Amazon: Klage wegen Gesichtserkennung bei Ring

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Amazon hat mal wieder Ärger wegen seiner Ring-Kameras am Hals. Ein Mann aus den USA hat laut Techcrunch eine Sammelklage eingereicht, weil die Funktion für bekannte Gesichter angeblich gegen den Datenschutz verstößt. Das Feature ist seit letztem Dezember aktiv und soll eigentlich Bewohnern dabei helfen, regelmäßige Besucher wie den Postboten oder Familienmitglieder automatisch zu identifizieren. Während die Nutzer die Funktion selbst aktivieren müssen, haben Passanten, die zufällig durch das Bild laufen, nie ihre Zustimmung zur Erfassung ihrer biometrischen Daten gegeben.

Laut der Klageschrift wurden bereits Millionen von Menschen ohne ihr Wissen gescannt. Datenschützer und Politiker hatten schon im Vorfeld gewarnt, doch Amazon zog das Ding durch. Das Unternehmen behauptet zwar, dass alle Daten verschlüsselt gespeichert und unbekannte Gesichter nach 30 Tagen gelöscht werden, aber das beruhigt die Kläger wenig. Jetzt müssen die Gerichte klären, ob das ungefragte Scannen von Gesichtern auf der Straße rechtens ist.

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