
Bei Librepods geht es aktuell in großen Schritten auf die erste stabile Version zu. Vor wenigen Tagen ist mit der v1.0.0-rc1 der erste Release Candidate erschienen. Parallel dazu zeigen auch die aktuellen Nightly-Builds, wohin sich das Projekt entwickelt. Im Fokus stehen dabei nicht nur neue Funktionen, sondern auch zahlreiche Detailverbesserungen bei Oberfläche, Kompatibilität und Stabilität. Falls ihr den Namen der Software zum ersten Mal hört, schaut in meine Vorstellung aus dem letzten Jahr. Kurzform: Erweiterte Funktionen der AirPods mit dem Android-Handy nutzen. Ohne die Software sind es ja nur Bluetooth-Kopfhörer.
Mit dem Release Candidate hält unter anderem das Material 3 Expressive Theme Einzug. Zudem wurde die Oberfläche an mehreren Stellen überarbeitet. Die Symboltasten und die obere Statusleiste orientieren sich nun stärker am Design von iOS. Auch das Popup-Fenster wurde verbessert: Neue Umschalter erweitern die Konfigurationsmöglichkeiten und ein Fehler wurde behoben, durch den die App beim Laden von Videoansichten im Popup fälschlicherweise den Audiofokus verlor.

Seit den Nightly-Versionen gibt es außerdem neue Audiofunktionen. Nutzer können so erstmals eigene Equalizer-Profile anlegen und den Klang direkt in der App anpassen. Hinzu kommt eine Konfiguration für ein optimiertes Ladelimit, das den Akku der AirPods schonen soll. Passend dazu wurde ein Fehler behoben, durch den das Widget bei aktivem Ladelimit den Akkustand nicht korrekt angezeigt hatte.
Unter der Haube wurde ebenfalls einiges überarbeitet. Librepods stuft jetzt alle Apple-Audiogeräte auf Basis des A17-Chips als unterstützt ein. Zusätzlich wurden bestimmte Build-IDs von Google-Pixel-Smartphones für eine bessere Kompatibilität hinterlegt. Auch das Socket-Handling für AACP-Verbindungen über Bluetooth wurde neu strukturiert. Ziel ist eine stabilere Verbindung mit weniger Abbrüchen, so die Entwickler des Projektes.
Beim Thema Distribution gab es ebenfalls Feinschliff. Das In-App-Kauf-Modell der Play-Store-Version wurde sauber von der vollständig kostenfreien GitHub-Version getrennt. Fehler, durch die in den FOSS-Builds der Upgrade-Status in den Einstellungen zurückgesetzt wurde, gehören damit der Vergangenheit an. Unterstützer über GitHub Sponsors erhalten zudem einen Hinweis, wie sie ihren Freischaltcode für die Play-Store-Version beziehen können.
Wer Librepods über GitHub installiert, sollte außerdem die Hinweise der Entwickler beachten. Die dort angebotenen ZIP-Dateien sollten über eine Root-Manager-App installiert werden, wenn die App Systemberechtigungen wie BLUETOOTH_PRIVILEGED oder MODIFY_PHONE_STATE erhalten soll. Erst damit stehen systemnahe Funktionen wie das automatische Pausieren der Wiedergabe beim Herausnehmen eines AirPods vollständig zur Verfügung. Doch ich unke mal: Root dürfte für viele Android-Nutzer sicherlich kein Thema sein – auf der anderen Seite sicherlich auch die AirPods nicht.
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