Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern im deutschen Straßenverkehr schnellt weiter nach oben. Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Jahr 2025 sollen das zeigen. Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr insgesamt 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden. Das ist ein satter Sprung von 38,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als die Behörden noch 11.944 Unfälle zählten. Auch die Zahl der Todesopfer stieg deutlich an: 2025 kamen 38 Menschen bei E-Scooter-Unfällen ums Leben, während es im Jahr zuvor noch 27 Getötete waren. Zudem gab es 1.895 Schwerverletzte und über 16.000 Leichtverletzte. Vermutung: Es gibt mittlerweile auch mehr Scooter auf den Straßen.
Der Großteil der Verunglückten (82,4 Prozent) stand selbst auf dem Roller. Auffällig dabei: Obwohl E-Scooter laut Straßenverkehrsordnung nur für eine einzige Person zugelassen sind, waren 822 der verunfallten Personen als Mitfahrer auf dem Trittbrett unterwegs, einer von ihnen kam dabei sogar ums Leben. Im Vorjahr lag die Zahl der verunglückten Mitfahrer noch bei 508.
Besonders junge Menschen unter 25 Jahren sind laut der Statistik gefährdet: Sie machen mehr als die Hälfte (53,6 Prozent) aller verunglückten E-Scooter-Fahrer aus. Zum Vergleich: Bei klassischen Fahrrad- oder Pedelec-Unfällen liegt der Anteil der unter 25-Jährigen bei gerade einmal 21,4 Prozent. Die Altersgruppe ab 65 Jahren taucht in der E-Scooter-Statistik mit nur 3,1 Prozent kaum auf, was schlicht an der unterschiedlichen Nutzung der Fahrzeuge liegen dürfte.
Als häufigste Unfallursache nennt die Polizei die falsche Straßenbenutzung (21,6 Prozent). E-Scooter müssen auf Fahrradwegen oder Schutzstreifen fahren, das Ausweichen auf den Gehweg ist gesetzlich verboten, wird aber offenbar nach wie vor häufig praktiziert. Auf Platz zwei der Fehlverhalten landet das Fahren unter Alkoholeinfluss (10,9 Prozent), gefolgt von nicht angepasster Geschwindigkeit (8,4 Prozent).
Trotz des starken Anstiegs spielen die Roller im gesamten Unfallgeschehen aber immer noch eine Nebenrolle: Nur bei 5,5 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden war ein E-Scooter im Spiel, bei Fahrrädern lag dieser Anteil 2025 bei 32,6 Prozent.
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