Der Open-Source-Passwortmanager AliasVault (erstmals von mir hier vorgestellt) ist in Version 0.30.0 veröffentlicht worden. Das größte neue Feature dürfte viele Nutzer freuen: Ab sofort lassen sich nicht mehr nur klassische Zufallspasswörter erzeugen, sondern auch Passphrasen nach dem Diceware-Prinzip.
Die neue Passphrasen-Funktion steht in allen AliasVault-Apps zur Verfügung. Über das Einstellungsmenü im Passwortfeld könnt ihr zwischen klassischen Passwörtern und Passphrasen wechseln oder eine Standardmethode für neue Zugangsdaten festlegen. Zum Start werden Wörterbücher für Englisch, Niederländisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Italienisch unterstützt.
Außerdem nutzt das Projekt künftig die Domain aliasvault.com als offizielle Website. Die automatisch erzeugten E-Mail-Aliasse bleiben dagegen weiterhin auf @aliasvault.net, um Nutzeradressen klar von offiziellen Team- und Support-Adressen zu trennen.
Auch die Browsererweiterung erhält einige Verbesserungen. Sie schlägt Zugangsdaten für die aktuell geöffnete Webseite nun gezielt vor, statt diese automatisch zu öffnen. Zudem lassen sich die Standardoptionen des Passwortgenerators jetzt direkt in der Erweiterung konfigurieren. Neu ist außerdem das Tastenkürzel Strg Shift L, mit dem sich das Autofill-Popup manuell öffnen lässt, selbst dann, wenn die automatische Einblendung deaktiviert wurde.
Unter der Haube wurde ebenfalls einiges überarbeitet. Dazu gehören ein geringerer Speicherverbrauch der Web-App bei Import, Export und Vault-Updates, Verbesserungen beim TOTP-Workflow sowie eine zuverlässigere Erkennung von 2FA-Feldern. Außerdem behebt Version 0.30.0 verschiedene Fehler, darunter Probleme mit Passkey-Anmeldungen auf einigen Webseiten und Verbindungsprobleme der Browser-Erweiterung bei einem nicht erreichbaren Server.
Der Entwickler arbeitet nach eigener Aussage derzeit zudem an einem effizienteren Synchronisationsmechanismus und einem neuen Datenmodell. Das soll die Synchronisierung zwischen den Apps deutlich beschleunigen und langfristig die Grundlage für eine Vault-Sharing-Funktion schaffen. Ziemlich interessantes Projekt, bleibt zu hoffen, dass sich da noch ein paar Freiwillige finden. Ich persönlich glaube übrigens, dass nach dem Investoreneinstieg auch bei Bitwarden irgendwann die Enshittification einsetzt, leider.
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