
Im Vorfeld zur Google I/O 2026 hat Google ein Konzept vorgestellt, das zeigt, wohin die Reise mit KI auf Android geht. Gemini Intelligence soll die KI nicht mehr nur als Chatbot im Hintergrund lassen, sondern als echten Agenten etablieren, der App-übergreifend aktiv werden kann.
Das klingt erstmal abstrakt, wird aber an konkreten Beispielen schnell greifbar. Gemini soll etwa einen Kursplan in einer Gmail-Nachricht erkennen, daraufhin passende Fachliteratur suchen und diese direkt in den Warenkorb eines Shops legen. Oder man fotografiert einen Reiseprospekt, und die KI wandelt das Bild in eine fertige Expedia-Suche um. Wichtig dabei: Jede Aktion muss manuell bestätigt werden, bevor sie tatsächlich ausgeführt wird.
Die Verteilung startet im Sommer 2026, zunächst auf dem Samsung Galaxy S26 und dem Google Pixel 10. Wear OS und Android Automotive sollen im vierten Quartal 2026 folgen. Neben dem Kernkonzept gibt es einige weitere Neuerungen. Ende Juni soll ein Chrome-Assistent kommen, der organisatorische Aufgaben wie Parkplatz- oder Terminbuchungen übernehmen kann. Dazu kommt ein smartes Autofill-System, das Gemini nutzt, um komplexe Formulare über mehrere Apps hinweg auszufüllen – das Ganze auf Opt-in-Basis.

In Gboard gibt es mit „Rambler“ eine neue Sprach-zu-Text-Funktion, die Füllwörter automatisch herausfiltert und Code-Switching unterstützt, also das Wechseln zwischen Sprachen innerhalb einer Aufnahme. Außerdem lassen sich per Sprachbefehl eigene Homescreen-Widgets erstellen, was Google unter dem Namen „Create My Widget“ als Teil einer generativen UI-Funktion einführt.

Was die Verbreitung angeht, gibt es allerdings einen kleinen Haken. Die Hardwareanforderungen sind an aktuelle Prozessoren geknüpft, was bedeutet, dass viele Geräte von Drittherstellern zumindest vorerst außen vor bleiben dürften.
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