Ugreen legt bald bei seinen Netzwerkspeichern nach und bringt mit der DXP4800 GT ein neues Vier-Bay-Modell an den Start, das sich hardwareseitig von der Standardversion abhebt. Während im normalen DXP4800 ein Intel N100 werkelt, verbaut der Hersteller in der GT-Variante einen AMD Ryzen Embedded R2514.
Der Prozessor bietet vier Kerne sowie acht Threads und taktet in der Spitze mit bis zu 3,7 GHz. Das sorgt für ein Leistungsplus von rund zwanzig Prozent bei der Mehrkern-Performance. Grafikseitig kommt eine Radeon Vega 8 zum Einsatz. Wichtig zu wissen: Das neue Modell ist derzeit nur auf der chinesischen Seite des Unternehmens gelistet.
Beim Arbeitsspeicher zeigt sich die Kiste flexibel und lässt sich auf bis zu 64 GB aufrüsten. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sogar ECC-RAM verwenden, um Speicherfehler im Betrieb abzufangen. Der interne Systemspeicher wurde auf 64 GB eMMC verdoppelt. Für flotte Datenübertragungen sorgen zwei 10-Gbit-Ethernet-Ports, die sich per Link Aggregation bündeln lassen.
Das ist sicher für Nutzer interessant, die große Videodateien direkt vom NAS schneiden oder die Kiste als zentrales Lager für ein kleines Team nutzen. Neben den vier Schächten für SATA-Festplatten, die insgesamt bis zu 144 TB fassen, gibt es zwei M.2-Slots für SSD-Caching oder schnellen Speicher. Die ersten beiden Einschübe schlucken bei Bedarf auch U.2-SSDs.
An der Front sitzen ein SD-3.0-Kartenslot, USB-A und USB?C. Softwareseitig setzt Ugreen beim neuen NAS ebenfalls auf KI-Funktionen für die Fotoverwaltung. Die neue Galerie erkennt Gesichter, Haustiere und Szenen lokal auf dem Gerät. Die Suche funktioniert über natürliche Sprache, sodass man nach Begriffen wie Sonnenuntergang oder Katze filtern kann, ohne vorher alles händisch verschlagwortet zu haben. Auch Texte in Bildern werden per OCR erkannt.
Wer mehr als nur Datenspeicherung will, kann Docker-Container oder virtuelle Maschinen nutzen, wofür die AMD-CPU vermutlich Reserven bietet. Sieht mal gar nicht so unspannend aus, bin auf einen Preis gespannt, sofern sich das Teil auf dem deutschen Markt blicken lässt. Wichtig ist aber auch, dass man vielleicht an der Software arbeitet. Da hat man ordentlich aufgeholt, aber solche Dinge wie eine echte und vollständige Verschlüsselung von Laufwerken fehlen noch.
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