GoPro warnt Anleger vor seiner drohenden Insolvenz

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Der Hersteller GoPro, bekannt geworden durch seine Actionkameras, sucht nach einem Käufer. Inzwischen hat der Anbieter zusätzlich die Stakeholder davor gewarnt, dass in absehbarer Zeit die Insolvenz droht. Wer von diesem offenen Bekenntnis überrascht ist: Aufgrund der US-Gesetzgebung ist GoPro dazu verpflichtet, in so einer absehbaren Krisensituation Anlegern reinen Wein einzuschenken.

In die Schräglage ist GoPro offenbar durch verschiedene Einflussfaktoren geraten. Zum einen sind die Einnahmen zuletzt um 26 % eingebrochen. Dazu macht die Speicherkrise dem Hersteller zu schaffen, welche die RAM- und Speicherpreise hat explodieren lassen. Man wägt derzeit verschiedene Zukunftsoptionen ab. Weiterhin zählen dazu ein Verkauf, ein radikaler Wechsel des Produktangebots und auch eine Entlassungswelle, der 23 % der Arbeitsplätze zum Opfer fallen sollen.

Als Reaktion auf die offenen Worte sind die Aktien von GoPro direkt um 14 % im Wert gefallen. Der Hersteller konnte einige seiner Kreditrückzahlungen zwar stunden, gibt aber zu, dass man kommende Verpflichtungen aller Voraussicht nach nicht werde bedienen können. Der Hersteller steckt dabei in der Klemme: Man kann die Preissteigerungen bei den Komponenten nicht einfach schlucken und hat auch nicht die Verhandlungsmacht von großen Abnehmern wie Apple. Gleichzeitig wird es schwierig, die Preise der hauseigenen Actionkameras zu erhöhen, die ohnehin von einem Trend- zu einem Nischenprodukt geworden sind.

GoPro wägt ab, Luftfahrt und Militär zu beliefern

Um aus der Misere zu kommen, denkt GoPro auch darüber nach, sein Produktangebot anzupassen, um z. B. vorwiegend das Militär oder die Luftfahrt zu bedienen. Dazu muss sich aber noch klären, ob GoPro die entsprechenden Anforderungen auch erfüllen kann. Der Hersteller schaffte es anno dazumal, Actionkameras populär zu machen. Die Aktie erreichte 2014 mit einem Kurs von 90 US-Dollar ihren Höhepunkt. Inzwischen rangiert ihr Wert nur noch unter 1 US-Dollar.

Letztendlich bewahrheiten sich die düsteren Prognosen des CEOs von Phison, der angesichts der Speicherkrise die Pleiten hochkarätiger Hersteller vorausgesagt hatte. Zumal ein Ende der Speicherkrise nicht absehbar ist, denn mehr Kapazitäten aufzubauen, wird noch Monate bzw. Jahre dauern.

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