OpenEmu-Silicon: Nativer Nachschub für Retro-Fans am Mac

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Wer am Mac gerne alte Spiele zockt, stolpert zwangsläufig über OpenEmu. Die Software ist quasi für viele der Goldstandard für Emulation unter macOS, allerdings lässt ein offizielles Update für moderne Hardware schon länger auf sich warten. Während das Original noch auf Intel-Code setzt und via Rosetta 2 übersetzt werden muss, schließt das Community-Projekt OpenEmu-Silicon diese Lücke. Hierbei handelt es sich um einen Fork, der nativ auf Apple Silicon läuft. Das ist spätestens dann relevant, wenn man sich vor Augen führt, dass Apple die Übersetzungsschicht Rosetta irgendwann in Rente schickt.

Der Vorteil der ARM64-Version liegt auf der Hand. Die Emulationskerne greifen direkt auf den M-Chip zu, was die Systemlast senkt. Anstatt auf das veraltete OpenGL zu setzen, nutzt dieser Build die Metal-API von Apple. Bei einfachen Systemen wie dem Game Boy oder dem NES merkt man davon im Alltag wenig, aber bei leistungshungrigen Konsolen wie der PlayStation, dem Dreamcast oder der PSP sorgt die native Ausführung für eine bessere Bildrate und weniger Hitzeentwicklung. Wer die Software ausprobiert, muss sich nicht mit dem Gatekeeper herumärgern, da die DMG-Dateien offiziell signiert und von Apple notarisiert sind.

Mit der aktuellen Version 1.0.7 ziehen einige Neuerungen ein. Ganz vorne mit dabei ist die Integration von RetroAchievements für neun Kerne, sodass man nun auch am Mac Trophäen für Klassiker auf dem SNES oder Mega Drive sammeln kann. Die Anmeldung erfolgt einfach über die Einstellungen. Praktisch ist zudem die neue Auswahlmöglichkeit beim Starten eines Spiels. Per Rechtsklick lässt sich nun gezielt festlegen, welcher Kern für die jeweilige Sitzung genutzt werden soll, ohne den Standard dauerhaft zu ändern.

Insgesamt werden über 30 Systeme unterstützt, wobei Kerne für den GameCube und die Wii via Dolphin sowie das Nintendo DS über melonDS noch in Arbeit sind. Ein wichtiger Hinweis betrifft den Umzug vom alten OpenEmu. Spielstände in Form von Save States sind teilweise nicht kompatibel und können beim Laden zum Absturz führen. Die App warnt beim ersten Start davor, welche Kerne betroffen sind. Ein Backup der alten Daten ist vor dem Wechsel also Pflicht.

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