KeeForge: Ein Open-Source-Client für KeePass unter iOS

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Wer seine Passwörter plattformübergreifend in einer lokalen KeePass-Datenbank (.kdbx) sichert, hat unter iOS bereits eine solide Auswahl an Apps wie Strongbox oder KeePassium. Mit KeeForge schickt sich nun ein weiterer, komplett quelloffener Client an, den Platz auf dem iPhone und iPad zu erobern. Das Besondere daran: Die App ist komplett kostenlos, verzichtet auf Abonnements oder In-App-Käufe und verzichtet laut dem Entwickler konsequent auf jegliche Tracker oder Telemetriedaten.

Die App ist in nativem Swift für iOS 17 und neuer geschrieben und fügt sich optisch in das System ein. KeeForge unterstützt das Lesen und Schreiben von modernen KDBX 4.x-Datenbanken, ältere KDBX 3.1-Dateien können immerhin gelesen werden. Datenbanken lassen sich entweder lokal über die Dateien-App beziehungsweise die iCloud Drive einbinden oder direkt über integrierte Schnittstellen für Dropbox, OneDrive und WebDAV synchronisieren. Letzteres ist besonders für diejenigen spannend, die ihre Passwörter lieber auf dem NAS via WebDAV hosten, anstatt sie großen Cloud-Anbietern anzuvertrauen.

Auch beim Komfort müssen keine Abstriche gemacht werden. KeeForge klinkt sich als vollwertiger iOS-AutoFill-Anbieter in das System ein. In der Praxis bedeutet das: Login-Feld antippen, KeeForge auswählen, per Face ID oder Touch ID entsperren und die Zugangsdaten einfügen lassen. Die App beherrscht zudem hierarchische Gruppen, eine Suchfunktion über alle Felder hinweg, die Anzeige von Dateianhängen und bringt einen Passwort-Generator mit. Beim Speichern von Änderungen greift eine Konflikterkennung samt automatischen Backups, um Datenverlust zu verhindern.

Hinter dem Projekt steht ein einzelner Entwickler, der den gesamten Code unter der GPL-3.0-Lizenz auf GitHub offengelegt hat. Finanziert wird das Ganze ausschließlich über eine optionale Kaffeekasse (Tip Jar) in der App. Wer also einen schlanken, nativen und vor allem transparenten KeePass-Client sucht, der ohne monatliche Kosten auskommt, sollte sich KeeForge definitiv einmal anschauen.

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