. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden als Ansätze. Beispielsweise wird durch Total Productive Maintenance (TPM) die Effizienz der Arbeitsabläufe gesteigert und die Rentabilität der Firma verbessert. Ebenso müssen die Kosten der Produktion gesenkt werden. Eine Automatisierung an vielen nötigen und sinnvollen Stellen im Arbeitsablauf ist dafür gut geeignet. Zum Lean Management gehört auch die Lean Production. Zu den umfassenden und konjunkturresistenten Erfolgsrezepten im Rahmen einer Lean Production gehören stabile Prozesse, gleichmäßige Produktion, Erkennung von Verschwendungen sowie zuverlässige Mitarbeiter. Optimale Teamarbeit und kundenorientiertes Handeln spielen dabei eine sehr große Rolle.

Video: Was ist Total Productive Maintenance?

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Quelle: YouTube.com / ITB Operations & Process Management (Prof. Dr. R. Ziegenbein, FH Münster)

Lean Management in der Logistik

Durch die Vielzahl an Arbeitsprozessen in der Logistik-Kette kommt es oft zu Verzögerungen. Aufgrund dessen gewinnt Lean Management auch in der logistik immer mehr an Bedeutung, um diese Prozesse zu optimieren. Hier möglichst verschwendungsfrei und kundenorientiert zu handeln, fördert die Unternehmensleistung. Lieferketten verkürzen und das Just-in-Time-Prinzip sind hier zwei Ansätze zur Optimierung und Eliminierung von Verschwendung.

Lean Management ist für Unternehmen jeglicher Art gedacht. Es ist eine nachhaltige Unternehmensführung, durch die flexibel und schnell auf Marktveränderungen reagiert werden kann. Hierbei muss jedoch verstanden werden, dass es sich dabei nicht um ein einmaliges Projekt handelt, welches abgeschlossen werden kann, sondern ein grundlegendes Unternehmens-Prinzip darstellt. Ebenso wichtig ist, dass jegliche Bereiche in Unternehmen involviert sind. Vom Büro über die Produktion bis hin zur Logistik. Überall ist das Hauptziel die Eliminierung von Verschwendung und ein dauerhafter Drang nach Verbesserung. Wird das erfolgreich durchgeführt, können Unternehmen dadurch Marktvorteile erwirtschaften und sich im Vergleich zur Konkurrenz besser platzieren.

So beginnen Sie mit Personal Branding – das Self-Marketing HowTo

Personal Branding bedeutet in etwa so viel wie eine bestimmte Person vermarkten oder auch die Markenbildung beim Menschen. In diesem Artikel geht es darum, wie Sie sich selbst am besten als Marketing-Instrument nutzen. Self-Marketing dient dabei nicht nur für selbstständige Unternehmer. Auch Angestellte, die verbesserte Aufstiegschancen haben möchten, sind hier angesprochen. Welche Mittel gibt es? Was für Vorteile bringt es mit sich?

Den Start beim Self-Marketing machen Ihre Social Media Profile. Sollten Sie bisher Facebook und Instagram zum Verschicken und Schauen lustiger Videos nutzen, muss hierbei umgedacht werden. Social Media bedeutet nicht nur das, sondern spricht viel mehr die ursprüngliche Idee an: zu netzwerken. Dafür sollten zum einen die richtigen Plattformen für das Personal Branding ausgewählt werden und zum anderen diese optimal ausgeschöpft werden.

Personal Branding LinkedIn
LinkedIn bietet viele Möglichkeiten für erfolgreiches Personal Branding. Beispiel das Profil das Autors.

Empfehlenswert sind hier als Grundvoraussetzung Facebook, Xing und LinkedIn. Je nach Branche können auch Instagram und Twitter hinzugefügt werden. Möglichst vollständige Profile machen hier den Anfang. Ohne professionelles Profilbild geht nichts. Hier kommt es jedoch auch auf die Branche an. Nicht immer ist das schönste Anzugbild die beste Wahl. Manchmal tut es auch der lässigere Hemd-Look. Wichtig ist als erstes nur, dass Sie Ihre Social Media Profile überarbeiten. Wichtige bisherige Erfahrungen, Qualifikationen und Karriere-Stationen können insbesondere bei Xing und LinkedIn angegeben werden. Wofür das wichtig ist? Das Netzwerken. Damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Richtig netzwerken

Netzwerken bedeutet Kontakte knüpfen – und nicht irgendwelche, sondern die richtigen. Richtig netzwerken ist dabei gar nicht mal so einfach. Die Kontakte müssen schließlich auch gehalten und gepflegt werden. Hier sind sowohl Online- als auch Offline-Maßnahmen angesetzt. Im Internet kommen hierbei erneut die Social Media Profile zum Einsatz. Recruiting-Firmen und Headhunter nutzen Xing, LinkedIn und Co. zur Suche geeigneter Kandidaten für offene Stellen. Haben Sie das passende Profil, könnten Sie also angeschrieben werden, ohne viel dafür machen zu müssen. Auch Sie als Suchender können dort richtig netzwerken.

Richtig Netzwerken

Aller Anfang ist schwer. So auch beim Netzwerken. Dies geht aber so gut wie jedem so. Lassen Sie sich also darauf ein und fangen Sie klein an. Hier könnten Sie beispielsweise zunächst mit Gleichgesinnten sprechen. Später ist es dann wichtig dieses Netzwerk auszuweiten und neue Perspektiven kennenzulernen. Seien Sie stets authentisch. Das ist das A und O! Zeigen Sie ehrliches Interesse und gehen Sie auf Ihr Gegenüber ein. Lächeln Sie, aber nicht aufgesetzt.

Wann Sie netzwerken sollten

Besonders nach Vorträgen oder Konferenzen ist der ideale Zeitpunkt zum Netzwerken. Das muss nicht immer am gleichen Ort sein. Gehen Sie was trinken und vor allem: reden Sie nicht nur über Geschäftliches. Für das Personal Branding ist sehr wichtig persönliche Beziehungen aufzubauen. Sie sollten jedoch unbedingt lernen mit Kritik umgehen zu können. Davon werden Sie nicht verschont bleiben. Gehen Sie strukturiert an Netzwerk-Events heran und bereiten Sie sich vor: Was wollen Sie erreichen? Was sind Ihre Ziele? Vergessen Sie natürlich nicht Ihre Visitenkarten und zu guter Letzt: vernetzen Sie sich auch über Ihre Social Media Kanäle. Diese machen es Ihnen später leichter Ihre Kontakte zu pflegen.

Gastartikel veröffentlichen

Bei Gastartikeln handelt es sich um Ihre Artikel, die Sie in externen Blogs veröffentlichen lassen. Warum sollten Sie das jedoch tun? Zunächst ist es wichtig, dass Sie die richtigen Blogs finden. So ist es als Marketing-Agentur nicht sinnvoll einen Gastartikel in einem Kindermoden-Blog zu veröffentlichen. Suchen Sie sich hier in Ihrer Nische geeignete Blogs und schreiben Sie diese an. Seien Sie authentisch, freundlich und transparent. Dadurch haben Sie beste Möglichkeiten Gastartikel veröffentlichen zu dürfen. Wenn Sie zu den Themen Digitalisierung, E-Commerce oder Marketing schreiben, könnte unser Gastautoren-Bereich für Sie spannend sein.

Gastartikel auf Ldem digital magazin.de
Beispiel einer Autoren Box auf dem digital-magazin.de mit Links zu Social Media Profilen.

Sobald Sie das geschafft haben, bieten sich jetzt verschiedene Vorteile für das Personal Branding. Durch die erweiterte Zielgruppe, der Sie jetzt begegnen, können Sie neue Leser für Ihren eigenen Blog hinzugewinnen. Natürlich können Sie bei Ihrem Gastartikel auf Ihre eigene Seite verlinken. Diese Backlinks wirken sich positiv auf Ihr Suchmaschinen-Ranking aus, welche als einer der wichtigsten Faktoren für Google und Co. dienen. Ebenso positiv ist der Fakt, dass Sie dadurch Ihr Netzwerk erweitern. Sie knüpfen wichtige und wertvolle Kontakte, die später für Sie nützlich sein können.

Eigene Webseite aufsetzen

Die eigene Webseite aufzusetzen spricht eher die Selbstständigen unter Ihnen an. Sobald Sie ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten, ist es unabdingbar dafür, eine Webseite aufzusetzen, diese ansprechend zu gestalten und entsprechend dauerhaft zu optimieren. So machen Sie für sich selbst und Ihr Unternehmen Werbung und können sich von Ihren Konkurrenten absetzen. Gerade in Krisenzeiten von corona läuft beinahe jegliches Marketing hierüber.

Webseiten ohne Programmieren mit WordPress und Co

Großes Knowhow über Programmierung ist hier längst nicht mehr nötig, zumindest für den Anfang. Mittlerweile gibt es viele geeignete Webseiten-Baukästen, die es Ihnen erleichtern Ihre Seite nach Belieben zu gestalten. Nachteilig ist jedoch, dass Sie auf das jeweilige Angebot beschränkt sind. Wollen Sie es noch individueller, so müssen Sie auf professionelle Agenturen zurückgreifen, die Ihre Webseite komplett auf Ihr Unternehmen zuschneiden. Diese sind jedoch deutlich teurer. Empfehlenswert sind sie für größere Unternehmen.

Gründe für die eigene Webseite

Es gibt tausend gute Gründe eine eigene Webseite aufzusetzen. Sie sind hier jederzeit erreichbar. Ihr Angebot kann von potenziellen Kunden rund um die Uhr abgerufen werden. Über Kontaktanfragen können Nutzer direkt auf Ihr Unternehmen zukommen. Auch die unbegrenzten Möglichkeiten der Informationsdarstellung wirken sich sehr positiv auf das Personal Branding. Gut gestaltet können Sie umfangreiche und für die Zielgruppe wichtige Informationen auf Ihrer eigenen Webseite darstellen. Da Sie in der Regel auf der Webseite einen Shop einfügen können, dient diese gleichzeitig als Absatzkanal. Darüber hinaus sind durch die Aktualität Neuerungen in Ihrem Unternehmen unmittelbar kommunizierbar. Es lohnt sich also definitiv eine eigene Webseite zu erstellen. Jedoch sollten Sie beachten, dass dies viel Arbeit mit sich bringt. Ist die Webseite einmal da, muss stets an ihr gearbeitet werden.

Podcast erstellen

Besonders interessant für erfolgreiches Personal Branding kann ein Podcast sein. Gerade über Podcast lassen sich Menschen besonders gerne neue Sachen beibringen. Weiterhin ein nicht unwesentlicher Aspekt von Podcast ist die Zielgruppe, diese ist meist etwas älter und gut gebildet.

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Fazit

Alles in allem ist Self-Marketing unabdingbar für Unternehmer, Freelancer und Arbeitnehmer die Karriere machen wollen. Die Arbeitswelt ist eine Bühne. Nutzen Sie sie für sich selbst. Fangen Sie klein an und bauen Sie sich immer weiter zu einer eigenen Marke auf. So steht Ihrem Erfolg nichts mehr im Weg.

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