Nvidia fehlt es wohl etwas am Feingefühl: Mitten in der Speicherkrise und bei explodierten GPU-Preisen kündigt man nun Sammelkarten statt Grafikkarten an. Richtig gelesen, der Hersteller hat seine GeForce Trading Cards: Series 1 präsentiert. Diese soll alle Generationen von GeForce-Modellen zelebrieren. Immerhin verkauft man die Sammelkarten nicht, sondern will sie in Form von Boostern gratis auf Events verteilen.
14 Sammelkarten wird es geben, welche unterschiedliche Motive abdecken. Sie sollen einige herausragende Momente der GeForce-Geschichte festhalten. Es geht laut Nvidia um „legendäre GPUs, erinnerungswürdige Demos, klassische Games und Rückblicke auf Schlüsselmomente in der Geschichte der GeForce“.
Zu den Trading Cards zählen z. B. die GeForce 3, das damals erste Modell mit programmierbaren Shadern, die GeForce 256 oder auch der Multimedia-Prozessor NV1. Erhalten könnt ihr die Sammelkarten im Verlauf des Sommers z. B. bei den Events Bilibili World 2026, QuakeCon 2026 und gamescom 2026. Obendrein wird es auch im Web Giveaways über die Social-Channels des Unternehmens geben. Wer Interesse hat, sollte diese also beobachten.
Was als nettes Gimmick für Fans gedacht ist, kommt aktuell in der Community größtenteils gar nicht gut an. Die Kommentare unter dem YouTube-Video etwa werfen Nvidia vor, die aktuelle Situation rund um Komponentenpreise zu ignorieren. Einerseits mache Nvidia mit KI-Chips den großen Reibach, während CEO Jensen Huang die steigenden Preise gar in Interviews geradezu gefeiert hat, andererseits gebe man sich nun plötzlich „volksnah“ – das passt in den Augen vieler wohl nicht so recht zusammen. Statt der Sammelkarten würden sich viele PC-Gamer daher eher über vertretbare Grafikkartenpreise und eine bessere Verfügbarkeit freuen.
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