SAP: Deutscher Softwaregigant kauft Dremio und Prior Labs

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Das deutsche Software-Unternehmen SAP ist auf Einkaufstour gegangen. So hat man mit Dremio und Prior Labs gleich zwei Firmen geschluckt. In beiden Fällen spielt künstliche Intelligenz eine Rolle. Bleiben wir da zunächst bei Dremio. Dieses Unternehmen bietet eine Datenplattform für KI-Agenten an, die auch von KI-Agenten verwaltet wird. Dadurch lässt sich der Zugriff auf Unternehmensdaten extrem effizient verwalten.

SAP will durch diese Übernahme seine Business Data Cloud erweitern bzw. verbessern, um SAP- und Nicht-SAP-Daten effektiver zu kombinieren und in KI-Workloads einzubinden. Denn ein großes Problem sei es laut dem Anbieter oft, fragmentierte Daten in unterschiedlichen Formaten und ohne echte Kontexte wirklich sinnvoll zu nutzen. Die Integration ist oft sehr langwierig und kostspielig. Da setzt Dremio an und hilft bei der Verknüpfung und Nutzung.

Dank Dremio soll die SAP Business Data Cloud zu einem nativen Apache Iceberg „Lakehouse“ werden und massive Datenmengen sinnvoll vernetzen. Ein Vorteil für Partner: SAP- und Nicht-SAP-Daten können auf Basis der gleichen, offenen Basis koexistieren und gemeinsam genutzt werden. Hier sollen lohnenswerte Skalierungsmöglichkeiten entstehen.

SAP und Dremio halten die finanziellen Details der Übernahme unter Verschluss. Der Deal muss noch durch die zuständigen Kartellbehörden genehmigt werden. Man rechnet damit, die Transaktion im 3. Quartal 2026 abschließen zu können.

SAP übernimmt auch Prior Labs

Wie eingangs erwähnt, schluckt SAP auch noch Prior Labs. Letztere sind einer der Pioniere im Bereich der sogenannten Tabular Foundation Models (TFM). Damit hat man abseits vom B2B-Bereich weniger Berührungspunkte, denn es geht um KI-Modelle, die speziell für strukturierte Daten geeignet sind. Den Hauptsitz hat der Anbieter aktuell in Freiburg, mit weiteren Zweigstellen in Berlin und New York.

Prior Labs soll als eigenständige Organisation unter der Schirmherrschaft von SAP weiterbestehen. Letztere wollen aber innerhalb der nächsten vier Jahre rund 1 Mrd. Euro in Prior Labs pumpen, um die Firma zum Marktführer zu erheben. Die TFMs des Unternehmens können, im Gegensatz zu LLMs, fundierter mit Statistiken, Tabellen und komplexen Zahlenzusammenhängen umgehen, um darauf basierend z. B. Geschäftsprognosen zu erstellen – inklusive Hinweisen zu Chancen und Risiken.

Prior Labs hat da mit TabPFN-2.6 laut TabArena, einem Benchmark für TFMs, aktuell das leistungsfähigste Modell am Markt. Kein Wunder also, dass SAP Interesse an einem Deal hatte. Letzterer muss noch durch die Wettbewerbshüter abgesegnet werden. Hier rechnen die beiden Anbieter mit einem Anschluss noch im 2. oder spätestens 3. Quartal 2026.

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