Smartphones unter 400 US-Dollar: Die Luft wird immer dünner

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Nothing hat mit dem Phone (4b) gerade erst ein Smartphone zum Preis von 329 Euro vorgestellt. Doch laut den Analysten von Omdia Research werden solche Geräte in diesem Jahr immer seltener auf dem Markt zu sehen sein. So rechnet man für Smartphones mit Preisen von weniger als 400 US-Dollar, umgerechnet ca. 350 Euro, mit deutlich sinkenden Auslieferungsmengen.

Um 22 % könnten die Auslieferungsmengen betreffender Geräte 2026 im direkten Vergleich mit 2025 einbrechen. Vorwiegend macht man seitens der Marktforscher dafür die steigenden Preise für DRAM und NAND-Speicher verantwortlich. Denn die Speicherkrise sorgt dafür, dass jene Komponenten prozentual gesehen immer höhere Anteile an den Fertigungskosten ausmachen. Das gilt auch bzw. besonders für Einstiegs- und Mittelklasse-Modelle.

Die obere Tabelle zeigt, dass Speicher z. B. bei Einstiegs-Smartphones mit Preisen von 100 bis 200 US-Dollar und auch 200 bis 400 US-Dollar inzwischen für fast 60 % der Materialkosten stehen kann – Tendenz stark steigend. Schließlich erwartet man eine weitere Verteuerung für Speicher im Jahresverlauf. Je teurer dann die Smartphones werden, desto geringer wird der prozentuale Anteil des Speichers an den Herstellungskosten, weil andere Komponenten wie etwa die SoCs mehr Raum einnehmen.

Omdia rechnet damit, dass günstige Smartphones 2026 daher weiter unter Druck geraten. Es wird immer schwerer für die Hersteller, noch sinnvolle Margen zu halten, sollen die technischen Downgrades an anderen Stellen nicht zu extrem ausfallen. Und irgendwann geraten die Anbieter eben an den Punkt, an dem sie andere Komponenten wie Chip, Display oder Kameras nicht mehr sinnvoll zurechtstutzen können. Hersteller wie Honor, Oppo, vivo oder Xiaomi müssen sich mit Preiserhöhungen und/oder einem eingedampften Angebot behelfen.

Daraus ergibt sich aber ein Teufelskreis, weil die traditionellen Käufer von Einstiegs-Smartphones sehr empfindlich auf steigende Preise reagieren. Im Zweifelsfall verzichten sie auf den Kauf eines neuen Modells oder sehen sich auf dem Gebrauchtmarkt um. Viele Hersteller versuchen daher bereits, ihren Fokus auf höhere Preissegmente zu verlagern.

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